Grünfläche mitten in Rhade ist laut Gutachter ökologisches Juwel
Wer sich die Bürgeranregungen im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses nochmals ansieht, kommt am Forks-Busch nicht vorbei. Die Baum- und Wiesenfläche im Kreuzungsbereich Lembecker- und Erler Straße, gegenüber der neuen Tankstelle, soll sich zum Bürgerpark entwickeln. Boule-Bahn, Bühne mit Besucherplätzen, Spiel- und Bolzplatz. Klettergarten, Gastronomieangebot und vieles mehr, sollten aus der Grünfläche einen Treffpunkt für jung und alt machen. Die Verwaltung beauftragte daraufhin ein externes Fachbüro, die Fläche zu untersuchen und die gemachten Vorschläge einzuordnen. Bei der Präsentation wurde deutlich, dass die Fläche ökologisch sehr wertvoll ist, und im übergroßen Teil nicht umgewandelt werden sollte. Die im genannten Kreuzungsbereich tiefer gelegene Wiese könnte, so der Experte, als Veranstaltungsfläche genutzt werden, ohne besonderen Umweltschaden im übrigen Bereich zu verursachen. Aber die Lärmbelastung der viel befahrenen Kreisstraße kann (eigentlich) nur durch Schallschutzmaßnahmen gemindert werden. Ernüchterung machte sich bei den zuhörenden Vertretern des Bürgerforums breit. Dass bereits 1991 der Planer Peter Broich der Stadt ein Gutachten geliefert hat, das sich u. a. auch mit Forks-Busch auseinandersetzt, scheint im Rathaus in Vergessenheit geraten zu sein. Zitat (Auszug): „Anlage eines Grünzugs zwischen Lembecker- und Debbingstraße als Dorfpark. mit Spiel-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, der als unbebauter, naturnah gestalteter Bereich auch kleinklimatisch und ökologisch wirksam ist.“ Nun soll, so die Stadtverwaltung, weiter untersucht werden, was umsetzbar und ökologisch verantwortbar ist. Ende offen.
Einschätzung eines Zuhörers nach der Video-Präsentation der Stadtverwaltung
Veröffentlicht am 14.02.2022
Veröffentlicht am 13.02.2022
1472 Persönlichkeiten wählen den Bundespräsidenten
Die Bundesversammlung tritt nur zusammen, wenn ein Bundespräsident oder eine Präsidentin zu wählen ist. Sie besteht zur einen Hälfte aus 736 Bundestagsabgeordneten, und der gleichen Anzahl Wahlmännern- und Frauen aus den 16 Bundesländern. Das können Abgeordnete oder auch Persönlichkeiten aus der Wissenschaft. der Kultur, dem Sport und weiteren gesellschaftlichen Bereichen sein. Heute ist es soweit. Berlin ist Schauplatz der Bundesversammlung. Frank-Walter Steinmeier, der frühere SPD-Spitzenpolitiker, dessen Parteimitgliedschaft aus Neutralitätsgründen z. Zt. ruht, ist seit 4 Jahren Bundespräsident und bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Er genießt im Land höchste Wertschätzung und großes Vertrauen. Drei weitere Kandidaten, darunter eine Frau, wurden als Gegenkandidaten von unterschiedlichen Parteien benannt. So geht Demokratie. Blicken wir vor der heutigen Wahl kurz zurück, wer seit 1949 als deutscher Bundespräsident amtiert hat:
Theodor Heuss (1949 - 1959)
Heinrich Lübke (1959 - 1969)
Gustav Heinemann (1969 - 1974)
Walter Scheel (1974 - 1979)
Karl Carstens (1979 - 1984)
Richard von Weizsäcker (1984 - 1994)
Roman Herzog (1994 - 1999)
Johannes Rau (1999 - 2004)
Horst Köhler (2004-2010)
Christian Wulff (Juni 2010 - Februar 2012)
Joachim Gauck (2012 - 2017)
Frank-Walter Steinmeier (Februar 2017 bis jetzt)
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 13.02.2022
Vor 50 Jahren wurde aus gleichem Grund eine Spielstube gegründet
Die Presseberichterstattung über fehlende Kindergartenplätze, u. a. in Rhade, lässt Erinnerungen an die 1970er Jahren wach werden. Der in katholischer Trägerschaft geführte Kindergarten Fröbelweg hatte keine freien Kapazitäten. Besonders junge Eltern aus dem Bereich Kalter Bach, Hünengrab und Stuvenberg suchten händeringend nach Fördermöglichkeiten ihrer Kinder im Vorschulalter. Eine Elternintiative machte mobil, überzeugte die Stadtverwaltung und gründete mit deren Unterstützung eine Spielstube in den Räumen der ehemaligen Bäckerei Wingbermühle am Stuvenberg. Mehrere Mütter erklärten sich im Wechsel bereit, die Betreuung und Förderung des Nachwuchses zu übernehmen. Fritz Oetterer vom Jugendamt, ein Psychologe der Ruhr-Universität Bochum übernahmen die Schulung der engagierten Eltern. Diese funktionierende Bürgerinitiative war eine Erfolgsgeschichte - und der Startschuss für den städtischen Kindergarten Stuvenberg. Eigentlich eine Blaupause für die vielen Eltern, die heute, 50 Jahre später, wieder in Rhade auf der Suche nach Kita-Plätzen sind.
Erinnerungen einer „Spielstuben-Mutter“ aus dem Jahr 1975
Veröffentlicht am 12.02.2022
Gefahr erkannt - Gefahr gebannt?
Seit Jahren wird in Rhade über die sogenannte Entschleunigung des motorisierten Verkehrs auf der Lembecker- und Erler Straße diskutiert. Vorschläge einer örtlichen „Parteien-Koalition“, bestehend aus SPD, CDU und Grünen, fanden 1983 (!) die Zustimmung der Verwaltung und des Stadtrates. Ein externes Fachbüro legte einen förderungswürdigen Plan vor, der aber wegen der drohenden Anliegerbeiträge nicht umgesetzt wurde. Nun ein neuer Anlauf im Zuge des Dorfentwicklungskonzepts. Das Bürgerforum, wegen der Corona-Lage zur nichtöffentlichen Arbeit verdammt, schaffte es, den Dorstener Bürgermeister und den Landrat des Kreises RE zu einem internen Meinungsaustausch über die Kreisstraße durch Rhade ins Carola Martius-Haus zu bewegen. Respekt! Beide brachten hochrangige Mitarbeiter aus den Fachabteilungen mit. Fünf Mitglieder des Bürgerforums konnten, bestens vorbereitet, die Rhader Problemlage schildern. Der Kreis RE, zuständig für den schnurgerade verlaufenden A31-Zubringer, versprach, bis Herbst 2022 im Kreishaus die Rhader Präsentation und die damit verbundenen Verbesserungsvorschläge auf Machbarkeit zu prüfen. Während ein gewähltes Mitglied des Kreistages an der Gesprächsrunde teilnehmen durfte, waren Dorstener Kommunalpolitiker nicht mit von der Partie. Ohne sie wird es aber keine zeitnahen Beschlüsse geben. Warum sie deswegen nicht mit ins Boot genommen wurden, bleibt auch in der städtischen Pressemitteilung unbeantwortet.
Ein fragender Zwischenruf aus Rhade zur Dorstener Stadtentwicklungspolitik
Veröffentlicht am 11.02.2022