Gesellschaft Sonntagsgedanken aus Rhade - Halb voll oder halb leer?

Positiv denken und realistisch bewerten, sind keine Gegensätze

Ob in der Familie, dem Beruf, im Verein oder der Politik - überall treffen wir auf Mitmenschen, die entweder alles nur rosarot sehen oder den Weltuntergang in den Gesichtszügen tragen. Beide haben auf ihrem Spezialgebiet nicht unrecht, sind aber wegen ihrer einseitigen Betrachtungsweise  zu bemitleiden. Wenn wir in diesem neuen Jahr immer beide Seiten der Medaille ansehen um abzuwägen, dann finden wir gemeinsam die beste Lösung. In der Familie, dem Beruf, im Verein oder der Politik. Toleranz und Kompromissfähigkeit sind die Garanten für ein harmonisches Miteinander. Wir wollen jetzt aber nicht für eine süßliche Harmoniesoße werben. Die Suche nach dem besten Weg ist immer auch verbunden mit kontroversen Diskussionen. Nur durch sie lernen wir, wie der andere denkt und tickt. Und wenn wir es schaffen, die Scheuklappen beiseite zu legen, dann weitet sich nicht nur der Blick, sondern auch der Horizont. Beste Voraussetzungen, dem drohenden „Weltuntergang“ mit Optimismus und Tatkraft zu begegnen. Ob das Glas halbvoll oder halbleer ist, entscheiden wir selbst.

Veröffentlicht am 02.01.2022

 

Gesellschaft GLÜCK AUF 2022! Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Veröffentlicht am 01.01.2022

 

Gesellschaft Rhade. Eine erste ungehaltene Rede im neuen Jahr. Überschrift: DANK UND RESPEKT

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

es ist guter Brauch am Anfang des Jahres eine kurze gesellschaftspolitische Bilanz des zurückliegenden zu ziehen. Wir  danken allen Menschen in Rhade und Dorsten, die sich in ganz unterschiedlicher Art und Weise vor Ort engagieren. Egal ob beruflich oder ehrenamtlich. Aber wer sollte dabei herausgehoben, wer als erster genannt werden? Die Reihenfolge ist nämlich keine Wertung. Es geht um das Ganze. Und das funktioniert nur, wenn ein Zahnrad in das andere greift. Blicken wir auf unsere ärztlichen Versorgung und die Pflegedienste in Rhade. Obwohl die Belastungsgrenze immer wieder erreicht wurde, konnten wir uns auf unsere Praxen mit ihren Teams zu 100 Prozent verlassen. DANKE! Dann das Personal in unseren Geschäften. Trotz der Dauerbelastung durch die Schutzmaske - immer freundlich und zuvorkommend. Einen Dank haben auch die Aktiven im Bürgerforum verdient. Sie haben versucht, trotz der Corona-Beschränkungen, die Rhader Bürger am neuen Dorfentwicklungsplan teilhaben zu lassen. Aktiver Sport ist nur machbar, wenn es Ehrenamtliche „dahinter“ gibt. Was wären die Kirchen ohne ihre fleißigen Helfer oder die Parteien ohne ihre kreativen Mitglieder? Kinder sind unsere Zukunft. Ohne ein förderndes Elternhaus, engagiertes Lehrpersonal und fröhliche ErzieherInnen ist alles nichts. Wir müssen stolz und dankbar sein, dass unsere Gesellschaft funktioniert. Eine gesellschaftspolitische Bilanz, ohne die Rathausmitarbeiter und den gewählten Stadtrat zu erwähnen, wäre unvollständig. Sie stehen immer im öffentlichen Blickpunkt, müssen mit Kritik, egal ob konstruktiv oder unsachlich, umgehen können. Das ist nicht immer einfach. Auch ihnen ist zu danken. Nicht wenige leisten deutlich mehr, als das, was in der „Arbeitsplatzbeschreibung“ vorgegeben ist. Kommen wir zum Abschluss nochmals auf das GANZE zurück. Auch wenn heute nur beispielhaft einige gesellschaftliche Gruppen genannt wurden, sie stehen stellvertretend für die Ungenannten. Beginnen wir das Jahr 2022 in dem Bewusstsein, dass Rhade und Dorsten Zukunft haben können, wenn der gegenseitige RESPEKT unsere Zielformulierung ist.  Für alle die daran mitarbeiten. Heute und morgen.

Die ungehaltene Rede stammt aus der Feder eines Rhader Bürgers, der aufmerksam das gesellschaftspolitische Leben in unserer Stadt verfolgt - aber nicht genannt werden möchte.

Veröffentlicht am 01.01.2022

 

Allgemein Ein ganz besonderer Jahresrückblick 2021 - Gastbeitrag von Bertold Hanck

Wieder ist ein Jahr vorbei,

vielen ist das einerlei,

doch ich hör' auch manche sagen:

„Lass uns einen Rückblick wagen.“

 

Der Grundakkord für dieses Jahr

erklang uns aus Amerika,

von dort, wo Trumpsche Prügelhorden

wollten Demokraten morden.

 

Mit wüstem Sturm aufs Capitol -

die Schnauze laut, die Birne hohl -

so stimmten sie auf Stumpfsinn ein,

es sollte nicht der letzte sein.

 

In Deutschland, kaum wagt man's zu sagen,

sind gleiche Lagen zu beklagen.

Hetze, Häme, Schund und Schmutz:

aktiv wird der Verfassungsschutz.

 

Der kennt sich aus in unserm Land,

besonders auch am rechten Rand:

Weidels, Höckes rechter Lohn,

auch Chrupalla zittert schon!

 

Doch bringt dies wirklich echten Segen,

wenn man ständig trifft Kollegen

in der nazibraunen Scheiße

dort an Oder und an Neiße.

 

Der Karneval fiel dies Jahr aus,

die Jecken schunkeln nur zu Haus.

Traurig nüchtern singen sie:

„Et is ne Driss de Pandemie!“

 

Im März sind uns're Schulen dicht,

den Kiddies fehlt der Unterricht,

wegen Rieseninzidenzen

muss man nicht die Schule schwänzen!

 

Bildung wird vom Amt verwehrt,

die Penne wird ganz zugesperrt,

die deutsche Bildungsrepublik

setzt auf den digitalen Klick.

 

Jeder, der nicht up to date ist,

im Internet oft allzu late ist,

scheitert so – die arme Sau -

durch diesen HyperbildungsGAU.

 

Unfall soll das Stichwort sein:

Im März schafft es ein Kahn allein

bei Suez den Kanal zu schließen

und unsre Wirtschaft zu verdrießen.

 

Container fehlen überall,

geliefert wird von Fall zu Fall,

zerrissen sind die Lieferketten,

die Produktion ist kaum zu retten,

 

nun ja, die Börse trotzdem zog

hinauf zu einem Allzeithoch,

weil Frankfurt und die Wallstreet meint,

dass häufig wird zu viel gegreint.

 

Denn ist die Nachricht wirklich schlecht,

kauft der Broker meist erst recht.

Doch dieses gilt nicht – sonnenklar -

für bad news aus dem Tal der Ahr.

 

Viele Tränen sind geflossen,

als die Wassermassen schossen

durch das enge, schöne Tal.

Die traurig-hohe Todeszahl

 

führt dann zu tollen Bürgertaten.

Statt auf unsren Staat zu warten,

schickt man Geld und hilft vor Ort,

auch als das Wasser längst schon fort.

 

Selbst an des Jahres Ende spät

gibt’s weiter Solidarität.

Der WDR beständig sendet

das Lieblingslied für den, der spendet.

 

Doch nun zurück, do you remember,

die Wahlen jüngst noch im September?

Schwerin, Berlin in Stadt, fürs Land,

das Ende ist uns wohlbekannt.

 

Die totgesagte SPD

erhebt sich hin zu Kanzlerhöh',

auch weil ein blödes Laschet-Grinsen

im Ahrtal tat sich nicht verzinsen.

 

Der CDU, der merkellosen, 

flattern deshalb Hemd und Hosen.

Wer künftig deren Vorsitz hat,

steht noch auf einem leeren Blatt.

 

„Lass – et – Laschet“ ist zwar weg,

doch hat's mit Helge B. mehr Zweck

und ist es nicht ein schlechter Scherz,

dass wieder kandidiert der Merz?

 

Derweil recht flott und schweigsam tagt

die Ampel, aber mancher fragt,

ob's Personalproporzgeschacher -

„Wie schubs' ich weg den Widersacher?“ -

 

die Besten zum Regieren führt.

Wenn Annalena ungerührt 

sich ernsthaft für  geeignet hält

zu reisen durch die weite Welt,

 

nicht nur, um Neues zu entdecken

oder zu Erholungszwecken,

nein, um Deutschland stolz zu dienen -

ich sehe schon Herrn Lawrow grienen.

 

Die Regierungsübergabe

ist ja immer eine Plage,

weil dann stets die Führung fehlt

und jedermann die Tage zählt,

 

bis Klarheit wieder ist geschaffen,

die Alten ihre Brocken raffen,

und wieder klar wird dann regiert.

Was diesmal zur Verzweiflung führt,

 

ist, dass grad an dieser Stelle

wogt die schlimme vierte Welle

der Pandemie mit Omicron.

Ob Biontec oder John-

 

son helfen uns in dieser Lage,

bleibt derweil die off'ne Frage.

Doch nicht kritteln, zaudern, schimpfen,

statt zu motzen, hilft nur impfen

 

und Kontakte reduzieren.

Dieses sollte dazu führen,

dass man sagt in Jahresfrist,

dass Zweiundzwanzig besser ist,

 

als Einundzwanzig ist gewesen,

dass viele  Kranke sind genesen,

dass Covid uns von Mutationen

fürderhin wird mehr verschonen,

 

dass Ignoranten jeder Richtung

fühlen dann  vielleicht Verpflichtung

für alle und nicht nur für sich,

endlich weg vom Ich, Ich, Ich!

Veröffentlicht am 30.12.2021

 

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