Kanzlerin übernimmt die Verantwortung – Die Republik hat den Atem angehalten
Reden, bzw. schreiben wir nicht drum herum. Corona fordert die Politik in nie gekanntem Ausmaß. Seit Monaten wird klar, dass unsere Organisation von oben nach unten nicht richtig funktioniert. Föderalismus genannt. Politiker, die zuviel versprechen (Jens Spahn), Ministerpräsidenten, die bei Konferenzen lieber mit dem Handy spielen (Bodo Ramelow) und christdemokratische Abgeordnete, die die Hand aufhalten. Der Glaube, dass alles gut wird, ist nachhaltig erschüttert. Es ist aber nicht nur die Kanzlerin, die um Verzeihung bitten müsste. Es sind auch die Ministerpräsidenten aller 16 Bundesländer, die in sehr kurzen Abständen zeigen, dass ihre gemeinsamen Beschlüsse nicht mal 24 Stunden Bestand haben. Sie sind es, die verantwortlich sind, was in den Kommunen an Verordnungen ankommt. Hand aufs Herz, wer blickt da noch durch? Erinnern wir uns, worum es geht. Das Corona-Virus hat bisher in Deutschland 75.000 Menschen getötet. Und es werden nochmals Tausende dazu kommen. Karl Lauterbach, SPD-Politiker und Gesundheitsexperte hat es auf den Punkt gebracht: "In der jetzigen dramatischen Lage ist Parteipolitik unangebracht. Stattdessen Kräfte bündeln und so Menschenleben retten". Ein jetziger Rücktritt von Angela Merkel würde die Lage komplett aus dem Ruder laufen lassen.
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 25.03.2021
Einer, der immer mehr in den Mittelpunkt des politischen Geschehens rückt
Wer Olaf Scholz trifft, ist von seiner Persönlichkeit beeindruckt. Ein sozialdemokratischer Politiker, lange im „Geschäft“, hat nichts von seiner Natürlichkeit verloren. Er ist beharrlich, ohne arrogant zu sein. „Großes schaffen wir nicht mit „Klein-Klein“, sondern mit guten Ideen, Erfahrung und Mut“, so sein Anspruch. „Ich will, dass wir gut durch die Krise kommen und kraftvoll durchstarten können – und unser Land nach vorne bringen, die großen Zukunftsfragen lösen. Ein starkes, soziales Land für uns alle – mit Respekt voreinander. Mit gerechten Steuern, guten Arbeitsplätzen und Löhnen. Ich will mutige Schritte zur Rettung des Klimas gehen. Natürlich können wir nicht alles allein lösen. Lasst uns Europa sozialer und stärker machen. Deutschland in eine gute Zukunft führen und unsere Demokratie stark machen – darum geht es.“
Bringen wir es auf den Punkt: Olaf Scholz kann Kanzler.
Eigener Bericht. Zitate übernommen von www.spd.de
Veröffentlicht am 24.03.2021
Veröffentlicht am 23.03.2021
Fördermittel sind kein Geschenk – es sind Steuergelder
In Dorsten werden Millionen investiert. Fußgängerzone, Bahnhof, Park Maria-Lindenhof – nur 3 von vielen Beispielen. Geld ist anscheinend genug vorhanden. Fördergelder fließen. Inzwischen verstärkt sich der Eindruck, dass jetzt dafür in der Mitte sogar Objekte krampfhaft gesucht werden. Nun soll der Stadtwald Barloer-Busch zu einem Erlebniswald aufgemotzt werden. Wenn schon der pensionierte Stadtförster Bernhard von Blanckenburg stirnrunzelnd hinterfragt, ob das Geplante dem Wald und seinen Besuchern wirklich gut tut, dann sollte diese Warnlampe Rat und Verwaltung zum Nach- und Überdenken zwingen. Dirk Hartwich hat dazu folgende Anmerkung verfasst:
Die öffentliche Diskussion über die geplante „Erschließung“ des Stadtwaldes Barloer-Busch möchte ich mit sehr wenigen Auszügen und geringer Abwandlung des Gedichtes von Matthias Claudius, „Der Mond ist aufgegangen“, ergänzen. Die Positionierung des ehemaligen Stadtförsters Bernhard von Blanckenburg, der auch bei der Erstellung des Dorstener Klimaschutzkonzeptes mitgewirkt hat, ist ohne Abstriche zu unterstützen.
Der Wald steht schwarz und schweiget.
Wie eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.
Wir stolzen Menschenkinder,
Wir spinnen Luftgespinnste
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.
Lass uns doch ruhig schlafen!
Veröffentlicht am 23.03.2021
Bombenhagel zerstörte die Stadt
Nie wieder Krieg! Ein Versprechen, an das immer wieder neu erinnert werden muss. Es war Nazi-Deutschland, das 1939 die Nachbarstaaten überfiel und für millionenfachen Tod verantwortlich zeichnete. Um den Fanatismus und das Morden der Nazis endlich zu beenden, warfen die Alliierten auch Bomben über deutschen Städten ab. Die Lippestadt wurde heute vor 76 Jahren in Schutt und Asche gelegt. 47 Tage später, am 8. Mai, kapitulierte Deutschland. Der 2. Weltkrieg war zu Ende. Nach und nach wurden die fassungslos machenden Gräueltaten der Nazi-Mörder sichtbar. Wir Dorstener haben die Pflicht, am heutigen 76. Jahrestag der Bombardierung uns in Erinnerung zu rufen, dass „Krieg niemals ein Mittel der Politik sein darf“, Willy Brandt anlässlich der Friedensnobelpreis-Verleihung 1971.
„Der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben“, so auch Gustav Heinmann (SPD), der zwischen 1969 und 1974 unser Bundespräsident war. Ein Vermächtnis, das gleichwertig neben dem beeindruckenden Plakat von Käthe Kollwitz mit der Inschrift „Nie wieder Krieg“ steht.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 22.03.2021