Allgemein Die Hervester SPD feierte ihren 100sten Geburtstag

Viele Gäste, viele Erinnerungen, viel Wehmut

100! Da muss gefeiert werden. Der stolze SPD-Ortsverein Hervest hat gezeigt, dass der, der feste arbeitet auch feste oder Feste feiern kann. Die Dorstener Zeitung berichtete ausführlich. Siehe Foto. Nun heißt es nach vorne zu sehen. Unsere Gesellschaft, unsere Stadt braucht die SPD. Wer will das bestreiten? Aber sie muss sich reformieren, um zu alter Stärke zurückzufinden. Dieser Prozess ist eingeleitet. Viele Gespräche vor einer Woche drehten sich genau um dieses Thema. Gut so. Nur durch konstruktive Diskussionen untereinander werden Wege gefunden, die Sozialdemokratie zu stärken. So wird sie ihr Ziel, mehr Gerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft erreichen. Glück auf!

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 20.09.2018

 

Gesundheit Rhade: Ärztliche Versorgung – war da was?

„Alles in Butter“ – vermittelt die Kassenärztliche Vereinigung (KV)

So richtig zufrieden konnten die wenigen Besucher, die meisten kamen aus Rhade, den Heimweg nicht antreten. Sie hatten sich mehr von der Veranstaltung im Forum der VHS über die mangelhafte ärztliche Versorgung auf dem Lande versprochen. Die Rhader SPD hatte den Anstoß gegeben und eine bestens besuchte Informationsveranstaltung im Oktober 2017 mit den beiden Hausärztinnen vor Ort durchgeführt und Fragen gestellt. Nun also die Folgeveranstaltung, zu der die Stadtverwaltung, leider am falschen Ort, eingeladen hatte. Auf dem Podium: 1 Vertreter der KV, 2 Ärztevertreter (Fachärzte) aus Dorsten, sowie der Bürgermeister. Das Ergebnis ist schnell zusammengefasst:

  • Die Informationen der KV waren klar und nachvollziehbar
  • Statistisch gesehen ist in Dorsten und dem Kreis RE alles „in Butter“
  • Die Hausarztversorgung liegt in der Lippestadt knapp über 100%
  • Die Verteilung in Dorsten ist nicht gleichmäßig (Rha 2; Le 4; Wulfen 9; Hervest 6; Altstadt 11)
  • Die KV ist nicht verantwortlich für die Verteilung der Ärzte!
  • Für Rhade wäre ein „halber“ bis ganzer Hausarzt zusätzlich angebracht!
  • Die KV macht Politik für die Lage verantwortlich

Die Diskussion:

  • Statistik ist verständlich, Probleme in Rhade aber weiter vorhanden und wachsend
  • Zu geringer Verdienst der Hausärzte? Nein, entspricht inzwischen dem der Fachärzte
  • Zu viel Bürokratie? Ja, aber KV ist unschuldig. Politik und Krankenkassen haben den Schwarzen Peter
  • Möglichkeiten der Kommune? Kreativität ist gefragt. Eher erkennbar: Rat- und Hilflosigkeit
  • Hausbesuche? Liegt im Ermessen des Hausarztes!

Fazit: In der Diskussion wurde deutlich, dass Statistik nicht alles ist. Dass in Rhade zu viele Patienten auf die beiden Ärztinnen treffen, wird eher achselzuckend zur Kenntnis genommen. Die Annahme, dass die KV die Ärzte-Verteilung steuern kann, wurde klar dementiert. In Zukunft ist zu erwarten, dass die hausärztliche Versorgung allgemein noch schlechter wird. Unsere älter werdende Bevölkerung (Demographiewandel) trifft auf fast 40% aller Hausärzte, die das Rentenalter erreicht haben. Dass die Vertretungsorganisation aller Ärzte, die Kassenärztliche Vereinigung, keinen klaren Forderungskatalog in Dorsten vorstellte, sondern fast ausschließlich den Status Quo beklagte und gleichzeitig verteidigte, überraschte schon.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 19.09.2018

 

Schule und Bildung In die nationale Schul- und Bildungspolitik kommt Bewegung – endlich!

16 Bundesländer, 16 Schulsysteme? – Eine Lösung ist in Sicht

Schul- und Bildungspolitik ist Ländersache. Bis heute. Morgen könnte sich etwas Grundlegendes ändern. Dann nämlich, wenn ein Brief an die Kanzlerin in aktuelles Handeln umgesetzt wird. Die Briefschreiber sind die Vorsitzenden der FDP und der Grünen auf Bundesebene. Sie bieten sich als Unterstützer der GroKo an, einer längst überfälligen Reform zum Erfolg zu verhelfen. Dazu muss aber die Verfassung mit mindestens 2/3 Zustimmung im Bundestag geändert werden. Die ganz große Koalition würde dann nämlich die Schul- und Bildungspolitik vom Kopf auf die Füße stellen. Dann würden 16 konkurrierende Schulsysteme mit 16 verschiedenen Schulbüchern der Vergangenheit angehören. Dann würden Eltern mit schulpflichtigen Kindern ohne Sorge vor großen Brüchen im Lernerfolg von einem Bundesland ins andere wechseln können. Die Aussichten, dass diesmal nicht nur diskutiert, sondern gehandelt wird, sind groß. Voraussetzung ist, dass das Angebot zur Superkoalition in Bildungsfragen nicht auf dem Altar der Parteieitelkeiten in den Bundesländern geopfert wird. Deutschland muss endlich in Bildungsfragen in der „Champions League“ spielen. Gut wäre, wenn die SPD den Spielmacher stellen würde.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 18.09.2018

 

Gesundheit Heute VHS Dorsten: Die ärztliche Versorgung auf dem Land ist verbesserungswürdig - auch in Rhade

Rhader SPD ist Auslöser einer öffentlichen Veranstaltung mit der Kassenärztlichen Vereinigung

Wer kennt das nicht in Rhade? Schlangen vor der Arztpraxis in der Debbingstraße. Das war der Grund für die Rhader Sozialdemokraten, die beiden Allgemeinmedizinerinnen Marlies Weddeling und Marion Hüttermann am 9. November 2017 einzuladen und zu befragen. In einer viel beachteten Veranstaltung gaben sie bereitwillig Auskunft über ihre Patientenzahlen und ihre viel zu langen Arbeitszeiten. Verantwortlich ist die Kassenärztliche Vereinigung, die festlegt, wie die ärztliche Versorgung organisiert wird. Und danach gibt es im gesamten Kreis Recklinghausen ausreichend Allgemeinmediziner. Im Durchschnitt. Während in der Stadt zu viele Ärzte praktizieren, wird der ländliche Bereich gerne gemieden, sprich vernachlässigt.„So geht das nicht“, lautete das Fazit der Rhader SPD. Die Einladung zu einer Folgeveranstaltung in Rhade mit der Kassenärztlichen Vereinigung kam aber nicht zustande. Sie, die KV wollte nur dann kommen, wenn die Stadt Dorsten einlädt. Ein Antrag der Rhader SPD fand die Zustimmung des Rates. Die Veranstaltung findet also statt. Leider hat die CDU dafür gesorgt, den Veranstaltungsort ins Zentrum zu verlegen. Obwohl Rhade der Auslöser war und das geschilderte Problem hier „unter den Nägeln brennt“. Heute, Montag, 17. September, 19 Uhr, steht in der VHS-Dorsten die Kassenärztliche Vereinigung Rede und Antwort.

Veröffentlicht am 17.09.2018

 

Allgemein Was ist ein guter Sozialdemokrat?

Der Abnicker oder der kritische Begleiter? – Der  Sonntagskommentar

Verpflichtet die Mitgliedschaft in einer Partei, in diesem Fall der SPD, zu uneingeschränkter Loyalität? Geht es um die großen Ziele Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, wird meine uneingeschränkte Zustimmung alternativlos eingebracht. Geht es aber um die Wege dorthin, ist (m)eine kritische Begleitung selbstverständlich. Auch wenn es dabei zu sogenannten Loyalitätskonflikten mit den gewählten Funktionären und Abgeordneten kommt. Ein Paradebeispiel dafür ist das, aus Sicht der SPD, komplett aus dem Ruder gelaufene Verfahren zur nötigen Sanierung des Kreishauses in Recklinghausen. Ein knapper Mehrheitsbeschluss der gewählten Parteienvertreter pro Abriss und Neubau konnte und kann, trotz begleitender Sachverständigengutachten, zu keinem Zeitpunkt die Öffentlichkeit überzeugen. Augen zu und durch? Nein, hier, wie auch bei anderen Sachthemen, ist die kritische parteipolitische Begleitung ein MUSS, um politische Prozesse transparent zu machen. Ein guter Sozialdemokrat wird nie seine eigene Meinung „an der Garderobe“ abgeben, wenn er fest davon überzeugt ist, dass seine Partei ihn und die Öffentlichkeit nicht überzeugen kann.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 16.09.2018

 

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