So geht's. Achim Schrecklein wirbt seit Jahren für ein systematisches Fahrradnetz Kommunalpolitik Der Radverkehr boomt - Dorsten ist nicht vorbereitet

Wer die Verkehrswende will muss investieren

 

Eine Branche boomt seit Jahren. Hochwertige Fahrräder sind der Renner. 2017 wurden 720.000 E-Bikes verkauft. 2018 waren es bereits 980.000 und im Jahr 2019 wurde die Millionengrenze mit 1.360.000 „Drahteseln“ deutlich überschritten. Geschätzt sind es 76 Millionen Fahrräder in deutschen Haushalten. Während ca. 20% immer mit dem Fahrrad unterwegs sind, zählen die weiteren 80% zu den regelmäßigen Gelegenheitsradlern. Allen ist eins gemeinsam. Sie klagen über zu wenig und zu schmale Radwege. Hinzu kommt, dass sie teilweise in unzumutbarem Zustand sind. Rhade gehört dazu. Und was besonders ärgerlich ist, dass vorhandene Radwege nicht immer so vernetzt sind, dass ein System erkennbar ist. Dorsten hat zwar einen Verkehrsplaner, der selbst begeisterter Radler ist, aber niemals allein in der riesigen Flächenstadt allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen gerecht werden kann. Konkrete Vorschläge aus Rhade, von der örtlichen SPD akribisch ausgearbeitet, warten seit Jahren auf Umsetzung. Während in vielen Kommunen der Republik der Fahrradboom zu einer Aufbruchstimmung in den Rathäusern geführt und Sofort-Investitionen ausgelöst hat, wird in Dorsten erst einmal auf den neuen Verkehrs- und Mobilitätsplan verwiesen, der nicht vor 2021 vorliegen wird. Selbst einen Fahrradbeauftragten, inzwischen überall Rathausstandard, sucht man in Dorsten vergeblich. Unsere Stadt eine fahrradfreundliche Kommune? Dazu fehlt eine dynamische Aufbruchstimmung, Personal, Haushaltsmittel und der Wille, eine richtige Verkehrswende zu wollen.

 

Ein Rhader Zwischenruf in Richtung Rathaus

Veröffentlicht am 29.07.2020

 

Eigenes Foto vom Bild Bert Gerresheim im Buch Vogelkunde für Hans-Jochen Vogel Allgemein Wir Rhader Sozialdemokraten verneigen uns vor Hans-Jochen Vogel

Eine besondere Würdigung in 15 Zeilen

 

H – hochangesehen

A – ansprechbar

N – Nie korrumpierbar

S – seriös, solidarisch, sympathisch

 

J – jovial

O – Organisationsgenie

C – charaktervoll

H – hervorragender Sozi

E – ehrlich

N – natürlich

 

V – vertrauensvoll, Vorbild für alle Weggenossen

O – Oberbürgermeister und Oberlehrer ohne Fehl und Tadel

G – geradlinig

E – enorm fleißig und zielstrebig

L - liebenswürdig

Veröffentlicht am 28.07.2020

 

Allgemein Corona und das Schützenfest

Sind heute "Einigkeit - Ordnung - Frohsinn" unter einen Schützenhut zu bringen?

Schwierige Zeiten, gefährliche Zeiten. Ein Virus bedroht unsere Gesundheit und lähmt unsere Aktivitäten. Seit Monaten. In der Familie, im Freundeskreis, in den Vereinen. Die Ungeduld steigt und damit die Gefahr, leichtsinnig zu werden. Kommt noch Alkohol ins Spiel, wird's doppelt gefährlich. Aus gutem Grund wurde auch das Rhader Schützenfest abgesagt. Fast abgesagt. Die Empfehlung des Vorstands, wenn, dann sich nur in kleinen Gruppen und auf Abstand zu treffen, ist verantwortungsvoll und der grassierenden Pandemie angemessen. Das, was theoretisch funktioniert, ist in der Praxis kaum umzusetzen. „AHA“ lautet die wichtigste Empfehlung der Bundesregierung. A wie Abstand, H wie Hygiene, A wie Atemschutzmaske. Die Beobachtung vor Ort zeigt, dass weder Abstand gehalten, noch Atemschutz getragen wird. Wie denn auch, wenn man miteinander anstoßen und reden will? Wir wünschen den Rhader Schützen gesund zu bleiben. Das „Rhader Schützenfest 2020“ wird in besonderer Erinnerung bleiben.

Ein Rhader Einwurf von der Seitenlinie

Veröffentlicht am 27.07.2020

 

Allgemein Wir trauern um Hans-Jochen Vogel

Ein Sozialdemokrat als Vorbild - ein vorbildlicher Mensch 

Einen persönlichen Nachruf werden wir Rhader Sozialdemokraten am Dienstag veröffentlichen. Zum 60. Geburtstag wurde Hans -Jochen Vogel ein Buch mit fast 200 Beiträgen von Prominenten überreicht. Von Willy Brandt über Walter Jens bis Helmut Schmidt und Eva Rühmkorf. Eine Wertschätzung besonderer und nachhaltiger Art. Das Foto zeigt den außergewöhnlichen und passenden Bucheinband.

Veröffentlicht am 26.07.2020

 

Bundespolitik Sonntagsgedanken: Scheuer in der Sackgasse - oder das Maut-Debakel

Ein Minister klebt an seinem Stuhl - Wie lange noch?

Die CSU wollte mit Populismus punkten. Eine PKW-Maut nur für Ausländer. Der Stammtisch jubelte, die Hausjuristen warnten. Andy Scheuer, Verkehrsminister, nassforsch: „Ich mache das“. 4 Interessenten, sogenannte Bietergemeinschaften meldeten sich, um die Ausschreibungsunterlagen zu erhalten. 3 sprangen ab, ohne ein Angebot abgegeben zu haben. Das Risiko war ihnen zu groß, Millionen zu investieren und am Ende mit leeren Händen dazustehen. Noch gab es nämlich kein grünes Licht von der EU. Bedenken weiterhin, dass der deutsche Sonderweg nicht mit dem EU-Recht vereinbar sei. Scheuer in Bedrängnis. Ein Frühstück mit dem letzten Bieter. Verhandlung durfte man es nicht nennen. Dann die Erfolgsmeldung: Die Maut kommt. Der vom Bundestag vorgegebene Kostenrahmen wird eingehalten. Verschwiegen wird, dass Scheuer u. a. eine Vertragsklausel unterschrieben hat, dass der private Maut-Betreiber Anspruch auf Schadenersatz hat, wenn doch wider Erwarten der Europäische Gerichtshof die CSU-Träumereien kippt. Der vertraglich zugesicherte Schadenersatz umfasst den entgangenen vollen Gewinn während der gesamten Vertragslaufzeit. 12 Jahre!!! Oder in anderen Zahlen 500 bis 700 Millionen Euro! Das sind Steuergelder. Deswegen hat sich der Bundesrechnungshof eingeschaltet. Das Urteil ist ein Desaster für Andreas Scheuer. Verbindliche Vergabevorgaben wurden nicht eingehalten. Der Bundestag wurde ausgetrickst. Die politische Wertung: Scheuer ist als Minister eine glatte Fehlbesetzung. Im September muss er sich einem Untersuchungsausschuss stellen. Er sollte vorher abtreten.

Eigener Bericht auf Grundlage eines ZEIT-Artikels unter der Überschrift „Falschfahrer“. Nr. 30, 16. Juli 2020

Veröffentlicht am 26.07.2020

 

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