Landespolitik 3 Fragen an Michael Hübner, SPD-Landtagsabgeordneter für Dorsten und Gladbeck (Teil 1)

Der beliebte und erfolgreiche Landes-Politiker kandidiert nicht erneut

Frage: In 6 Monaten wird in NRW ein neuer Landtag gewählt. Ohne Michael Hübner. Wie groß ist die Wehmut?

Michael Hübner: Ich gehe nicht mit Wehmut. Ein wenig bin ich enttäuscht, dass es nicht gelungen ist, den Wahlkreis Dorsten/ Gladbeck zu erhalten. Eine Landtagskollegin sagte vor kurzer Zeit zu mir: „Was bist du auch so immer so frech gegenüber dem „Hovenjürgen“. Sie wollte damit andeuten, dass der Wahlkreis Dorsten/ Gladbeck noch bestehen würde, wenn ich nicht immer so dezidiert meine Meinung über die CDU und ihren Generalsekretär geäußert hätte. Ich bin aber von den Bürgerinnen und Bürgern in Dorsten und Gladbeck dreimal direkt in Landtag gewählt worden um ihre Interessen dort zu vertreten. Genau das habe ich versucht umzusetzen und dazu gehört auch, dass ich meine Meinung äußere, auch wenn ich dabei unangenehme Wahrheiten aussprechen muss. Ein wenig stolz bin ich aber auf das von mir Geleistete. Herausheben möchte ich den Stärkungspakt Stadtfinanzen. Ohne ihn wären auch die Städte Dorsten und Gladbeck Mitte des letzten Jahrzehnts nicht mehr in Lage gewesen, die Grundversorgung der kommunalen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Der Stärkungspakt hat ohne Zweifel zur Entschuldung der Städte in der Emscher-Lippe-Region beigetragen. Leider hat uns die Corona-Pandemie wieder ein Stück zurückgeworfen.  

Wird in der kommenden Woche fortgesetzt

Veröffentlicht am 20.11.2021

 

Gesellschaft Sagen, was man denkt …

Wenn die Schere im Kopf die Oberhand gewinnt

Duckmäuser, ein abwertender Begriff für Menschen, die keine eigene Meinung haben oder sich nicht trauen, sie zu sagen. Sie bilden in der Gesellschaft die Mehrheit. Die schweigende Mehrheit. Es gibt aber auch die anderen, die sich aktiv einmischen, um Verbesserungsvorschläge zu machen, oder um Kritik an bestehenden Verhältnissen zu üben. Diese sind zwar unverzichtbar, werden aber nicht selten, anfangs nur hinter dem Rücken, später auch öffentlich, abwertend be- und verurteilt. Wer da nicht ganz stark ist, wird sich aus dem gesellschaftspolitischen Leben nach und nach zurückziehen. Als vor einigen Tagen das Dorstener Krankenhaus stolz meldete, einen luxuriösen Anbau nur für Privatpatienten zu errichten,  erwachte spontan der Wunsch, das kritisch zu kommentieren. Tendenz: Zweiklassen-Medizin ist von gestern. Jeder Mensch hat nämlich des Recht, die beste medizinische Behandlung zu erfahren. Unabhängig vom Geldbeutel. Da war sie plötzlich - die Schere im Kopf. „Halt dich zurück. Als Kassenpatienten wird dir mindestens das Schüren von Neid vorgeworfen“. Also tief durchatmen und das Gedachte runterschlucken. Gut, dass es aber eine Bürgerin gibt, die anders denkt und in einem Leserbrief (Dorstener Zeitung) deutlich Kritik an unserem Zweiklassen-Gesundheitswesen übt. Sie hat die Schere im Kopf beiseite gelegt und sich offen und öffentlich positioniert. Sie verdient Anerkennung.

Ein selbstkritischer Rhader Zwischenruf

Veröffentlicht am 19.11.2021

 

Landespolitik NRW-Landtagswahl in 6 Monaten

Die Aussichten der SPD - Ein Rhader Blick in die Glaskugel

Laschet war gestern, Wüst heute - und morgen …? NRW galt jahrzehntelang als Herzkammer der Sozialdemokratie. Dann das böse Erwachen, verbunden mit einer krachenden Wahlniederlage. Seitdem ist nichts mehr wie es war. Die SPD-Stammwähler sind nicht mehr, die Basis bröckelt, die Umfragen im Keller. Dann plötzlich die Erkenntnis der Wähler, dass die Konkurrenz auch nur mit Wasser kocht und ihre Versprechungen sich als leeres Stroh herausstellten. Dem CDU-Politiker, der sich besonders mit flotten Sprüchen in den Vordergrund drängte, fiel plötzlich die Erbschaft „Ministerpräsident“ vor die Füße. „Die Schuhe sind deutlich zu groß für ihn“, so nicht wenige Beobachter in Düsseldorf. Und in der Union. Parallel wird die „Wiederauferstehung“ der SPD notiert. Nach den grandiosen Wahlerfolgen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern soll NRW folgen. Mit Thomas Kutschaty steht ein junger und erfahrener Politiker bereit, die Sozialdemokraten an Rhein, Ruhr und Lippe in die Erfolgsspur zurückzuführen. Der langjährige NRW-Justizminister ist nicht nur zuversichtlich, sondern fühlt sich durch die aktuellen Umfragen in seinem Kurs der Erneuerung bestätigt. Und in Dorsten wurde mit Sandy Meinhardt eine junge SPD-Direktkandidatin für den Landtag nominiert, die in einem Wahlkreis antritt, den sich die CDU „unfair auf den Leib geschneidert hat“. Michael Hübner, langjähriger Landtagsabgeordneter für Teile Dorstens und ein guter Freund der Rhader Sozialdemokraten, wird in 6 Monaten den Landtag verlassen. Er, der als Vollblutpolitiker gilt und vorbildlich, sprich unermüdlich die Parteibasis und alle Bürger seines Wahlkreises in seine Aktivitäten einbezogen hat, hat wesentlichen Anteil an der positiven SPD-Entwicklung im Land.

Hinweis: Ab Samstag werden an dieser Stelle drei an Michael Hübner gestellte Fragen der Rhader SPD veröffentlicht.  

Veröffentlicht am 18.11.2021

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007892256 -