Kommunalpolitik Das Rhader Leitbild - Woran wir uns orientieren sollen (Teil 1a)

Orientierungsrahmen oder nur Absichtserklärungen? - Ein Kommentar

„Dem Dorf gehört die Zukunft“, so das vorweggenommene Fazit des neuen Dorfentwicklungsplans, der am kommenden Montag der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Mitglieder der Rhader SPD haben direkt und indirekt daran mitgearbeitet. Sie haben das Verfahren kritisiert, aber wesentliche konstruktive Vorschläge eingereicht. Auf 110 Seiten wird dokumentiert wohin die Rhader Reise gehen soll. Mit einem Leitbild für unseren Ort wird der umfangreiche Katalog der guten Bürgerwünsche eröffnet. Dabei wird die privilegierte Lage mitten im Grünen ebenso wie die funktionierende Dorfgemeinschaft als beste Grundlage für die Zukunft herausgestellt. Der Zusammenhalt der Bürger wird gelobt und ihre Erwartungshaltung, dass die eingebrachten Zukunftsideen auch umgesetzt werden müssen, gestärkt. Alles richtig und nachvollziehbar. Das „neue“ Leitbild für Rhade ist aber nicht neu. Es ist nur in etwas andere Worte gepackt. Damit verliert es nicht seine Funktion, am Anfang eines Forderungskatalogs für Rhades Zukunft zu stehen. Es muss aber gelebt werden. Es kann Orientierung bieten. Es kann helfen, den Zusammenhalt aller Bürger zu stärken. Viel zu oft pflasterten aber nicht eingehaltene Versprechungen den Rhader Weg in die Zukunft. Der neue Rhader Rahmenplan, der jetzt Dorfentwicklungsplan heißt, ist ein Update des vorhandenen Plans. Dort heißt es im Vorwort des damaligen Bürgermeisters Lambert Lütgenhorst: „Nicht alles was an Zielsetzungen für Rhade formuliert und zeichnerisch dargestellt wurde, wird kurzfristig umzusetzen sein. … Doch ist dieses Konzept bei allen städtischen Planungen zu berücksichtigen.“ Eine Absichtserkärung 2014. Einhaltung und Umsetzung dürfen auch 2021 weiter kritisch hinterfragt werden. So, wie das neue Leitbild emotionslos gelesen werden muss.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 24.11.2021

 

Kommunalpolitik Rhade: Dorfentwicklungsplan wird präsentiert (Teil 1)

Am 29. November tagt das nächste Bürgerforum im Carola Martius-Haus. Auf der Tagesordnung steht das neue Dorfentwicklungskonzept. Die Rhader SPD hat die Planung kritisch und konstruktiv begleitet. Wir beginnen heute mit der Vorstellung des Leitbildes in Auszügen. Morgen folgt dazu ein Kommentar aus Sicht der Rhader Sozialdemokraten mit Teil 1a gekennzeichnet.

Das Leitbild für Rhade.

Das Dorstener Dorf Rhade versteht sich als Tor zum Münsterland und Brücke zum Ruhrgebiet. Prägend ist dabei der dörfliche Charakter des Münsterlandes mit viel Natur und Landwirtschaft in Kombination mit einer stadtnahen räumlichen Lage in Richtung Ruhrgebiet. Diese Lagegunst steht für eine hohe Lebensqualität für die Menschen und birgt touristische Potenziale.

Wesensmerkmal der Rhader Dorfgemeinschaft ist das generationsübergreifende, rege, positive, lebendige und vielfältige Vereinsleben. Hier wird die Rhader Heimatliebe lebendig – hier zeigt sich das dörfliche Selbstbewusstsein – hier werden Werte und Traditionen gelebt.

Die Identität der Rhader Bürger_innen ist geprägt durch einen starken Zusammenhalt. Das gemeinsame Miteinander, eine starke Dorfgemeinschaft mit funktionierenden Nachbarschaften, ein selbstverständliches bürgerschaftliches Engagement für die Menschen und das Dorf sowie ein hohes politisches Interesse mit zielorientiertem Gestaltungswillen stehen für eine zukunftsfähige Dorfgemeinschaft. …

Wesentlich ist und bleibt dabei das lebendige Gemeinschafts- und Vereinsleben (die „Rhader Gemeinschaft“), verbunden mit dem Ziel, gemeinsam noch mehr Möglichkeiten für dörfliche Kontakte zu schaffen.

Zentrale Zielsetzungen der gemeinsamen Dorfentwicklung sind die kontinuierliche Wei- terentwicklung eines lebendigen, lebenswerten und attraktiven Dorfes und mindestens das Halten der heutigen Bevölkerungszahl.

Dies bedeutet in der Konsequenz, dass das Dorf „jung“ bleibt, dass zukunfts- und demografiefeste Mobilitätsangebote ihren Raum finden, dass es ein attraktives und passendes Wohnangebot gibt und dass sich alle gut und sicher vor Ort versorgen können.

Dies gilt mit Blick auf Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, ärztliche und soziale Versorgung, Bildung und Erziehung, Kultur und Sport sowie Freizeit und Naherholung gleichermaßen – immer in dem Bewusstsein, dass die Rhader Dorfentwicklung im Kontext der gesamtstädtischen Dorstener Stadtentwicklung betrachtet werden muss.

Die Rhader Identität bedingt, dass die städtebauliche und funktionale Zukunftsentwicklung der „gelebten Mitte des Dorfes“ einen besonderen Stellenwert erhält. …

Gleichzeitig besteht der Anspruch, dass das gesamte Dorf in eine sichere ökologische und wirtschaftliche Zukunft gehen kann, verbunden mit dem Wunsch, die heute noch vorhandene landwirtschaftliche Prägung der Dorfstruktur sowie des Umlandes zukunftsgerecht zu erhalten.

Die Rhader Bürger_innen haben die Überzeugung und den Willen, Zukunftsplanungen für das Dorf gemeinsam mit der Dorstener Politik und Stadtverwaltung anzupacken und auch umzusetzen.

Veröffentlicht am 23.11.2021

 

Michael Hübner mit Achim Schrecklein 2016 nach seiner erneuerten Nominierung für den Landtag Landespolitik 3 Fragen an Michael Hübner, SPD-Landtagsabgeordneter für Dorsten und Gladbeck (Teil 2)

Der beliebte und erfolgreiche Landes-Politiker kandidiert nicht erneut

Frage: Du wurdest 3 X direkt in Gladbeck und Dorsten in den NRW-Landtag gewählt. Du beendest deine Landtagskarriere als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Werden wir dich in anderer Funktion innerhalb der SPD weiter begleiten können?

Michael Hübner: Ich bin immer noch gewähltes Mitglied des Kreistags und des Ruhrparlamentes und Vorsitzender des schönsten SPD-Ortsvereins der Welt, nämlich Gladbeck-Butendorf, wie ich immer augenzwinkernd zu sagen pflege. Insofern gehe ich der SPD nicht verloren sondern versuche weiterhin an den genannten Stellen die Wirtschafts- und Finanzpolitik im Ruhrgebiet positiv zu beeinflussen. 

Wird fortgesetzt

 

Veröffentlicht am 22.11.2021

 

Gesellschaft Eine starke Geste der Süddeutschen Zeitung

Auf 4 kompletten Zeitungsseiten wurden zum Gedenken an 100.000 Corona-Tote in Deutschland 100.000 Kreuze abgedruckt.

Veröffentlicht am 21.11.2021

 

Bundespolitik Ampel-Koalition: Das Aufplustern der FDP steht auf tönernen Füßen

Sonntagsgedanken aus Rhade

Olaf Scholz hat die Bundestagswahl im September gewonnen. In seinem Sog erwachte auch die SPD zu neuem Leben. Zum Regieren sind aber Partner nötig. Grüne und FDP prüften vorab intensiv, ob sie zusammenpassen, um mit der SPD und Olaf Scholz zu regieren. Begriffe wie, „auf Augenhöhe“ und „gemeinsamer Aufbruch“, machten die Runde. Was nicht passte, waren die roten Linien, die Christian Linder, sekundiert von Wolfgang Kubicki, für die FDP meinte einziehen zu müssen. Nein, heute geht es nicht um das angestrebte Finanzministerium, heute geht es um die FDP-Fehleinschätzung, in erster Linie wegen ihrer Definition von Freiheit und Liberalität in der Corona-Krise gewählt worden zu sein. Tatsächlich dümpelten die Freidemokraten lange an der existenzbedrohenden 5%-Hürde. Dann begaben sie sich aufs Drahtseil, um zu Suggerieren, dass eine Rückkehr zum gewohnten Alltag trotz Corona möglich sei. Erfolgreich, wie am Wahlergebnis von rund 11% abzulesen ist. Nun wird die FDP im Eiltempo von der Wirklichkeit überholt. Das neue Infektionsschutzgesetz trägt nicht mehr die Handschrift der FDP, sondern deutlich die der SPD und der Grünen. Auch die Union hat über die Ministerpräsidenten-Konferenz  dazu beigetragen, dass Lindner mit seinem Souffleur Kubicki einlenken musste. Der Sprung von 5 auf 11% tat der FDP nicht gut. Nun ist sie hoffentlich geerdet, um die Koalitionsverhandlungen solidarisch und erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Deutschland muss wieder schnellstens regiert werden. Das vorhandene Vakuum lähmt unsere Gesellschaft.

Veröffentlicht am 21.11.2021

 

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