Gesellschaft Ein Prosit, ein Prosit, der Gemütlichkeit? - Von wegen!

Ein Werbeverbot für Alkohol muss endlich kommen

 

Die Zahlen sind selbstredend – und schockierend. 1,8 Millionen Menschen gelten in Deutschland als alkoholsüchtig. Weitere Millionen nehmen regelmäßig schädliche Mengen Alkoholika zu sich. Übrigens jede 5. Frau und jeder 3. Mann! Pro Jahr bezahlen 74.000 Deutsche ihre Alkoholkrankheit mit dem Leben. Es reicht! Wann endlich stuft der Gesetzgeber Alkohol wie Tabak ein? Das Quasi-Werbeverbot für Nikotin hat dazu geführt, dass der Zigarettenkonsum deutlich zurückgegangen ist. Noch wichtiger ist jedoch, dass parallel das Rauchen immer häufiger als uncool eingestuft wird. Mitleid mit Noch-Rauchern ist weit verbreitet. Nach der „Qualmreduzierung“ muss jetzt die „Alkoholentgiftung" folgen. Der erste Schritt könnte der persönliche Verzicht oder die Reduzierung des „Genusstrinkens“ sein. Empfehlenswert ist auch, Alkohol nicht mehr zu verschenken. Viel wichtiger ist aber, dass der Gesetzgeber endlich handelt. So wie in Skandinavien, wo die Alkoholwerbung und der Verkauf klar reglementiert sind. Die Schweden trinken, trotz sich hartnäckig haltender Gerüchte, 1/3 weniger Alkohol als die Deutschen. Und die Norweger nur halb soviel. Grund genug, hier und jetzt, auch in Dorsten, Zeichen zu setzen und nicht länger die Augen vor dem Leid, das durch Alkohol ausgelöst wird, zu verschließen.

 

Eigener Bericht auf Grundlage eines Artikels der Süddeutschen Zeitung am 1.12.2019 „ Das letzte Glas“

Veröffentlicht am 05.12.2019

 

Ortsverein 50 Jahre SPD-Rhade – Wir werfen einen Blick in die Jubiläumszeitung

Stadtplaner Peter Broich entwirft Zukunftspapier

 

Mehr Sicherheit auf unseren Straßen und Wegen durch Umbaumaßnahmen, sowie eine Ausweitung und Sicherung des Rhader Grüngürtels, so in absoluter Kurzform die Vorschläge des Wulfener Architekten und Stadtplaners Peter Broich, die dieser dem Bezirksausschuss 1993 vorlegte. Die Rhader Sozialdemokraten sahen sich in ihrer langjährigen Beschäftigung mit Rhades Zukunft fast 1:1 bestätigt. Nach der Zustimmung der Parteien und des Stadtrates, war der erste Rhader Rahmenplan geboren. Seine theoretische Gültigkeit war auf 20 Jahre angelegt. Er sollte in den kommenden Jahren immer dann herangezogen werden, wenn an irgendeiner Stelle in Rhade etwas geplant wird. Sind dieses Vorstellungen mit dem Rahmenplan in Übereinstimmung zu bringen?, so die verbindliche Überprüfungsvorgabe. Der zweite Rhader Rahmenplan, der 2013 erarbeitet wurde, ist übrigens fast eine Kopie des ersten. Dazu an anderer Stelle mehr.

Veröffentlicht am 04.12.2019

 

Allgemein Rhader Buchtipp: Der neue Heimatkalender ist erschienen

Informativ, kurzweilig, spannend, dazu preiswert - eine gute Geschenkidee

Traditionell wird Ende November der neue Heimatkalender des „Heimatbundes der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten“ präsentiert. Traditionell seit 79 Jahren. Ein Buch, das Geschichte mit Geschichten verbindet. Ein Buch mit Kalendarium, das neben passenden Gedichten, wunderbare Fotos enthält. Ein Buch, das von Dorstenern für Dorstener geschrieben wird. Die Autoren, 50 an der Zahl, erhalten kein Honorar, dafür aber eine geballte Aufmerksamkeit. Der neue Heimatkalender, äußerst qualifiziert gesetzt und gedruckt, informiert auf fast 300 Seiten. Der Preis, seit Jahren unverändert, liegt bei unglaublichen 10 Euro. Nur 10 Euro! Unter den Autoren sind mehrere, die auch partei- und gesellschaftspolitisch in Dorsten und Rhade keine Unbekannten sind. Stellvertretend seien genannt: Dr. Hans-Udo Schneider und Dirk Hartwich.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 03.12.2019

 

Bundespolitik Ein Blick nach Berlin

Die Erwartungen sind hoch - zu hoch?

 

Die SPD-Basis hat gewählt. Die halbe. Das Ergebnis ist überraschend, mutig und noch nicht genau einzuschätzen. Mit Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans gibt es erstmals eine Vorsitzenden-Doppelspitze, die in erster Linie vom diffusen Unmut der Mitglieder profitiert hat. Profitiert davon, dass die Partei in der Wählergunst dramatisch abgestürzt ist, profitiert davon, dass jahrelang die Tagespolitik dominierte und kein Raum für Visionen erkennbar blieb, profitiert auch davon, dass sich die Jusos mit Kevin Kühnert zu einem mächtigen Netzwerk innerhalb der SPD entwickelt haben. Olaf Scholz, der erst spät seinen Hut in den Ring geworfen hat, und zu spät begann, um den Vorsitz zu kämpfen, ist der große Verlierer im monatelangen Auswahlverfahren. Norbert Walter-Borjans, er wird bewusst an dieser Stelle vor seiner Partnerin genannt, wird am ehesten zugetraut, den Spagat zwischen notwendigem Aufbruch und bewährtem Parteileben hinzubekommen. Die „Sieger“ müssen ganz schnell erkennen, dass nur die Hälfte der Mitglieder gewählt hat und dass ihre 116.000 Stimmen auch „nur“ 27% Mitgliederzustimmung bedeuten. Am Wochenende wird der Berliner Parteitag letztlich zeigen, ob Norbert Walter-Borjans und Sakia Esken Zukunft an der Spitze der SPD haben. Gut ist, dass beide nicht in der Regierung der GroKo sitzen. So können sie sich ausschließlich der Parteiarbeit widmen. Und die GroKo sollte parallel ihre Arbeit bis zum Ende der Legislaturperiode fortführen. Sie ist übrigens besser als ihr Ruf.

Dirk Hartwich (Ein persönlicher Kommentar von der Basis)

Veröffentlicht am 02.12.2019

 

Bundespolitik SPD-Vorsitz entschieden: Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken gewählt

Klare und etwas überraschende Entscheidung – Jetzt ist Solidarität in der SPD gefragt

 

Ende gut alles gut. So zumindest die Erwartung nach einem beispiellosen Ausleseverfahren, an dem über 400.000 SPD-Mitglieder aktiv beteiligt waren. Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles ist die stolze SPD in ein tiefes Loch gefallen. Selbstzweifel, gepaart mit schwindendem Selbstbewusstsein, dazu ein Absturz in der Wählergunst, hat die Sozialdemokraten an der Basis verzweifeln lassen. Von ursprünglich 7 Bewerberpaaren haben es 2 in die Stichwahl geschafft. Olaf Scholz und Klara Geywitz sind Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, deutlicher als erwartet, unterlegen. Nun heißt es, alle unterlegenen Kandidaten in die neu aufzustellende „Mannschaft SPD“ unter Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken zu integrieren. Eine Herausforderung, die aber alternativlos ist, um die Sozialdemokratische Partei Deutschlands wieder nach vorne zu bringen.

Wahlberechtigt: 425.630

gültige Stimmen: 216.721

Geiwitz/Scholz: 98.246 = 45,33%

Walter-Borjans/Esken: 114.995 = 53,06%

Die SPD-Basis gratuliert herzlich.

Eigener Bericht - wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 30.11.2019

 

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