Was, wenn davon zu wenig angeboten wird? - Sonntagsgedanken aus Rhade
Wer versucht, Kultur in Kurzfassung zu definieren, scheitert bereits an der riesigen Bandbreite aller künstlerischen Aktivitäten, die als kulturelle Werte gelten. Daher soll mit diesen Sonntagsgedanken ein roter Faden gesponnen werden, der anfangs quer Beet mäandert, um dann in Rhade aufgenommen und zur Weiterverarbeitung empfohlen wird. Kultur ist Lebensmittel. Wer sie konsumiert, ist reicher. Wer sie ignoriert, hat nicht verstanden. Wer sie unterschlägt, macht sich schuldig. Deutschland leistet sich seit 70 Jahren 158 Goethe-Institute. Weltweit, in 98 Ländern vertreten, wird Deutschland nicht nur präsentiert, sondern dort wird mit Kultur und Bildungsangeboten Neugierde geweckt. Neugierde auf unser Land. Beste Voraussetzungen, um Deutschland vielleicht einmal zu besuchen, oder sogar zu bleiben. Dass wir Zuwanderung benötigen, haben inzwischen (fast) alle verstanden. Standortwechsel nach Deutschland. Hier gibt es neben unglaublich vielen Theatern, Opernhäusern und Konzertsälen, auch ein Erwachsenen-Weiterbildungsangebot, das beispielhaft ist. Unsere Volkshochschulen. Hier können schulische Abschlüsse nachgeholt, oder kreatives Gestalten erlernt werden. Egal, ob es sich um eine Theateraufführung oder den Besuch in der Volkshochschule handelt, beides macht unser Leben reicher und bestätigt eindrucksvoll, dass Kultur Lebensmittel ist. Wir wechseln nun nach Rhade und stellen erstaunt fest, dass die städtische Kultur- und Weiterbildung seit Jahren einen Bogen um unseren Stadtteil macht. Das geht gar nicht. Deshalb liegt eine bestens begründete Anregung aus Rhade seit Monaten im Rathaus. Wenn heute 158 Goethe-Institute in 98 Ländern Kultur und Weiterbildung zu den Menschen bringen, sollte es der Stadt Dorsten gelingen, künftig auch in Rhade Präsenz zu zeigen.
Nachsatz: Im neuen Programm der VHS (1. Halbjahr 2022) sind die Veranstaltungsorte aufgeführt. Rhade, Lembeck, Wulfen, Altendorf-Ulfkotte? FEHLANZEIGE!
Veröffentlicht am 23.01.2022
Beeindruckende Aktivitäten verdienen mehr öffentliche Aufmerksamkeit
Wenn es es nicht gäbe, müsste man es erfinden. Das Rhader Bürgerforum. Nach der Gründung vor einigen Jahren, agierte es immer öffentlich mit relativ hoher Bürgerbeteiligung. Seit der Corona-Pandemie notgedrungen eher im Hinterzimmer. Per Video-Zoom, WhatsApp und E-Mail wurde und wird die Kommunikation einigermaßen aufrecht erhalten. Untereinander. Aber, und das ist die bittere Kehrseite der Medaille, Bürgerbeteiligung findet nicht mehr, bzw. nur noch in kleineren Kreisen statt. Besser als nichts, könnte zurecht angemerkt werden. Ja, aber diese Gruppenbildung führt auch zu einem Informationsvorsprung, der so nie gewollt war. Zitat aus den Selbstverständnis-Regeln: Bedeutsame Gruppenmeinungen zu öffentlichen, politischen oder auch anderen Themen von öffentlichem Interesse und des unmittelbaren Lebensumfeldes können erfasst und zur Veröffentlichung gebracht werden. Was tun? Die seit Corona gepflegte Kommunikation zwischen der Verwaltung und ausgewählten Mitgliedern des Bürgerforums birgt die große Gefahr in sich, das zitierte Selbstverständnis aus den Augen zu verlieren. Wenn beispielsweise zwei Bürgervertreter ins Rathaus bestellt werden, um in hochrangig besetzter Runde über das in Rhade fehlende städtische Kultur- und Weiterbildungsangebot zu „verhandeln“, ohne Rücksprache mit betroffenen Akteuren vor Ort, dann haben sie Bürgerbeteiligung nicht verstanden. Auch im laufenden Prozess Dorfentwicklung findet die Kommunikation fast nur noch untereinander statt. Das Bürgerforum muss aber in eigenem Intersse einen Weg finden, alle Rhader Bürger zu informieren und so zu beteiligen. Auch in Corona-Zeiten. Zum Beispiel würden Hauswurfsendungen, „Bürgerinformationen für Rhade“, mit Unterstützung der Verwaltung erstellt, helfen, mögliche Informationslücken zu schließen und Missverständnisse zu vermeiden.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 22.01.2022
- Bild 1, links oben: Beginn der Arbeiten Nov. 2020
- Bild 2, rechts oben: Einige Wochen später. Baustelle für Restarbeiten mit Baken abgesichert.
- Bild 3, links unten: Januar 2022. plötzlich fehlen die rot-weißen Baken.
- Bild 4, rechts unten: Baken sind wieder da. Jetzt sogar mit Beleuchtung - die aber nicht funktioniert (19. Januar 2022)
Veröffentlicht am 21.01.2022
Endlösung war eiskalt geplanter Mord - millionenfach!
Am 20. Januar 1942 beschlossen 14 hochrangige Mitglieder der NSDAP unter Leitung des SS-Obergruppenführers Heydrich in knapp 2 Stunden "Verhandlungsdauer", alle erfassten 11 Millionen Juden in Deutschland und Europa zu deportieren und der Endlösung zuzuführen. Das 15seitige Protokoll schrieb Adolf Eichmann. Es ist ein Dokument des Schreckens. Zu lesen auf der Internetseite der "Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz" www.ghwk.de Wir Rhader Sozialdemokraten gedenken der Opfer und versprechen: NIE WIEDER!
Veröffentlicht am 20.01.2022
Nach Gustav Heinemann und Johannes Rau der dritte sozialdemokratische Bundespräsident
In vier Wochen tritt die Bundesversammlung zusammen, um den Bundespräsidenten zu wählen. Frank Walter Steinmeier, seit 5 Jahren im Amt, hat auf der ganzen Linie überzeugt. Er ist ein international hoch angesehener Repräsentant unseres Landes, tritt als überparteilicher Mahner und Impulsgeber für unsere Gesellschaft auf. Es sind 736 Bundestagsabgeordnete und 736 Vertreter der 16 Bundesländer, also 1472 Repräsentanten, die am 13. Februar die Bundesversammlung bilden und voraussichtlich Frank Walter Steinmeier wiederwählen werden. Klar war, dass die SPD ihn dabei unterstützen würde. Das alleine hätte aber nicht zur Mehrheit gereicht. Nachdem aber die FDP sich für eine zweite Amtszeit des Amtsinhabers ausgesprochen hat, folgten auch die Grünen. Die Union brauchte noch etwas länger, um auf einen eigenen Kandidaten/Kandidatin zu verzichten. Mit ihrer Empfehlung pro Steinmeier steht also eine gewaltige Mehrheit bereit, um eine zweite und damit letzte Amtszeit einzuleiten. Die SPD darf stolz sein, nach Gustav Heinemann, der auf eine Journalistenfrage ob er Deutschland liebe, antwortete: „Ich liebe meine Frau und keine Staaten“, und Johannes Rau, der sein Credo „Versöhnen statt spalten“ immer vorgelebt hat, nun mit Frank Walter Steinmeier einen dritten angesehenen Bundespräsidenten aus eigenen Reihen stellt.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 19.01.2022