Ursula von der Leyen müsste mal Klartext reden - Ein Sonntagsvorschlag aus Rhade
Liebe Abgeordnete aus allen 27 EU-Staaten!
Ich will ihnen heute sagen, was ich wirklich vom Zustand unserer Union halte. Sie ist ein Trümmerhaufen! Sie alle haben unseren Vertrag unterschrieben und sich verpflichtet ihn auch einzuhalten. Tatsächlich macht hier jeder was er will. Anders ausgedrückt: ich bin von lauter Rosinenpickern umgeben. „Alles was gut für mich und mein Land ist, will ich haben“, so die Kernaussage nicht weniger EU-Länder. Solidarität ist für sie ein Fremdwort. Ich habe jetzt 12 Monate versucht, eine Einheit wiederherzustellen, an der schon mein Vorgänger gescheitert ist. Während er ständig beschönigt und sich sich bis zur Selbstverleugnung verbogen hat, will ich denen, die einfach nicht verstehen wollen, jetzt empfehlen, selbst zu kündigen. Geschieht das nicht, werden sie von mir die Kündigung zum frühestmöglichen Zeitpunkt erhalten. Ich bin es absolut leid, von ihnen vorgeführt und betrogen zu werden. Schließen sie sich gerne mit denen zusammen, die unserer Idee einer demokratischen und solidarischen EU einfach nichts abgewinnen können. Wir werden dann in kleinerer Runde stärker sein als heute. Meine Hand bleibt aber ausgestreckt. Alle, die jetzt verstanden haben und ab sofort unseren gemeinsamen Vertrag buchstabengetreu einhalten werden, sind weiter willkommen. Ich erwarte ihre Antwort bis zum 31. Oktober dieses Jahres.
Ursula von der Leyen. Präsidentin der Europäischen Kommission von den 27 Staats- und Regierungschefs gewählt
Veröffentlicht am 20.09.2020
Ankündigungen und Freiwilligkeit - ihr Markenzeichen
Sie war mal Weinkönigin. Dann wollte sie Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz werden. Nach ihrem dortigen Scheitern stieg sie 2018 in Berlin zur Ministerin auf. Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lautet ihre Amtsbezeichnung. Sogar als mögliche Nachfolgerin von Angela Merkel wurde sie genannt. Daraus wird aber nichts. Die CDU-Männerdomäne Laschet, Spahn, Röttgen, Merz und Söder haben eigene Ambitionen. Trotzdem bringt sich Julia Klöckner immer mal wieder mit tollen Vorschlägen ins Gespräch. So hat sie nun ihr Herz für Hunde entdeckt. Mindestens 2 Mal am Tag haben sie es verdient, an die frische Luft geführt zu werden. Wie das kontrolliert werden soll? Das wissen wir nicht. Genau so wenig, wie der Zucker in Nahrungsmitteln nachhaltig gesenkt werden soll, oder der Wald vor Trockenheit geschützt. Jetzt hat sie auch noch die Afrikanische Schweinepest am Bein. Jetzt wird klar, dass ausschließlich mit Appellen keine Politik gemacht werden kann. Julia Klöckner war eine gute Weinkönigin.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 19.09.2020
Michael Hübner (SPD) muss die Stichwahl gewinnen
Er hat alles, was von einem Politiker erwartet wird. Er ist präsent, sachkundig und sympathisch. Die Rede ist von Michael Hübner. Der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzender hat den ganzen Kreis RE fest im Blick, um als Landrat die dringend nötigen Reformen aller 10 Städte künftig zu koordinieren. Eine Hürde steht noch vor ihm. Die Hürde Stichwahl. Michael Hübner braucht unsere Unterstützung und unsere Stimmen am Sonntag, 27. September. Wir Rhader Bürger, nicht nur wir Rhader Sozialdemokraten, haben Michael Hübner als einen geradlinigen Politiker kennengelernt, der immer „für uns da war“. Nun können wir ihm etwas davon zurückgeben, indem wir ihn am 27. September zum neuen Landrat des Kreises Recklinghausen wählen.
Ein Rhader Appell an alle Wählerinnen und Wähler in unserem Ort
Veröffentlicht am 18.09.2020
10 Grundsätze, die uns täglich begleiten sollen
Im Rahmen des Dorstener Stadtdialogs für Menschenwürde, Demokratie und Respekt wurde die „Dorstener Erklärung“ mit dem folgenden Handlungskatalog für alle Dorstener Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Wir bitten alle Leser, diese Erklärung zu teilen. Das wird unser Zusammenleben und die Demokratie als Ganzes stärken.
- Wir respektieren die Vielfalt der Gesellschaft in Offenheit und Toleranz: Menschen haben unterschiedliche Lebenshintergründe, Lebenswirklichkeiten und Lebensentwürfe.
- Wir helfen denen, die Hilfe benötigen und engagieren uns für eine umfassende Teilhabe aller Menschen.
- Wir zeigen Mut und Zivilcourage, wenn unsere Grundwerte angegriffen werden.
- Wir übernehmen Verantwortung für das Miteinander in unserer Stadt und bringen unsere Talente in die Stadtgesellschaft ein.
- Wir pflegen respektvolle Offenheit in Gespräch und Streit.
- Wir achten die Erfahrung des Alters und setzen uns dafür ein, dass Jugend Teilhabe erfährt und in eine gute Zukunft blicken kann.
- Wir wollen uns zusammen wohlfühlen können und tragen mit unserem Tun dazu bei.
- Wir achten auf unsere Umwelt, Natur und Tierwelt sowie unser persönliches Umfeld.
- Wir sehen, achten und pflegen die verschiedenen Dimensionen und Ebenen unserer Stadtgesellschaft: Die Familien, die Nachbarschaften, die Quartiere, die Stadtteile und die Gesamtstadt.
- Wir wollen jederzeit ein gutes Vorbild sein für unsere Mitmenschen. Deshalb engagieren wir uns und packen an, statt zuzusehen.
Unter www.dorsten.de/stadtdialog kann diese Erklärung unterzeichnet werden. Die Rhader Sozialdemokraten fördern und unterstützen diese stadtweite Aktion der Bürgerinnen und Bürger, der Parteien, des Stadtrates und der Verwaltung.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 17.09.2020
Über Personen, Programme und den Trend
Ein Blick auf die Rhader Ergebnisse der 4 Wahllokale zeigt Erstaunliches. Es gibt die klaren Wahlgewinner (CDU und Grüne) und die böse gerupften Sozialdemokraten. Warum? Diese Frage beschäftigt alle, die sich mit Kommunalpolitik beschäftigen. Die Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort haben sich alle freiwillig und ehrenamtlich in den Dienst der Sache, sprich der Demokratie, gestellt. Sie verdienen Respekt und Anerkennung. Auch am Tag danach. Dennoch werden die Gewinner von sich behaupten, in den letzten Jahren alles richtig gemacht zu haben. Und die Verlierer rätseln und suchen nach belastbaren Erklärungen. Bringen wir es an dieser Stelle mal auf den Punkt: Die christdemokratischen Gewinner sind weder persönlich noch inhaltlich mit irgendeiner Zukunftsidee für Rhade in den letzten Jahren aufgefallen. Sie sind aber in einigen Vereinen bekannt und somit vor Ort verwurzelt. Ganz anders die Kandidaten der Grünen. Nie gesehen, nie gehört - und trotzdem gewählt. Bei der Kommunalwahl! Bei einer Wahl, die unseren Lebensmittelpunkt betrifft. Es ist nicht einfach, das zu verstehen. Der allgemeine (und fast unbeeinflussbare) Wähler- und Sympathietrend hat eindeutig auch die Rhader Kommunalwahl entscheidend beeinflusst. Ein Faktor, der fast alles überlagert. Dieser Trend fällt aber nicht plötzlich vom Himmel, sondern hat immer eine (längere) Vorgeschichte. Ein wichtiger Hinweis für die Sozialdemokraten auf allen Ebenen darüber nachzudenken.
Eine erste Schnellanalyse aus Rhade - wird in loser Folge fortgesetzt
Veröffentlicht am 16.09.2020