Workshop zur Stadtteilrahmenplanung mit überzeugenden Zukunftsideen
Vor genau zehn Jahren produzierten viele Rhader Bürger in 5 Arbeitsgruppen Zukunftsideen für ihren Lebensmittelpunkt. Eingeladen hatte die Stadtverwaltung, die damit einer hartnäckigen Forderung der Rhader SPD folgte. Ein Blick in die 108. Ausgabe der „SPD-Nachrichten für Rhade“ erinnert an Erstaunliches. Die Arbeitsgruppe Wirtschaft - Versorgung - Tourismus ließ sich von der Idee, Raus aus dem Dornröschenschlaf leiten. Eine andere Gruppe mit der Bezeichnung Verkehr setzte sich zum Ziel: Warum nicht Rhade mal zum Modell für Dorsten ausrufen? Dann die Gruppe Soziales - Bildung. Kenn‘ ich nicht - gibt es nicht - lernen ist mehr als Schule, lautete deren Ziel. Die Gruppe Stadtentwicklung und Gestaltung fragte provokativ, ob Rhade nur Wohn- und Schlafstadt sein sollte. Ihre Antwort, dass da mehr drin ist, zeigte Mut zur Veränderung. Natur - Umwelt - Freizeit war der Name der nächsten Arbeitsgruppe. Hier stellen wir das Ergebnis ihrer Überlegungen in einem Satz zusammen: Es geht darum, das Natürliche unserer Landschaft zu erhalten und dennoch kein abgeschlossenes Reservat zu schaffen!
Heute zerbrechen sich wieder Rhader Bürger den Kopf, was zu tun sei, um unseren Lebensmittelpunkt zukunftsfähig zu machen. Diejenigen, die vor 10 Jahren dabei waren, runzeln die Stirn, weil sie erkennen, dass die Fragestellungen sich nicht verändert haben und die heutigen Antworten nahezu deckungsgleich sind.
Ein kritischer Zwischenruf eines Rhader Workshopteilnehmers
Veröffentlicht am 27.01.2021
Corona-Kompetenzwirrwarr beginnt zu nerven - SPD stellt berechtigte Fragen
Als die SPD kritische Fragen zur holprigen Impfaktion und der Verantwortung des zuständigen Gesundheitsministers stellte, wurde sie in die falsche Ecke gestellt. „Wohl beginnender Wahlkampf“, so die gestreute öffentliche Kritik - an der SPD. Heute wissen (fast) alle, dass die Fragen berechtigt waren - und sind. Betrachten wir das Impf-Anmeldeverfahren. Jedes Bundesland verfährt nach eigenen Regeln. Die Klagen über die Nichterreichbarkeit sind aber bei allen gleich. Unsere Kreisverwaltung schiebt den schwarzen Peter an die Kassenärztliche Vereinigung. Nur sie nimmt Terminwünsche unter T. 0800-11611702 und www.116117.de entgegen. Ohne Impfstoff aber keine Termine. Hier kommt wieder der Gesundheitsminister „ins Spiel“. Er verweist auf Brüssel. Die EU habe für alle 27 Mitgliedsländer die Verträge abgeschlossen. Warum plötzlich aber alle Hersteller Lieferprobleme haben, ist nicht nachzuvollziehen. Der Verdacht, dass Staaten außerhalb der EU bereits zugesagte Hersteller-EU-Kontingente mit höheren Preiszusagen „abgegriffen“ haben könnten, scheint tatsächlich nicht unmöglich zu sein. Das wäre mit „wasserdichten“ Verträgen und vereinbarten Vertragsstrafen eigentlich auszuschließen gewesen. Eigentlich. Die SPD ist gut beraten, weiterhin konstruktiv an der Bewältigung der grassierenden Pandemie mitzuwirken. Das schließt berechtigte Kritik an dem unübersehbaren Kompetenzwirrwarr und auch dem Minister Spahn nicht aus.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 26.01.2021
Ein neuer Mobilitätsplan für ganz Dorsten und die Zeitschiene
Wer eine kommunale Verkehrswende will, kommt ohne genaue Planung und Modellrechnung nicht weiter. Entsprechende Dorstener Überlegungen kommen jetzt in die Phase der Ausschreibung, um Experten mit dieser „Jahrhundertaufgabe“ zu betrauen. Sollte dann der Beschluss im Rat gefasst werden, wird es Monate und länger dauern, bis über die Vorstellungen und Vorschläge öffentlich diskutiert werden kann. Dass eine mögliche Projekt-Umsetzungszeit nochmals dazu addiert werden muss, leuchtet ein. Diese Zeitachse kollidiert aber mit den gerade abgefragten Bürgerhinweisen in Rhade und Lembeck, um den ländlichen Bereich jetzt zu stärken. Mit 100 von 400 kritischen Eingaben dominiert das Thema Verkehr deutlich. Wenn aber dieser Bereich in der aktuellen Rhader/Lembecker Planungsphase wegen des zu erwartenden Dorstener Mobilitätsplans in die Warteschleife geschickt wird, dann wird die Enttäuschung vor Ort (nicht zu ersten Mal) riesengroß sein. Kommunale Bürgerbeteiligung ist ein zartes Pflänzchen, das ohne verlässliche Wachstumsunterstützung erst die Blätter verliert, um dann einzugehen. Öffentliche Aufklärung tut not.
Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 25.01.2021
Ermutigung und Motivation, nicht und niemals aufzugeben
Am Mittwoch wurde der neue US-Präsident vereidigt. Weltweit große Aufmerksamkeit erhielt dabei auch eine 22jährige Dichterin. Die letzten Zeilen sind eine wunderbare Ermutigung, positiv zu denken und zu sein. Privat, beruflich, politisch.
Es gibt immer Licht,
wenn wir mutig genug sind,
es zu sehen,
mutig genug,
es zu sein.
Amanda Gorman
Veröffentlicht am 24.01.2021
Michael Hübner (SPD-MdL) kennt Höhen und Tiefen des Berufs
Gestern noch der Rückschlag, Michael Gerdes (MdB) zu beerben, heute eine neue Aufgabe im Ruhrparlament. Die Pressemitteilung im Wortlaut:
„Michael Hübner ist neuer wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD im Ruhrparlament!“
„Ich freue mich sehr, dass die SPD-Fraktion im Ruhrparlament mir das Vertrauen ausgesprochen hat und mich zu ihrem wirtschaftspolitischen Sprecher gewählt hat. Das Ruhrgebiet steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. Wir müssen es schaffen, dass heute die Weichen für den wirtschaftlichen Erfolg von morgen gestellt werden. Dazu gehört vor allem der ökologische Umbau des Ruhrgebiets zur grünsten Industrieregion Europas. Die Förderung der Wasserstofftechnologie nimmt dabei eine Schlüsselposition ein. Deshalb brauchen wir eine Förderungsoffensive, sozusagen eine mit Landes- und Bundesmitteln geladene „Förderungs-Bazooka“ für die Umstellung auf die Wasserstofftechnologie. Das weitverbreitete „Kirchturmdenken“ im Ruhrgebiet sollte endlich aufgegeben und die interkommunale Zusammenarbeit zu einer Selbstverständlichkeit werden. Die dadurch entstehenden Synergieeffekte müssen wir nutzen, um die städtischen Haushalte zu entlasteten. Bei der Neuaufstellung des Regionalplanes muss das Ruhrparlament die größtmögliche Geschlossenheit an den Tag legen um die größtmögliche Akzeptanz in den Kommunen zu erreichen. Ich werde dazu meinen vermittelnden Beitrag leisten!“
Veröffentlicht am 23.01.2021