Künstliches Licht bedroht Tierwelt und lässt Sterne verblassen
Seit Jahren fordert die Rhader SPD den Fuß-und Radweg zwischen Stuvenberg und der Bahnlinie entlang der Lembecker Straße, verkehrssicher auszuleuchten. Das ist notwendig und muss umgesetzt werden. Die Forderung lautet aber, künftig Leuchten einzusetzen, die das Licht dahin werfen, wo es benötigt wird. Nämlich zum Boden. Seit einigen Jahren hat ein neuer Begriff in der Klimadebatte Fuß gefasst, der zum sofortigen Handeln zwingt. LICHTVERSCHMUTZUNG! Künstliches Licht, das in alle Richtungen strahlt, wird zur Todesfalle vieler Kleinstlebewesen, wie Mücken und Falter. Es bringt Brutzeiten der Vögel aus dem Takt und regt völlig unsinnig die Fotosynthese bei Pflanzen zur falschen Zeit an. Während verantwortungsbewusste Landwirte Blühstreifen für Insekten anlegen, sorgen falsche Straßenbeleuchtung und verstärkt auch nach oben angestrahlte Privathäuser, parallel für deren Dezimierung. Wie es richtig geht, wird im Kreuzungsbereich Hünengrab / Lembecker Straße demonstriert. Hier sorgt das helle, nach unten strahlende Licht nicht nur für Verkehrssicherheit, sondern hilft vielen nachtaktiven Tieren, die Orientierung nicht zu verlieren. Der Klimaschutz kennt viele Facetten. Die Reduzierung der Luftverschmutzung gehört ab sofort auf die Tagesordnung. In Rhade, in Dorsten und im ganzen Land. Und zu wissen, "wieviel Sternlein am Himmelszelt stehen", macht unser Leben zusätzlich reicher.
Nachdenk-Zeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 22.02.2022
Veröffentlicht am 21.02.2022
Gefragt sind Fachwissen, Kreativität und Weitblick - Sitzung am morgigen Dienstag
Die Dorstener Stadtverwaltung hat in ihren Reihen viele Experten, die die Finanzen, das Soziale, den Sport, die Kultur, die Verkehrssicherheit und weitere Bereiche im Blick haben. Unterstützt wird sie dabei von gewählten, ehrenamtlich wirkenden Kommunalpolitikern. In sogenannten Fachausschüssen treffen sich in Abständen Verwaltung und Politik öffentlich, um beste Entscheidungen zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger zu treffen. Einer der wichtigsten Ausschüsse ist der Umwelt- und Planungsausschuss, kurz UPA genannt. Morgen ist es wieder soweit. Ab 17 Uhr werden 17 stimmberechtigte Mitglieder im Gemeinschaftshaus Wulfen Entscheidungen treffen, die uns alle, direkt und indirekt betreffen. Den Vorsitz führt Friedhelm Fragemann, SPD. Werfen wir einen Blick auf die Tagesordnung (Auszug):
- Mündlich wird die Verwaltung über den Stand des Rhader Dorfentwicklungskonzepts berichten. Bekanntlich soll es in Kürze im Rahmen des nächsten Bürgerforums der Rhader Öffentlichkeit präsentiert werden. Danach kann erst der Beschluss im UPA und Stadtrat gefasst werden.
- Über ein Gutachten zur Nahversorgung in Rhade und Lembeck wird beraten. Die Berichtsvorlage der Verwaltung birgt politischen Sprengstoff in sich. Sie übernimmt nämlich die Position der Gutachter, bei der geplanten Erweiterung der Geschäftsflächen und des Sortiments (Drogeriemarkt) Rhade wie Lembeck gleichmäßig und gleichwertig zu behandeln. Nur so lasse sich ein Verdrängungswettbewerb im Dorstener Norden verhindern.
Einige UPA-Mitglieder müssen morgen beweisen, dass sie über Fachwissen, Kreativität und Weitblick verfügen. Die öffentliche Sitzung verspricht in diesem Punkt spannend zu werden.
Eigener Bericht, Fortsetzung folgt
Veröffentlicht am 21.02.2022
Demonstrationen gegen militärische Gewalt? Fehlanzeige!
Vor 40 Jahren gingen Hunderttausende auf die Straße, um für ein friedliches Miteinander zu werben. Der Kalte Krieg, so ein feststehender Begriff, sorgte für immer mehr Aufrüstung in den beiden Machtblöcken des Westens und Ostens. Das Ziel war, ein „Gleichgewicht des Schreckens“ zu erreichen. Dann, so die These, wird es keine militärischen Abenteuer geben. Parallel wurde angestrebt, Verhandlungen über ein friedliches Miteinander aufzunehmen, gegenseitige Sicherheitsgarantien zu vereinbaren und friedlichen Wandel durch Annäherung anzustreben. Heute blicken wir verstört auf die geopolitische Lage. Der Kalte Krieg ist wieder da, neue Machtzentren (China) sind Realität, autoritäre Politiker immer häufiger an der Macht. Während Politiker die Pendeldiplomatie viel zu spät wieder neu entdeckt haben, Presseberichte versuchen, die Lage in Putins Reich zu kommentieren, macht sich in der breiten Öffentlichkeit eine erstaunliche Gleichgültigkeit breit. Vor 40 Jahren gab es eine Friedensbewegung in unserem Land, die gehört wurde. Auch in Dorsten. Heute lesen wir nur noch von Impfgegnern die auf die Straße gehen, um für ihre queren Gedanken aggressiv zu demonstrieren. Gut wäre, wenn es eine neue Bewegung für Frieden von Schülern und Studenten, unterstützt von Kirchen, Gewerkschaften und Parteien und anderen gesellschaftlichen Institutionen gäbe. Das Motto der Straße vor 40 Jahren lautete „Aufstehen für den Frieden“. Hat an Aktualität nichts verloren.
Ein friedlicher Appell aus Rhade
Veröffentlicht am 20.02.2022
Veröffentlicht am 19.02.2022