Bundespolitik Corona: Politik und Wissenschaft – Hand in Hand

Michael Gerdes, SPD-MdB antwortet auf eine interessante Frage aus Rhade

 

„Wer regiert eigentlich in unserem Land? Die Virologen oder unsere Abgeordneten?“ Eine explosive Frage, aber eine berechtigte. Gut, dass unser Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes klar stellt, dass die Virologen und Wissenschaftler aufklären und beraten, die Politik aber entscheidet. Er tritt überzeugend dem Eindruck entgegen, dass in der grassierenden Corona-Pandemie die Wissenschaftler die gewählten Abgeordneten vor sich her treiben. Sein Antwortbrief im Wortlaut:

 

Ich bin froh, dass es Virologen gibt und diese das Virus erforschen. Ohne die entsprechende Forschung wären wir dem Virus schutzlos ausgeliefert. Ohne die Forschung gäbe es keinen Impfstoff. Ohne die Wissenschaft gäbe es keine Fortschritte bei der Behandlung von Covid-Patienten.
Die hohen Infektions- und Todeszahlen geben Anlass zu Sorge, noch mehr als im Frühjahr 2020. Da würde ich als Virologe auch warnen und mahnen. Das ist ihre Aufgabe. 
Sicherlich verzerrt die mediale Berichterstattung das Bild, weil täglich Interviews zum Stand der Forschung gegeben werden. Ich kann aber versichern, dass Virologen die Politik nur  beraten. Die Entscheidungen fällen sie aber nicht. Sonst würden das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten nicht so hart um Maßnahmen ringen. Sonst hätte der Bundestag nicht so intensiv um das Bevölkerungsschutzgesetz gestritten. Auch die verschiedenen Hilfspakete zur Milderung der Folgen der Pandemie (Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfen, Steuermaßnahmen etc.) kommen nicht von Virologen sondern von der Politik.

Glückauf aus Berlin
Michael Gerdes

 

 

Veröffentlicht am 12.12.2020

 

Stadtentwicklung Wohin gehst du - Rhade? (Teil 10)

Welche Funktion soll Rhade innerhalb Dorstens einnehmen? - Zielformulierungen aus dem gültigen Rhader Rahmenplan

  • Die ländlich-dörfliche Prägung ist zu erhalten und attraktiver zu gestalten
  • Der historische Dorfkern rund um die Urbanuskirche ist zu schützen
  • Der Durchfahrtsverkehr ist durch Straßenraumgestaltung zu entschleunigen
  • Der hohe Freiraumanteil ist zu bewahren
  • Förderung des sanften Tourismus unter Wahrung der Naturschutzgebiete
  • Weitere Bebauung nur zur Abrundung gewachsener Siedlungsbereiche
  • Mit mehr städtischer Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements soll die gute Lebensqualität vor Ort gesichert und ausgebaut werden
  • Die Stärke Rhades ist seine Lage im Grünen. Die städtische Wirtschaftsförderung muss das vorhandene Entwicklungspotenzial auf diesem Gebiet aktiver begleiten
  • Rhade - ein Dorf mit Zukunft (Seite 55 Rahmenplan)
  • Rhade - ein starkes Dorf (Seite 57 Rahmenplan)

Wird in den nächsten Tagen mit den im Rhader Rahmenplan dokumentierten Planungs- und Entwicklungszielen fortgesetzt

Veröffentlicht am 11.12.2020

 

Allgemein Wie umgehen mit der Rechtsaußenpartei?

(Tot)schweigen funktioniert nicht immer - Ein Gastbeitrag und Nachdenk-Kommentar von Bertold Hanck

Nachklang zum AfD-Parteitag in Kalkar

Da sind sie nun also, die von Björn Höcke aus taktischen Gründen kaum attackierten „bürgerlichen“ Mehrheits-AfD-Beschlüsse aus Kalkar. Herr Meuthen hat ein wenig mit dem rechten Zeigefinger gedroht, aber nichts Konkretes gegen die Vielfachleugner von Demokratie, Rechtsstaat und Pandemie unternommen.

So darf der Kreis der selbsternannten „krass verfolgten Vaterlandsretter“ um das unanständige Sophie-Scholl-Double Julia aus Kassel genauso wie der der NPD nahe stehende Flügel-Hetzer-Club aus dem herrlichen Ostland auf weiteren Aufwind hoffen.

Sie werden auch in Zukunft von klammunheimlichen „Das-wird-man-doch-noch-sagen-dürfen-Dünnschissimportpatrioten“ wie dem RECHTSanwalt Dubravko Mandic, wohnend in Baden-Württemberg, geboren in Sarajewo, bekannt geworden durch die Formulierung vom  „Quotenneger“ Barack Obama, und seinen Kameraden im Geiste bestens vertreten.

AusBaden und Würde sind die  Stichworte: In der Ortenau gab's kürzlich ein leichtes Grummeln der Erdkruste: Vermutlich haben sich Schiller, Schubart und Hölderlin im Grabe umgedreht, welche Franz Moore sich im Namen Deutschlands im braunen Dreck suhlen.

Dass manch einer in Weimar sich eher der Nazi-Historie als dem klassischen Erbe verpflichtet fühlt und Buchenwald positiver gegenüber steht als den Büchern der Anna-Amalia-Bibliothek, dass manche Dresdener statt Frauenkirche, Semperoper und Zwinger Zwang, Coronaleugner und Machomänner zum Stadtsymbol erheben,  erfährt auf dem Parteitag in Kalkar keinen Widerspruch, wird mit keinem kritischen Wort bedacht, sondern hinter hochgehaltener Hand geschätzt und gefördert durch unsere Westentaschen-Goebbeline Alice (oder doch schon AliSSe) Weidel mit ihrem Kompagnon Gauland, die so wieder einmal versuchen, wie weiland der Berliner Gauleiter J.G. den Schaden für Deutschland durch ihre nichtmehrbürgerlichnazibraune Soße  zu mehren.

Armes, (noch) freies Deutschland

Bertold Hanck ist Rhader Bürger, ehemaliger Lehrer am städtischen Gymnasium Petrinum, Literatur- und Geschichtsexperte sowie Liebhaber der deutschen Sprache

Veröffentlicht am 10.12.2020

 

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