Rheinisch Westfälische Wasserwerksgesellschaft erhält neuen Dorstener Konzessionsvertrag
Das Kürzel RWW steht für die Rheinisch Westfälische Wasserwerksgesellschaft. Eine GmbH. Gesellschafter sind unter anderem die Städte Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck und der Kreis Recklinghausen. Dorsten gehört seit Jahrzehnten zum Versorgungsgebiet der RWW mit Trinkwasser. Per Vertrag erhält RWW die zeitlich befristete Konzession, Wasser zu fördern und als Trinkwasser zu verkaufen. Vor Ablauf des Vertrages wurde in unserer Stadt kurz diskutiert, ob ein Versorgerwechsel möglich und sinnvoll sei. Die Verwaltung hat bereits 2019 dem Stadtrat dazu eine umfangreiche Diskussionsgrundlage vorgelegt, die klar in Richtung Verlängerung mit RWW tendierte. Während in Nachbarstädten wie Herten, Borken und Haltern eigene Stadtwerke nicht nur die Energieversorgung in Eigenregie verwalten, gehört auch die Wasserversorgung dazu. Wäre Dorsten gut beraten gewesen, auch hier einen Umstieg ins Auge zu fassen? Nachdem das Strom- und Gasnetz durch Initiative der hiesigen SPD bereits in eine eigenständige Netzgesellschaft überführt wurde, ist es beim Wasser schwieriger - aber nicht unmöglich. Eine genauere Prüfung fand aber nicht statt, weil die oben genannte Vorlage der Verwaltung so eindeutig pro RWW ausfiel, dass der Rat vor kurzem ohne weitere Diskussion einer 30jährigen Verlängerung mit RWW zustimmte. Das kommunalpolitische Ziel, von der SPD vor Jahren angestoßen, nach und nach wieder ein eigenständiges „Dorstener Stadtwerk“ aufzubauen, scheint hier (noch) nicht mehrheitsfähig zu sein.
Eine kritische Stellungnahme aus Rhade in Richtung Dorstener Rathaus
Veröffentlicht am 11.08.2021
Hagener Kinderschutzbund erhält beeindruckende Geld- und Sachspenden
Der Hilferuf war bis nach Rhade zu hören. In Hagen haben die verheerenden Fluten auch den dortigen Kinderschutzbund „unter Wasser gedrückt“. Alles, was für das neue Schuljahr bereits vorbereitet war, wurde von den Fluten fortgerissen oder unbrauchbar geschädigt. Darunter 300 Schultornister. Leidtragende wären die zu betreuenden Kinder gewesen. Dass es nicht dazu kommt, ist unter anderem Stefan Wilken aus Rhade zu verdanken. Zusammen mit Michael Jäger organisierten sie von jetzt auf gleich eine Solidaritätsaktion, die unseren Dank und Respekt uneingeschränkt verdient. Neben Materialien für eine Kinderfreizeit, Sachspenden für die Helfer vor Ort, konnten auch 50 Schulranzen und ein Scheck über 1250 Euro überreicht werden. Das alles in wenigen Tagen. Stefan Wilken, der auch Vorsitzender des Rhader Skatclubs 69 ist, stellte sogar kurzfristig ein Skatturnier mit 44 Skatbrüdern auf die Beine. Die Bilanz: 400 Euro für den Kinderschutzbund Hagen. Michael Jäger kommentierte die gesamte Solidaritätsaktion mit dem Wort „sensationell“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass Stefan Wilken und Michael Jäger auch zwei von uns Rhader Sozialdemokraten sind. Wir können stolz auf sie sein.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 10.08.2021
Nichts ist unmöglich
Keine 50 Tage vor der Bundestagswahl am 26. September ist erkennbar, wer mit wem koalieren könnte und wer dann die Kanzlermehrheit im Bundestag erzielen würde. Die Vorhersagen des Frühjahrs haben sich in Luft aufgelöst. Werfen wir heute mal einen Blick in die Glaskugel und versuchen eine Vorhersage.
- Rot - Rot - Grün: Wird nicht kommen. Die Linke beweist weiter, nicht regierungsfähig zu sein und auch im inneren ihres Herzens gar nicht regieren zu wollen.
- Schwarz - Rot - Gelb: Wird nicht kommen. Der Wunsch der FDP ist verständlich, für die SPD wäre eine erneute Koalition mit der Union tödlich.
- Schwarz - Gelb: Unwahrscheinlich, weil die FDP von Unionsstimmen lebt. Was dort gewonnen wird, verliert die Union. Eine Zweiermehrheit ist nicht in Sicht.
- Schwarz - Grün oder Grün - Schwarz: Ein Zweierbündnis wird vermutlich rechnerisch und inhaltlich nicht reichen.
- Rot - Grün: Nur möglich, wenn SPD weiter zulegt und die Grünen nicht weiter abstürzen.
- Rot - Grün - Gelb: Möglich, wenn der Kanzler Olaf Scholz heißen wird. Die FDP wird dann über ihren Schatten springen, wenn es keine grüne Kanzlerin geben wird.
Fazit: Keine 50 Tage vor der Wahl ist seriös vorhersagbar, wer am 26. September als wirklicher Wahlgewinner gelten wird. Wenn es der SPD gelingt, weiter mit Olaf Scholz zu punkten, dann ist die letztgenannte Variante zur Zeit die wahrscheinlichste. Der Blick in die Glaskugel wird in regelmäßigen Abständen wiederholt.
Ein Rhader Blick in die Glaskugel
Veröffentlicht am 09.08.2021
Während die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) versucht, das westliche Allianzabenteuer in Afghanistan schönzureden, wird sie von der Wirklichkeit gnadenlos eingeholt. Nötig ist eine schonungslose Analyse über die Aufgabe unserer Bundeswehr.
Veröffentlicht am 08.08.2021
Die Zeit rennt. Die Ereignisse überschlagen sich. Was bleibt davon in Erinnerung?
- Es brennt an allen Ecken. Temperaturen nahe 50 Grad Celsius im südlichen Europa
- Weitere Aufräumarbeiten in deutschen Überflutungsgebieten. Was hätte vermieden werden können, wenn das Warnsystem funktioniert hätte?
- Drei Kanzlerkandidaten werben um Zustimmung. Zwei sind selbstverschuldet in die Defensive geraten. Nur Olaf Scholz (SPD) beeindruckt die Öffentlichkeit
- Olympia in Japan. Deutscher Trainer nennt Radrennfahrer aus Arabien Kameltreiber. Deutsche Trainerin empfiehlt beim Pferd mal richtig draufzuhauen, damit es endlich springt. Da ist Zusatztraining erforderlich
- Corona und kein Ende. Die DELTA-Variante geht um. Die Impfkampagne stockt. Impfgegner müssen mit Einschränkungen rechnen. Verquerdenker beunruhigen
- Rhader Dorfentwicklung macht weiter nur auf dem Papier Fortschritte. Die praktische Umsetzung stockt seit Jahren.
- Dorstener CDU-Fraktion fordert Klimaschutz-Workshop. Die gleiche Fraktion hat das vorliegende Klimaschutz-Konzept mit erarbeitet und verabschiedet. Schon vergessen?
- In Dorsten soll der TISA-Brunnen wieder aufgebaut werden. In der Standortfrage wurde anscheinend hinter den Kulissen getrickst. Von der hochgelobten Bürgerbeteiligung bleibt nur ein bitterer Beigeschmack
Fazit: Wir blicken nach vorn und freuen uns auf die neue Woche.
Rhader Sonntagsgedanken
Veröffentlicht am 08.08.2021