Kommunalpolitik Tisa-Brunnen: Was würde Schwester Paula zu dieser Diskussion sagen?

Eine Stadt und die peinliche Suche nach Identität

Nun haben die gewerblichen „Stadtfeste-Macher“ gesprochen. Obwohl mit „städtischen“ Veranstaltungen „kein Gewinn zu machen“ ist, wollen sie die öffentliche Marktplatzfläche ganz für sich alleine. Ohne den Brunnen, der in der überörtlichen Literatur über Schwester Paula - Tisa von der Schulenburg, ohne jede Einschränkung als besonderes Kunstwerk beschrieben wird. Kein weiteres Wort mehr zu den „Geschäfte-Machern“. Dafür nochmals der Kommentar, der bereits am 10. Mai auf dieser Seite veröffentlicht wurde: 

Dorsten: Schwester Paula und der Brunnen - Die öffentliche Diskussion ist in Teilen peinlich 

Schwester Paula (Tisa) ist in der Lippestadt ein Begriff. Sie hat immer „gegeben“ und wurde dafür zur Dorstener Ehrenbürgerin ernannt. Ihr künstlerisches Werk ist vielfältig und international anerkannt. Nun gilt es, „ihr Erbe“ so zu verwalten, dass ihre Botschaft, jederzeit für inneren und äußeren Frieden einzutreten, über den Tag hinaus Bestand hat. Seit Monaten wird aber eine peinliche öffentliche Diskussion darüber „gepflegt“, ob das von ihr geschaffene Brunnenkunstwerk, das der Neupflasterung des Marktplatzes weichen musste, wieder aufgebaut werden sollte. Der Stadtrat hat sich inzwischen positioniert und plädiert für eine Kopie des Brunnens an gleicher Stelle oder einen ähnlichen Brunnen, der Tisas Wirken würdigt. „Wie würdest du entscheiden?“, lautete mehrfach der Aufruf der Verwaltung an die Bürger unserer Stadt, sich einzumischen. Was gut gemeint war, bekommt aber inzwischen eine peinliche Note. Wer für mehr Gastronomieplätze auf dem Markt wirbt und dafür den Brunnen opfern will, hat nicht verstanden, was die Attraktivität einer Stadt ausmacht. Anstatt mit dem Leben und Wirken der Ehrenbürgerin Schwester Paula als ein Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt zu werben, leisten wir uns eine andauernde und überflüssige Diskussion. Je länger sie anhält, je mehr entfernen wir uns von Schwester Paulas Botschaft. Peinlich.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 21.05.2021

 

Stadtentwicklung Schildbürgerstreich in Rhade?

Hinweisschilder für Radfahrer favorisieren die Straße anstatt den vorhandenen Radweg

 

Ein wichtiger Rhader Knotenpunkt (37) für Radfahrer ist der Kreuzungsbereich an der Bahnlinie  Feldstraße/Schlehenweg. Genau hier kreuzen sich die 100-Schlösser-Route und die Naturpark Hohe Mark-Route, um danach in getrennten Richtungen Rhade zu queren und zu verlassen. Neue Schilder und eine Übersichtskarte (Foto) helfen, sich zurechtzufinden. Ein weiterer positiver Schritt in die richtige Richtung, Rhade als Naherholungsgebiet kennen und schätzen zu lernen. Nicht verständlich ist aber, dass die Radler, um der Naturparkroute in südlicher Richtung zu folgen, über die Feldstraße geschickt werden. Parallel bietet sich viel besser und sicherer der Radweg Gemener Straße entlang der Bahnlinie an. Besonders deshalb, weil er genau an einer Fußgängerquerungsampel vor der gefährlichen Lembecker Straße endet, die so sicher überquert werden kann. Es ist nicht nur der direktere Weg zum Bahnhof und weiter in Richtung Dorsten und Schermbeck, sondern, genau hier wurde vom Rhader Bürgerforum in Zusammenarbeit mit der Stadt, eine informative Tafel aufgestellt, um Rhade vorzustellen und für die attraktive Radspange bis zur Römer Lippe-Route zu werben. So wird sie für die Zielgruppe "externe Radfahrer" ohne Funktion bleiben. „Eine zeitnahe Korrektur wäre sinnvoll und angebracht“, so ein Rhader Bürger und Radler. Diese Anregung ist inzwischen im Rathaus angekommen. Eine Überprüfung wurde signalisiert.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 20.05.2021

 

Olaf Scholz - der SPD-Kanzlerkandidat. Foto: Photothek spd.de Bundespolitik RESPEKT

RESPEKT - DAS IST MEINE IDEE FÜR UNSERE GESELLSCHAFT. DAFÜR KÄMPFE ICH MIT LEIB UND SEELE, MIT HERZ UND VERSTAND.

Ich will, dass wir gut durch die Krise kommen und kraftvoll durchstarten können – und unser Land nach vorne bringen, die großen Zukunftsfragen lösen. Ein starkes, soziales Land für uns alle – mit Respekt voreinander. Mit gerechten Steuern, guten Arbeitsplätzen und Löhnen. Ich will mutige Schritte zur Rettung des Klimas gehen. Natürlich können wir nicht alles allein lösen. Lasst uns Europa sozialer und stärker machen. Deutschland in eine gute Zukunft führen und unsere Demokratie stark machen – darum geht es.

Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat

(www.spd.de)

Veröffentlicht am 19.05.2021

 

Kommunalpolitik Leitungsnetze: Schermbeck folgt dem Beispiel Dorsten

Eine Gelegenheit, sich zu erinnern - Widerstände kamen überwiegend von der CDU und aus dem Rathaus

Immer dann, wenn eine Kommune finanziell klamm war, wurde das Tafelsilber verkauft. Die eigene Energieversorgung und Verteilung wurde aufgegeben, börsennotierte Unternehmen übernahmen. Andere hielten durch und profitierten wegen ihrer Weitsicht. In Dorsten waren es die Sozialdemokraten, die frühzeitig (2010) daran erinnerten, den abgeschlossenen Stromnetz-Vertrag mit RWE nicht zu verlängern, sondern das Netz zu kaufen und damit den Wiedereinstieg in eigene Stadtwerke einzuleiten. Fachlich bestens vom „Verband kommunaler Unternehmen VKU“ unterstützt, begann die SPD in Dorsten „dicke Bretter zu bohren“. Hans-Udo Schneider, damals Bürgermeisterkandidat der SPD und von den Grünen unterstützt, hat mit dem Begriff „Kommunale Energiewende“ offensiv geworben. Der Gegenwind, von der CDU und dem Rathaus entfacht, hatte Sturmstärke, warf aber die besseren Argumente nicht um. Heute ist die Dorstener Netz-GmbH eine finanzielle Erfolgsgeschichte für die Lippestadt. Dass Schermbeck dieses Modell jetzt kopiert, ist folgerichtig. Interessant ist dabei, dass der Dorstener Noch-Kämmerer Hubert Große-Ruiken, übrigens parallel stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU in Schermbeck, einer der Geschäftsführer der neuen Schermbecker Gemeindewerke GmbH werden soll. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an Gespräche im Rathaus, die von Mitgliedern des sozialdemokratischen Arbeitskreise „Energie - Klima - Umwelt“ u. a. mit Wolfgang Quallo und Hubert Große-Ruiken mehrfach geführt wurden. Es kostete viel Kraft und Zeit, beide zu überzeugen. Heute sieht es so aus, als wäre ihre Weitsicht im Rathaus geboren worden. Manchmal tut es gut, auch nach mehr als 10 Jahren an den wahren Sachverhalt zu erinnern.

Dirk Hartwich - langjähriger Koordinator des überparteilichen Dorstener Arbeitskreises „ENERGIE - KLIMA - UMWELT“

Veröffentlicht am 18.05.2021

 

Gesellschaft Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident - Bitte genau hinhören!

»Unser Grundgesetz garantiert das Recht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Wer aber auf unseren Straßen Fahnen mit dem Davidstern verbrennt und antisemitische Parolen brüllt, der missbraucht nicht nur die Demonstrationsfreiheit, sondern der begeht Straftaten, die verfolgt werden müssen«.

Veröffentlicht am 17.05.2021

 

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