Pro und Contra Hubertus Heil / Julia Klöckner
Während der Eine ständig eine gute Figur im politischen Krisengeschehen macht, sieht die Andere nur gut aus. Die Rede ist von dem sozialdemokratischen Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil und seiner christdemokratischen Regierungskollegin im Landwirtschaftsministerium, Julia Klöckner, der früheren Weinkönigin. Heil packt zu, Klöckner schaut zu. Heil erkennt Missstände und handelt. Klöckner lässt sich Missstände schildern und setzt auf Freiwilligkeit, etwas zu ändern. Sie sitzen beide in der GroKo, können aber unterschiedlicher nicht sein. Es ist nicht das erste Mal, dass sozialdemokratische Ministerinnen und Minister in der Großen Koalition beweisen, am richtigen Platz zu sein. Hubertus Heil gehört ohne Abstriche dazu. Dass seine Partei, die SPD, nicht von seiner beeindruckende Arbeit und Bilanz profitiert, gehört zu den unerklärlichen Geheimnissen der Wählerinnen und Wähler. Heil oder Klöckner? Pro oder Contra? Klarer Punktsieg für Heil (SPD).
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 21.05.2020
Tägliches Singen gegen die Einsamkeit und Sorge
11 Uhr. Täglich werden die Glocken geläutet. Ein Signal für die Nachbarschaft, auf die Straße zu treten, sich mit Abstand zu begrüßen, sich auszutauschen und gemeinsam zu singen. Und zwar nicht irgendein Lied, sondern das berühmte, von Dietrich Bonhoeffer vertonte,
„Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“
So innerlich gestärkt, freuen sich tagaus, tagein die 10 bis 20 Teilnehmer auf das nächste Treffen und Singen um 11 Uhr. Gesehen und zugehört in der Gemeinde Hohenkirchen /Wangerland in Friesland. Die Idee dazu wurde in der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde geboren und begeistert angenommen. Eine Idee, die sicherlich auch in anderen Städten und Gemeinden, zum Beispiel in Dorsten, Nachahmer finden könnte.
Ein aufmerksamer Zuhörer
Veröffentlicht am 20.05.2020
- A wie Abstand
- H wie Hygiene
- A wie Alltagsmasken
Eine Aktion der Bundesregierung
Veröffentlicht am 19.05.2020
Die Ohnmacht der Politik
Unsere Grundrechte sind nicht verhandelbar. Sie sind in unserer Demokratie „heilig“. Das Recht, seine Meinung zu sagen und dafür zu demonstrieren, zeichnet unsere Gesellschaftsform aus. Genauso zulässig ist es aber auch, diejenigen zu kritisieren, die mit Falschinformationen und Verschwörungsgedanken zur Verunsicherung der Allgemeinheit beitragen, bzw. sie als Ziel ausgerufen haben. Unsere gewählten Politiker müssen ständig erklären, warum sie was tun. Das gehört zu ihrer wichtigsten Aufgabe. Und Journalisten berichten darüber. Die Bürger werden über Printmedien, Radio, TV und Internet angesprochen. Es gibt aber Menschen, die alles das, was da berichtet wird, entweder gar nicht zur Kenntnis nehmen, oder als „Lügenpresse“ verunglimpfen. Sie bewegen sich ausschließlich in den sogenannten sozialen Netzwerken und bestätigen das, was ihnen zusagt mit „Daumen hoch“, oder verunglimpfen alles, was ihnen nicht passt, mit dem Standardkommentar „wie krank ist das denn?“. Mehr kommt da in der Regel nicht. Die aktuellen Demos gegen zeitlich festgelegte Beschränkungen, die unserer Gesundheit und unserem Leben dienen, machen Angst. Viele dieser Teilnehmer sind für gute Argumente nicht mehr erreichbar. Da können Politiker noch so oft aufgefordert werden, ihr Tun besser zu erklären. Eine ganz schwierige Situation für unsere Parteien, unsere Politiker und letztlich für unsere Demokratie. Geduldig zuhören, geduldig das Gespräch suchen, geduldig für unsere demokratischen Strukturen werben. Fällt sehr schwer, ist aber alternativlos.
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 19.05.2020
Rettungsschirm angekündigt – Dorsten muss dabei sein
Es gibt Städte und Gemeinden, die nie Finanzsorgen hatten. Andere, die gewaltige Strukturbrüche, Stichwort „Schicht im Schacht“, zu bewältigen haben, kommen vor lauter Sorgen nicht in den Schlaf. Dorsten gehört zweifelsohne zur 2. Kategorie. Trotz eines Sparkonzepts, das die Bürgerinnen und Bürger bis über die finanzielle Schmerzgrenze daran teilhaben lässt, tritt die Lippestadt auf der Stelle. Und zwar auch deshalb, weil sie immer wieder neue Aufgaben vom Bund und Land aufgebürdet bekommt, die sie weder mit dem vorhandenen Personal, noch mit ihrer Finanzkraft bewältigen kann. Jetzt noch die Coronaseuche. Lebensnotwendige städtische Aktivitäten, reißen nie gekannte Löcher in den Haushalt. Dorsten wird nur dann wieder Licht am Horizont sehen, wenn die angekündigten Unterstützungsgelder des sozialdemokratischen Finanzministers Olaf Scholz, auch vor Ort verbucht werden können. Die Länder, die ebenfalls alle in den Schuldenkeller gerauscht sind, sollen einen gleich hohen Anteil schultern. Das wird wieder für Diskussionen sorgen. Das wird wieder zu zeitlichen Verzögerungen führen. Die Diskussion, wer, wie und wann die staatlichen Kredite zurückzahlen wird, steht erst am Anfang. Wichtig ist jetzt, unsere Bürgerinnen und Bürger möglichst gesund durch die Coronakrise zu führen. Genau so wichtig ist es aber, bereits jetzt an einer Zukunftsperspektive zu arbeiten, die der Selbstverwaltung einer Stadt wie Dorsten Leben einhaucht. Ohne einen gewaltigen kommunalen Rettungsschirm wird es nicht gelingen. Olaf Scholz (SPD) ist unser Hoffnungsträger.
Ein Zwischenruf aus Rhade zum Wochenanfang
Veröffentlicht am 18.05.2020