Ungläubig staunten Radfahrer und Fußgänger über die dilettantische Pflasterung im Zufahrtsbereich des neuen Discounter-Parkplatzes gegenüber der Apotheke. Mitarbeiter der Verwaltung wurden umgehend durch Mitglieder der Rhader SPD auf die dadurch entstandenen Unfallgefahren aufmerksam gemacht. So richtig fühlte man sich aber nicht verantwortlich. Der Eigentümer als Auftraggeber und der Kreis RE als zuständige Behörde „hatten den Hut auf“. Als Mitte Januar erste Pflastersteine sich so gelockert hatten, dass sie aus dem Fundament herausragten, wurde nochmals energisch die Stadtverwaltung aufgefordert, den Kreis an seine Pflichten zu erinnern und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Tatsächlich wurden dann Warnbaken und ein Schild „Radwegeschäden“ aufgestellt. Nun, nach einer erneuten Erinnerung, 3 Monate später, ist das Pflaster repariert. Fazit:
Es ist gut, dass das Sicherheitsproblem beseitigt wurde.
Es ist gut, dass die Dorstener Verwaltung die berechtigte Klage „angenommen“ hat
Es ist nicht gut, dass Hinweise aus der Bürgerschaft erst Monate später und erst nach wiederholter „Mahnung“ zu Veränderungen führen
Es wäre gut, wenn es noch Gemeindearbeiter vor Ort gäbe, die wissen, wann, wo und wie, Hinweise wie oben genannt, unbürokratisch behandelt werden
Das richtige Parteibuch als zusätzlicher Qualifikationsnachweis?
Am Ende war die Entscheidung eindeutig. CDU und FDP haben ihre Mehrheit im Stadtrat emotionslos ausgespielt. Sie wählten als 1. Beigeordnete und Stellvertreterin des Bürgermeisters die bisherige Rechtsamtsleiterin und nicht den qualifizierten langjährigen Technischen Beigeordneten. Ein Affront? Dieser Eindruck setzt sich spätestens dann fest, seit bekannt wird, dass die Gewählte erst 2018 in die CDU eingetreten ist. Die zeitliche Nähe zwischen Wahl zur 1. Beigeordneten und dem Bekenntnis zur CDU wird auch dann nicht vom Tisch gewischt, wenn als Begründung die Dorstener Zeitung zitiert: „Vor dem Hintergrund des Erstarkens von extremistischen Parteien ist für mich die Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei grundsätzlich ein Ausdruck von Haltung …“. Klingt gut, weil selbstverständlich, aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht besonders überzeugend. Eher drängt sich der peinliche Eindruck auf, dass das CDU-Parteibuch zur Ergänzung der fachlichen Bewerbungsunterlagen geholfen hat, gewählt zu werden. Natürlich wird diese Kritik von allen Akteuren energisch bestritten, ändert aber nichts an dem peinlichen Wahlschauspiel. Denn die parteipolitischen Karten wurden hinter den Kulissen gemischt und im Stadtrat dann ausgespielt.
Christian Lindner ist und war immer ein aktiver Selbstdarsteller. Ein guter Politiker und Stratege ist er dagegen nicht. Obwohl nach der letzten Bundestagswahl Jamaika in trockenen Tüchern war, ließ er den unterschriftsreifen Vertrag kurzfristig platzen. Seine Rechnung, dass es dann zu Neuwahlen kommt, ging nicht auf. Seitdem ist er in Erklärungsnot. Anstatt es erst einmal mit Selbstkritik zu versuchen, hier könnte er von der SPD lernen, baut er einen Popanz auf, der weder realistisch noch überzeugend ist. So vergeht kaum ein Tag, ohne die SPD zu bezichtigen, Planwirtschaft anzustreben. Und die Grünen behagen ihm auch nicht. Sie tragen inzwischen das Etikett LIBERAL so offen vor sich her, dass Christian Lindner krampfhaft seinen Platz in der Parteienlandschaft sucht. Und hier will er nun doch (wieder) an die Seite der Union. Gestern noch Merkel düpiert, zieht er heftig am Rockzipfel von AKK. Sollte nämlich, so sein Wunsch, die GroKo nach der vereinbarten Zwischenbilanz und den bevorstehenden Wahlen platzen, dann steht er bereit, sofort Regierungsverantwortung zu übernehmen. Ein Selbstdarsteller dieser Kategorie kennt weder Selbstzweifel noch Skrupel. Um aus der Sackgasse, in die er sich selbst manövriert hat, herauszukommen, setzt er auf Verunglimpfung seiner Konkurrenten und richtet seine Nase nach der neuen Windrichtung. Glaubwürdigkeit geht anders.
In Dorsten wird bald ein Apfelbaum „Rhade“ wachsen
Das Rhader Wappen zeigt einen Baumstumpf, der unserem Ort als Namensgeber dient. Rhade = Rode(n). Ein Symbol unserer 800jährigen Geschichte. Heute wissen wir, dass in erster Linie Baumpflanzungen nötig sind, um unser Klima im lebensnotwendigen Gleichgewicht zu halten. Eine Baumpflanzaktion ist daher auch immer ein Symbol der Zukunft. Und so ist die Idee zu verstehen, im Bürgerpark Maria Lindenhof jeweils einen Baum aus jedem der 11 Dorstener Stadtteile zu pflanzen und ihn mit einem Namensschild des Ortsteils zu versehen. Nun ist es soweit. Am 28. März* wird bereits um 8 Uhr morgens der Baum „RHADE“ im Bürgerpark Stadtkrone gepflanzt. Am 11. Mai* folgt dann im Rahmen eines Parkfestes, die Einweihung. Mehr Symbolik des Zusammenhaltes, der Identifikation der Bürger in der Gesamtstadt Dorsten geht nicht. Und in Rhade erinnert der Baum DORSTEN seit Oktober daran, dass wir alle Rhade und Dorsten sind. Jetzt müssen wir darauf achten und einfordern, dass aus der Symbolik, eine nachhaltige und gleichwertige Entwicklung aller Stadtteile erwächst. Ein Rhader Appell in Richtung Stadtrat und Rathaus.
* An der Pflanzaktion und der Einweihung können alle Rhader Bürger gerne teilnehmen
Klimaschutz in 3 Minuten 20 Sekunden nachhaltig erklärt. Greta Thunberg (15) aus Schweden bewegt die Welt. Sie hat unsere Unterstützung uneingeschränkt verdient. Greta ist das Vorbild unserer Jugend und unser schlechtes Gewissen.