Bundespolitik Bundestagswahl im September - Die Karten werden überall (neu) gemischt

In Dorsten treffen aber bekannte Kandidaten gegeneinander an

 

Das wird eine Zeitenwende am 26. September. Angela Merkel wechselt aus dem Kanzleramt ins Private. Olaf Scholz (SPD) will dort „als Nachmieter“ einziehen. Die Chancen  stehen nicht schlecht, weil die Konkurrenz sich noch sortiert. Vorher muss die SPD aber in der Fläche Bundestagsmandate gewinnen. In vielen Wahlkreisen werden Newcomer antreten. Eine „Blutauffrischung“ kann auch der Politik gut tun. Im Wahlkreis Bottrop/Gladbeck/Dorsten setzen SPD und CDU aber auf Bewährtes. Michael Gerdes hat bereits mehrfach bewiesen, wie ein Wahlkreis direkt zu gewinnen ist. Er ist übrigens seit Jahren der einzige Bundestagsabgeordnete, der die Berufsbezeichnung Arbeiter trägt. Sein (Dauer)Konkurrent ist Lehrer, wohnt aber gar nicht im Wahlkreis und durfte sich bisher nur als zweiter Sieger fühlen. Interessant ist, dass bei den Christdemokraten die Zukunftsfäden anscheinend in Dorsten gesponnen werden. Einer endet im Rathaus. So tritt im Nachbarwahlkreis ein Kandidat an, der nur kurz im hiesigen Rathaus Berufserfahrung sammeln durfte, ohne aber nachhaltige Zeichen gesetzt zu haben. Es gibt nicht wenige in der Lippestadt, die fest damit rechnen, dass aber bei der übernächsten Bundestagswahl derjenige hier antritt, der aktuell einem Parteifreund (als Platzhalter?) den bisherigen parteipolitischen Weg geebnet hat.

 

Ein Rhader Blick in die Zukunft

Veröffentlicht am 21.01.2021

 

Gesellschaft Woher unsere Straßen ihre Namen haben – heute: Graf von Merveldt-Straße

Wo Geschichte uns täglich (unbewusst) begegnet

 

Die Verwaltung teilt uns auf eine Anfrage 1986 folgende Hintergrundinformation zur Rhader Graf von Merveldt-Straße mit:

  • Stichstraße (Am Kalten Bach) von Holtkamp nach Norden.
  • Geschichte: Familie von Merveldt seit 1668 Reichsfreiherrn, seit 1727 Reichsgrafen, 1702 Einheirat in ausgestorbene Familie von Westerholt, dadurch Erwerb des Schlosses und der Herrlichkeit Lembeck.
  • Bedeutende Vertreter der Familie: Maximilian Friedrich von Merveldt, 1764 – 1815, geboren in Münster, gestorben in Oxford, beigesetzt in Familiengruft in St. Michaelis Kapelle (Lembeck), Offizier, besondere Leistungen im Türkenkrieg 1787 – 1792, 1790 Eintritt in den Deutschritterorden, Feldmarschall in Österreich, bereitete Freiheitskrieg 1813 gegen Napoleon vor.
  • Felix Graf von Merveldt (1862 – 1926), Landrat des Kreises Recklinghausen (1894 – 1913), widmete sich u. a. besonders dem Ausbau der Straßen (u. a. Wulfener Straße), Regierungspräsident Münster, verwandt mit den Herren auf Schloss Lembeck, Gründung von Wasser und Bodenverbänden, Mitglied des Reichstags bis zum Tod

Anmerkung der Rhader SPD: Dass personenbezogene Straßennamen auch dem politischen Zeitgeist entsprechen, und somit sehr problematisch sein können, zeigen viele Beispiele nachträglicher Umwidmung. Eine historische Überprüfung und Neubewertung ist immer im Blickfeld zu behalten.

Veröffentlicht am 20.01.2021

 

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