Allgemein Die Woche ist um

Ein Versuch, sie in möglichen Buchtiteln zu erfassen

- Corona: Die Lähmung des Lebens

- Politiker: Die tun was

- Finanzen: Die plötzliche Entdeckung voller Kassen

- Fußball: Wir haben jetzt auch verstanden

- USA 1: ICH und Gott

- USA 2: Ich war der Größte - Ein Schaumschläger erinnert sich

- Schulen und Kitas: Ferien auf engstem Raum

- Zu guter Letzt ein frommer Wunsch:

Wenn Du denkst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ...

Veröffentlicht am 15.03.2020

 

Gesundheit Corona - eine Katastrophe bahnt sich an - auch wirtschaftlich

„Das hatten wir noch nie - das ist für alle Neuland - das müssen wir gemeinsam bewältigen“

Anfangs war China noch weit weg. Noch feierten wir Karneval und gingen zum Fußball. Jetzt sind wir konsterniert. Das Virus bedroht unser Leben, besonders das der Generation 70 plus. Die Wirtschaft kommt zum Erliegen. Die Börsen brechen ein. Unternehmen geraten in finanzielle Schieflage. In der Folge wird die Arbeitslosigkeit steigen. Politik kann nur begleiten. Finanzminister  Olaf Scholz (SPD) sagt zu, die Kasse zu öffnen und die Schwarze Null abzuhaken. Gut so. Krisenmanagement - mehr geht nicht. Parteipolitik hilft gar nicht. Nur eine übergroße Koalition aller Parteien. Einige Politiker in verantwortungsvoller Position zeigen, dass sie etwas können. Bei anderen, hier geht der Blick in die USA, verschlägt es einem die Sprache. „So einen Doofkopp wie Trump hat weder Amerika noch die Welt verdient“, lautet das vernichtende Urteil nicht weniger. Vielleicht erkennen sogar die Amerikaner, dass sie da eine grandiose Fehlbesetzung ins Amt gehievt haben. Versuchen wir, zu verstehen. Zu verstehen, dass wir alle helfen müssen, die Krise mit Anstand, Sachlichkeit und Solidarität „über die Bühne“ zu bringen. Und diese Krise kann Monate und Jahre dauern. Keine Kaffeesatzleserei, sondern die Wiedergabe der Expertenmeinung.

Nochmals ein besorgter Zwischenruf aus Rhade zum beginnenden Ausnahmezustand

Veröffentlicht am 14.03.2020

 

Gesundheit Corona-Virus lähmt weltweit das Leben

Auch Rhade ist betroffen - Nicht auf die leichte Schulter nehmen

Wie gehe ich mit den Informationen um, die uns vorbereiten, eine Krankheitswelle mit ungeahnten Ausmaßen wird über uns hinwegziehen? Ignorieren? Kleinreden? Oder doch Vorsicht walten lassen? Die richtige Antwort ist relativ einfach. Verantwortungsvoll handelt, wer den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes, der Virologen-Experten und unserer Gesundheitsämter folgt. Der Gesundheitsminister der GroKo, Jens Spahn, zeigt Profil als Krisenmanager. Seiner, von allen Fachleuten unterstützte Aufforderung, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, um unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern, müssen wir folgen. Im eigenen Interesse. Das heißt, für eine Übergangszeit auf alle Termine zu verzichten, die aufschiebbar sind. „Das schaffen wir“, so sollte unsere Einstellung zur Krise sein.

Ein Rhader Appell zur Corona-Krise

Veröffentlicht am 13.03.2020

 

Landespolitik Michael Hübner, MdL und SPD-Landratskandidat trifft Olaf Scholz in Recklinhausen

Meinungsaustausch beim Vestischen Jahresempfang - Kommunen jetzt entschulden!

Rund 2,6 Milliarden Euro Schulden haben alleine die 10 Städte des Kreises Recklinghausen. „Mit dieser Belastung im Nacken können wir in unseren Städten nicht in gute Bildung, die Mobilität der Zukunft oder aber eine nachhaltige Wirtschaft investieren. Es ist an der Zeit, die Grundlagen für das Ruhrgebiet von morgen zu schaffen. Dafür brauchen wir eine finanzielle Stunde Null“, fordert Michael Hübner, der für die SPD im Kreis Recklinghausen als Landrat kandidiert. Kein Wunder also, dass Olaf Scholz, Bundesfinanzminister und diesjähriger Gastredner beim Vestischen Jahresempfang, die Finanzierung der Kommunen am Montag ausgiebig thematisierte. Im Max-Born-Berufskolleg in Recklinghausen stellte Scholz den Anwesenden seinen Plan für eine Entlastung der Kommunen vor. Er schlägt einen Schuldenschnitt vor, bei dem der Bund die Hälfte der Schulden übernimmt. Da hierfür eine Ausnahme der Schuldenbremse nötig ist, muss es zunächst mal eine Grundgesetzänderung geben, was die CDU aktuell noch ablehnt. Cay Süberkrüb, SPD-Landrat des Kreises Recklinghausen, ergänzte, die Schulden seien nicht durch Misswirtschaft der Städte entstanden, vielmehr brauche es eine aufgabengerechte Kommunalfinanzierung. Und auch Michael Hübner und Bürgermeisterkandidatin Jennifer Schug äußerten sich in Anschluss ähnlich. Der von Olaf Scholz angekündigte Schuldenschnitt könne aber nur ein erster Schritt sein. „Denn ein Schuldenschnitt sorgt nicht dafür, dass in unseren Städten auch nur ein Cent mehr investiert werden kann. Dafür brauchen wir eine Reduzierung der Soziallasten und endlich eine gerechte Finanzierung unserer Städte. Denn in unserer Demokratie sollte man die Ebene, auf der die Menschen am ehesten mit Politik und Verwaltung in Kontakt kommen – die Städte – nicht nur fröhlich mit neuen Aufgaben betrauen, sondern ihnen für die Erfüllung dieser Aufgaben auch die Mittel zur Verfügung stellen. Sonst steigert man nur Politikverdrossenheit und den Frust vor Ort“, meint Hübner.

Daniel Hoffmann

 

Veröffentlicht am 12.03.2020

 

Bundespolitik Ein offener Brief aus Rhade an unsere Verteidigungsministerin

Was haben unsere Soldaten noch in Afghanistan zu suchen?

Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer, sehr geehrte Frau Verteidigungsministerin,

schieben wir einfach mal die CDU-Krise, das Corona-Drama und die Waffenfunktionsprobleme der Bundeswehr beiseite. Betrachten wir nüchtern die Lage in Afghanistan, wo mal unsere Freiheit bereits am Hindukusch verteidigt werden sollte. Eine riesige westliche Militärallianz hat nach dem Terrorakt in NewYork vor 19 Jahren versucht, das Böse, das dort ausgebrütet wurde, auszurotten. Die Erfolge waren nie nachhaltig. Die Allianz der westlichen Willigen schrumpfte von Jahr zu Jahr. Jetzt ziehen sich sogar die Amerikaner zurück. Die Demokratie in Afghanistan ist nie eine gewesen und wird auch keine werden. Die letzte Wahl hat gezeigt, dass dort nichts funktioniert, was es noch rechtfertigt, unsere Soldatinnen und Soldaten dort zu gefährden. 2 Präsidenten behaupten, die letzte Wahl gewonnen zu haben und haben sich aktuell sogar noch vereidigen lassen. Unsere afghanischen Partner verdienen es nicht, weiter militärisch unterstützt zu werden. Und unser amerikanischen „Freunde“ zeigen sich ebenfalls unberechenbar und lassen unsere Bundeswehr im Stich. Reagieren Sie bitte und holen unsere Soldaten zurück! Für jeden Tag, der diese längst überfällige Entscheidung verlängert, tragen Sie die Verantwortung, die Soldatinnen und Soldaten vor Ort aber das Risiko. Das Risiko, einen inzwischen vollkommen sinnlosen Einsatz mit dem Leben zu bezahlen.

Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade

(Der Offene Brief wird heute der Verteidigungsministerin und der SPD-Bundestagsfraktion per E-Mail zugestellt. Sollte es eine Reaktion geben, wird sie an dieser Stelle ebenfalls veröffentlicht).

   

Veröffentlicht am 11.03.2020

 

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