Bundespolitik Es tut sich was – innerhalb der SPD

Wer wird die älteste Partei Europas künftig führen? - Dank an NoWaBo

 

Wenn es im Fußballclub nicht läuft, wird der Trainer entlassen. Wenn eine Partei ins Stolpern gerät, wird das Führungspersonal erst in Frage gestellt, dann ausgetauscht. Das, was die SPD in den letzten Jahren zur Genüge kennengelernt hat, macht die Union zurzeit durch. Ungewöhnlich ist aber, wenn sich ein erfolgreicher Vorsitzender wie Norbert Walter-Borjans, respektvoll NoWaBo genannt, von der Spitze der SPD zurückzieht, weil er sein gestecktes Ziel in nur  2 Jahren erreicht hat. Nämlich, die SPD in ruhiges Fahrwasser zu führen, inhaltlich stabil aufzustellen, einen Verjüngungsprozess an „Haupt und Gliedern“ einzuleiten und aus vielen sehr guten Parteimitgliedern, ein Team zu bilden. Wenn dann noch die wichtigste bundespolitische Wahl mit einem ohne Wenn und Aber unterstützten Kanzlerkandidaten Olaf Scholz gewonnen wird, dann kann diese Bilanz kaum getoppt werden. Seine frühzeitig mitgeteilte Bereitschaft, sich nun freiwillig „ins zweite oder dritte Glied“ zu begeben, verdient Respekt und Dank. Wichtig ist, dass durch seine Entscheidung kein Vakuum „da oben“ entsteht, sondern bereits am kommenden Montag ein Lösungsvorschlag präsentiert werden soll. Wenn die Spatzen, die momentan vom Dach pfeifen, die richtige Melodie getroffen haben, dann soll Lars Klingbeil, bisher Generalsekretär der SPD, die Nachfolge von NoWaBo antreten. Und Manuela Schwesig, erfolgreiche Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern könnte, so der Chor der Spatzen, ein neues Vorsitzendenduo komplettieren. Ein fließender, Erfolg versprechender Übergang. Die SPD ist kaum wiederzuerkennen. Respekt!

 

Ein Kommentar aus Rhade 

Veröffentlicht am 05.11.2021

 

Kommunalpolitik Ein ungewöhnlicher Hilferuf aus Rhade in Richtung Rathaus

Warum hat man uns vergessen?

Wir beiden rot-weißen Baken stehen seit Monaten auf der Straße Am Stuvenberg zwischen den Hausnummern 32 und 34 herum, um vor der künstlichen Absenkung im Boden zu warnen. Bisher erfolgreich. Nun wird uns langsam kalt und langweilig. Diejenigen, die uns aufgestellt haben, halten einfach nicht ihr Versprechen, uns wieder abzuholen und den Boden aufzufüllen. Hoffentlich wird dieser Hilferuf der genervten Nachbarn gehört, die der Meinung sind, jetzt soll sich mal der Hartwich kümmern. Und der hat tatsächlich zugesagt, uns Vergessenen eine Stimme zu geben. Vielleicht hilft uns das, den wärmeren und trockenen Bauhof noch vor den erwarteten Nachtfrösten zu erreichen. Gespannt warten wir, wann wer kommt und uns endlich erlöst.

Der ungewöhnliche Hilferuf ist seit Dienstag per E-Mail unterwegs. Über das Ergebnis, sollte es stattfinden, berichten wir aktuell.

Veröffentlicht am 04.11.2021

 

Stadtentwicklung Dorfentwicklung - damit Rhade Zukunft hat

SPD-Vorschläge ergänzen vorliegendes Planungskonzept

Nun ist die wichtigste Frist abgelaufen, um das „Dorfentwicklungskonzept Rhade“ mit weiteren Vorschlägen zu ergänzen. Die Rhader Sozialdemokraten haben die Chance beim Schopf ergriffen, das Papier, obwohl nichtöffentlich, intensiv studiert und 12 Vorschläge zur Erweiterung schriftlich auf den Weg gebracht. Nun liegt es an der Verwaltung und dem beauftragten Planungsbüro Frauns aus Münster, die Rhader Verbesserungsvorschläge aufzugreifen und in das „Finale Konzept“ einzubauen. Abschließend wird es dann im Rahmen des nächsten Bürgerforums am 29. November präsentiert, bevor der Umwelt- und Planungsausschuss sowie der Stadtrat das letzte Wort haben. Hier die SPD-Ergänzungsvorschläge:

  • Radwegenetzplan Schlehenweg – Pättken – Mainstraße mit neuer Brücke sofort als erste Maßnahme umsetzen. (Der Gesamtplan liegt vor)
  • Abschaffung der Straßenbaubeiträge um sicheren Verkehrsraum für alle zu gestalten.
  • Gründung einer Rhader Bürgergesellschaft zur Förderung klimaneutraler Energieformen vor Ort
  • Neue Bebauungspläne nur noch mit Photovoltaik-Dächern ausweisen
  • Baumalleen durch Nachpflanzungen schließen
  • Neue Wohngebiete immer mit sozial geförderten Wohnungen planen
  • Neue Wohnkooperationen (Wohnungssharing) mit umliegenden Universitäten prüfen, um jungen  Menschen hier Wohnraum zu bieten und alten mit Rat und Tat zu unterstützen
  • Verbindliches Bildungs- und Kulturangebot vor Ort vorsehen
  • Waldkindergarten-Gruppen einrichten
  • Einen verantwortlichen Ansprechpartner im Rathaus für alle Rhader Belange benennen
  • Einen verantwortlichen Ansprechpartner bei WINDOR für alle Rhader Unternehmerbelange benennen
  • Halbjährliche Rathaus-Bürgerinformation durch Hauswurfsendung über Rhades Entwicklung festschreiben

Veröffentlicht am 03.11.2021

 

Gesellschaft G20: Eine Geste, ein Gewinner, ein Schrei

Das lange Wochenende und ein Blick zurück

Wenn sich 20 Regierungschefs treffen, um über die Regeln der Welt(Wirtschaft) zu diskutieren und an den Stellschrauben der Macht zu drehen, blicken alle 200 Länder dieser Erde genau hin. Besondere Aufmerksamkeit wurde Angela Merkel (CDU) teil. Nicht nur, dass sie beim letzten Mal dabei war, sondern dass sie ihren wahrscheinlichen Nachfolger Olaf Scholz (SPD) an allen wichtigen Terminen teilnehmen ließ. Eine beeindruckende Geste unserer noch amtierenden Kanzlerin. Olaf Scholz ist, unabhängig von seiner künftigen Aufgabe, der Gewinner der Runde. Jahrelang warb er für eine globale Mindeststeuer, der sich kein Unternehmen mehr entziehen kann. Und nun hat die G20-Runde sein jahrelanges Eintreten für mehr Steuergerechtigkeit beschlossen. Wie gesagt, Olaf Scholz, der Gewinner. Über den Dächern von Rom und den Köpfen der Mächtigen war aber ein andauernder Schrei zu hören. Der Schrei des Weltklimas. Unserer Erde geht es dreckig. Die G20 hat (mal wieder) Absichtserklärungen beschlossen, die jedes (Industrie)Land anders, eigenwillig und egoistisch interpretiert. Aktuell muss die UN-Klimakonferenz in Glasgow versuchen, zu retten, was noch zu retten ist. Und hier wandert der Blick in unsere Stadt und zu uns Bürgern. Wenn wir unser Verhalten nicht ändern, wird der Schrei unseres noch blauen Planeten uns um den lebensnotwendigen Schlaf bringen.

Rhader Gedanken nach einem langen Wochenende mit und ohne politische Weichenstellungen

 

Veröffentlicht am 02.11.2021

 

Gesellschaft Armut und Obdachlosigkeit: Wegsehen löst kein Problem

Gedanken über Solidarität und Hilfsbereitschaft

Bei uns auf‘m Dorf ist die Welt noch in Ordnung. Ein Ausspruch der nicht selten in gemütlicher Runde vor Ort gelassen ausgesprochen und überwiegend mit Kopfnicken bestätigt wird. Er stimmt ja auch. Das bedeutet aber nicht, dass es die in der Überschrift genannten Probleme nicht gibt. Das bedeutet auch nicht, dass wir, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die Augen davor verschließen dürfen. Auch wenn das gnadenlose und vereinfachte Urteil „selber schuld“ immer wieder gelassen ausgesprochen wird, sind wir mitverantwortlich, diese Menschen nicht „vor die Hunde“ gehen zu lassen. Wir verstehen uns als Solidargemeinschaft. Wer wirklich glaubt, ihm oder ihr könne der Absturz nach ganz unten nicht passieren, muss sich die Lebensgeschichten dieser „Ausgestoßenen“ einmal anhören. In Düsseldorf hat sich die Organisation fifty-fifty zum Ziel gesetzt, nicht wegzusehen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Unermüdlich und vorbildlich! Beeindruckend die monatliche Straßenzeitung, professionell gemacht und inhaltlich auf höchstem Niveau, die von Obdachlosen verkauft wird. So entstehen lose Kontakte, etwas Zubrot und das Gefühl, doch noch ein klein wenig dazuzugehören. Corona hat aber diese bisher erfolgreiche Geschäftsidee ins Wanken gebracht. Eine Katastrophe für die Verkäufer. Um den Einbruch etwas abzufedern, haben die „Macher“ von fifty-fifty parallel die monatliche Zeitung digitalisiert. Nicht mehr als 38 Euro kostet das Jahresabo für 12 (!) Ausgaben, das ohne Übertreibung das Prädikat „Spitzenqualität“ beanspruchen darf. Die Rhader Sozialdemokraten bitten die Leser dieser Internetseite um Unterstützung von fifty-fifty mit einer Spende oder/und um Abschluss des genannten Abos. Über die Situation in Dorsten, über Armut und Obdachlosigkeit vor Ort, wird in Kürze gesondert berichtet.

Rhader Gedanken an einem hohen christlichen Gedenktag

Weitere Informationen https://www.fiftyfifty-galerie.de/

 

Veröffentlicht am 01.11.2021

 

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