Der Name Rhade wird von roden abgeleitet. Auf der Internetseite der Stadt Dorsten heißt es: Ein Flurname, der in einem Lehensbrief 1217 aktenkundig wurde, spricht von "Rothe" - das bedeutet wohl gerodetes Land, auch die anderen Schreibweisen "Rode" und "Rodde" deuten auf Waldrodungen hin. Ein Symbol wurde zum Wappen. Heute, 900 Jahre nach dem ersten Auftauchen des Begriffs und der dazugehörenden bildlichen Darstellung kommt Nachdenklichkeit auf, ob das Wappen noch in die heutige Zeit passt. Heute, der Klimawandel bedroht unsere Zukunft, sind statt Rodungen Aufforstungen im großen Maßstab gefragt. Dennoch gehört das Wappen untrennbar zu Rhade - gestern, heute und morgen. Zu überlegen wäre aber, ob Rhade heute mit einem Aufforstungs- und Grünprogramm, für morgen besser gerüstet wäre. Dann könnte dem toten Wappenstumpf ein kleiner grüner Trieb gut zu Gesicht stehen. Symbolisch natürlich. Im neuen Dorfentwicklungskonzept Rhade tauchen Klima, Begrünung und Umwelt in der Umsetzungsliste erst an dritter Stelle auf. Das passt nicht, so ein kritischer Rhader Zeitgenosse, der versucht hat, dem Rhader Wappen eine zeitgemäße Interpretation zu verleihen.
Veröffentlicht am 05.12.2021
Eine Branche mit riesigen Existenzsorgen - Eine persönliche Anmerkung von Michael Jäger
Silvester ohne Feuerwerk ist wie Weihnachten ohne Geschenke. OK, der Vergleich hinkt gewaltig, dennoch lohnt ein Blick in die Seelenlage einer ganzen Branche. 21 Mittelstandsunternehmen, zusammengeschlossen in einem pyrotechnischen Industrieverband, bangen um ihre Existenz - und mit ihnen 3000 Mitarbeiter. Umsätze um die 300 Millionen Euro, die ausschließlich an nur 3 Tagen gebucht werden können, werden wie im Vorjahr auf Null fallen. Die aktuell beschlossene Corona-Beschränkung, nämlich wieder ein bundesweites Verkaufsverbot, kommt einem Super-Gau für diese Unternehmen mit ihren Mitarbeitern gleich. Da hilft auch keine Wehmut der Bürgerinnen und Bürger, das neue Jahr wieder nicht mit einem Feuerwerk begrüßen zu dürfen, so wie es jahrhundertelang Tradition war. Dass unsere Gesundheit an erster Stelle aller Überlegungen steht, wird nicht einen Moment lang in Frage gestellt. Aber ein Feuerwerk im Familienkreis unter dem Motto, „weniger kann mehr sein“, hätte vielleicht nicht auf die rote Liste der Corona-Einschränkungsmaßnahmen gehört. Die Mehrzahl der bundesdeutschen Bürgerinnen und Bürger hat sich nämlich seit Monaten verantwortungsvoll verhalten. Sie würde auch am letzten Tag des Jahres nicht davon abweichen.
Die Stellungnahme des Verbandes in Auszügen, vor dem Verbot formuliert, im Wortlaut:
Veröffentlicht am 04.12.2021