Hoffnungsträger Kevin Kühnert
Mit 30 Jahren ist Kevin Kühnert zum stellvertretenden Parteivorsitzenden der SPD gewählt worden. Seine „Vorgesetzten“ sind doppelt so alt. Da ist die Vermutung nicht ganz falsch, ihn als Hoffnungsträger der SPD zu bezeichnen. Die ganzseitigen Interviews, die mit ihm in allen wichtigen Tages- und Wochenzeitungen geführt werden, zeigen eindeutig, mit wem die Gesellschaft in Zukunft rechnet. Und er beweist im bundesweiten Frage- und Antwortformat der Medien, dass er Profi ist, und noch wichtiger, dass er Profil hat. Das beweist er eindrucksvoll im großen Interview der Ruhr Nachrichten, das mit ihm am 28. Dezember geführt wurde. 3 Beispiele:
Frage: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Antwort verkürzt: Ja, klar. Die SPD vertritt die Interessen der ganzen Gesellschaft, nicht nur einzelner Interessengruppen.
Frage: Was unterscheidet die SPD von der Linkspartei?
Antwort verkürzt: Eine ganze Menge. Die Linke ist zu staatsgläubig und besonders in der Außenpolitik sind die Unterschiede groß. Wenn Autokraten wie Maduro in Venezuela hofiert werden, irritiert mich das.
Frage: Sie verkörpern einen linken Aufbruch in der SPD. Auch in der Bevölkerung?
Antwort verkürzt: Die SPD ist eine Partei links von der Mitte. Sonst wäre ich nicht ihr Mitglied. Das linke Profil ist phasenweise nicht klar genug. Viele Ziele für die ich mich einsetze, Stichwort Gerechtigkeit, sind bis weit in die bürgerliche Mitte konsensfähig.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 07.01.2020
Neujahrskonzerte begeistern
Wenn im Januar die Musikerinnen und Musiker der Rhader Schützenkapelle zu ihren 2 Neujahrskonzerten einladen, ist die Vorfreude auf das Kommende mit den Händen zu greifen. Und alle Plätze sind im Nu ausverkauft. Wer es nicht selbst gehört und gesehen hat, was die Rhader Musiker präsentieren, hält die begeisterten Kommentare für Übertreibung. Damit liegen er oder sie aber völlig daneben. Allein das zu Beginn aufspielende Jugendorchester verzaubert im wahrsten Sinne des Wortes die Zuhörer. Manche Träne vor Rührung wird schon mal verstohlen weggewischt. Und dann das „Große Orchester“. An dieser Stelle ist bereits mehrfach geschrieben worden, dass der schlichte Name „Schützenkapelle“, von der man überwiegend schmissige Marschmusik erwartet, eigentlich überholt ist. Bleiben wir bei den Rhader Orchestern. Unglaublich mit welcher Spielfreude beide die Zuhörer in die weite Welt der Musik mitnehmen. Während das Wiener Neujahrskonzert als MUSS für viele Fernsehzuschauer gilt, können die Rhaderinnen und Rhader LIVE vor Ort dabei sein. Ein großer Dank gilt den Musikerinnen und Musikern und allen die jährlich dazu beitragen, dass die Neujahrskonzerte in unserem Ort ein grandioser Kulturbaustein genannt werden dürfen. Das neue Jahr 2020 hätte besser nicht beginnen können.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 06.01.2020
AKK und ihre gefährlichen Gedankenspiele
Deutschland ist NATO-Mitglied. Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Das wichtigste Versprechen der 29 Vertragspartner lautet, dass alle das Land verteidigen müssen, das angegriffen wird. (Art. 5 – siehe unten). Eigentlich eindeutig. Seit Jahren werden aber die „Grenzen des Einsatzgebietes“ nach außen verschoben. Wenn die Amerikaner sich z. B. am Hindukusch angegriffen fühlen, oder die Franzosen in Mali, dann wird Solidarität der übrigen Mitglieder eingefordert. Und Deutschland will ja unbedingt in der außenpolitischen Champions League „mitspielen“. Also wird unsere Bundeswehr auf- und angefordert, mitzukämpfen. Bei der neuen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wird das Gefühl immer stärker, dass sie händeringend nach Profilierungsthemen sucht. Gestern wollte sie noch Zeichen an der Grenze Syrien/Türkei setzen, heute in Mali und morgen? Es wird Zeit, dass der Bundestag eine Grundsatzdebatte über die NATO, deren Mitglieder und unser Selbstverständnis führt. Am Ende muss ein Beschluss stehen, der Deutschland nicht zwingt, aus falsch verstandener Solidarität in Kriege außerhalb des NATO-Geltungsbereiches hineingezogen zu werden. Die Türkei ist übrigens auch „unser“ NATO-Partner. Ein Blick nach Syrien und jetzt Libyen reicht, um sich zu distanzieren.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Der Vertragstext:
Veröffentlicht am 05.01.2020
Was bisher Stückwerk war, muss sich zum Ganzen fügen
Nun soll nach der Stadt, auch der ländliche Raum zukunftsfähig gemacht werden. Dazu gibt es Fördermittel des Landes und den Aufruf zur Bürgerbeteiligung. Wieder einmal, könnte kritisch angemerkt werden. Aber orientieren wir uns an der Überschrift dieses Textbeitrages. An 3 Beispielen soll aufgezeigt werden, wo und wie künftig zu Ende gedacht und gehandelt werden muss: Es macht wenig Sinn, nur einen „Zebrastreifen“ aufzumalen, wenn kein Gesamt-Verkehrskonzept für Rhade erarbeitet wird. Es macht wenig Sinn, nur stolz einen Bebauungsplan zu vermarkten, anstatt ihn auch mit einem zeitgemäßen Energiekonzept zu versehen. Es macht wenig Sinn, immer wieder über die drängende Rhader Dorfentwicklung zu reden, ohne die gewonnenen Erkenntnisse auch umzusetzen. Rhade hat bereits ein hervorragendes Gesamtkonzept – den Rhader Rahmenplan. Die Empfehlung lautet, nicht wieder das Rad neu zu erfinden, sondern den hervorragenden Rhader Entwicklungsplan gemeinsam mit interessierten Bürgern zu aktualisieren – und zeitnah auch umzusetzen! Nur wer diese klaren Ziele hat, wird auch etwas erreichen. Wer sich mit Stückwerk zufrieden gibt, wird am Ende Enttäuschung ernten.
Ein Rhader Appell zum Jahresanfang 2020
Veröffentlicht am 04.01.2020
Radverbindung Rhade-Lippe
Es ist nicht leicht, sich unter den vielen attraktiven Zielen im Naturpark Hohe Mark zu positionieren. Rhade, seit 1975 ein Stadtteil Dorstens und mehr als 800 Jahre alt, will es jetzt aber wissen: Ein Blick auf alle Radwanderkarten zeigt, dass neben der attraktiven „100-Schlösser-Route“ auch die „Naturpark Hohe Mark Radroute“ Rhade führt. 12 Kilometer weiter südlich verläuft die „Römer-Lippe-Route“. Diese Potential möchte sich Rhade nun zunutzen machen! Der Arbeitskreis Infrastruktur des Bürgerforums Rhade hatte die Idee eine Radwegeverbindung zwischen den genannten Fernradwegen anzulegen, die mitten durch das vogelreiche sanfte Wiesengelände – und durch Rhade – führt. Inzwischen wurde der Verbindungsradweg vom genannten Arbeitskreis ausgearbeitet und eine Schutzhütte für Radwanderer mit Unterstützung von VITAL.NRW, dem Naturpark Hohe Mark und der Stadt Dorsten in Eigenregie errichtet. Neben der Schutzhütte sind inzwischen Informationstafeln aufgestellt worden, die motivieren, auch in Rhade eine Rast einzulegen. Vorbei an Storchennestern und Wasserblanken führt der Weg von Rhade nach Deuten mit seiner denkmalgeschützten Wassermühle, die immer einen Zwischenstopp wert ist. Bevor die Römer-Lippe-Route erreicht wird, besticht das Naturschutzgebiet Hervester Bruch mit seinen Wasserflächen, Heckrindern, und einer nie erwarteten breit gefächerten Vogelwelt. Neugierig geworden? Dann rauf aufs Rad und Rhade als Ausgangspunkt einer spannenden Tour ansteuern. Rhade ist auch mit dem Zug zu erreichen. Direkt am örtlichen kleinen Bahnhof kann in ein weitverzweigtes Radwegenetz eingestiegen werden. Ein besonders attraktives Freizeit- und Informationsangebot hat hier ebenfalls seinen Ausgangspunkt. Unter dem plattdeutschen Begriff „Tour de Buur“ können neun spannende Themenrouten vorab gebucht und dann erkundet werden, auf denen sich die heimische Landwirtschaft mal ganz anders präsentiert. Der Naturpark Hohe Mark, einer der größten Naturparks in NRW, wird nicht selten als Schmuckstück beschrieben. Eine Perle darin trägt den Namen Rhade.
Informationen:
Stadtinfo Dorsten: www.stadtinfo-dorsten.de
Naturpark Hohe Mark: www.naturpark-hohe-mark.de
Tour de Buur: www.tour-de-buur.de
Veröffentlicht am 03.01.2020