Kommunalpolitik Dorsten: Theaterjugendring mehr als eine nette Idee

Kultur in der Lippestadt krankt an geringer Kreativität

Das städtische Kulturangebot hat Lücken. Weder werden alle Stadtteile berücksichtigt, noch alle Altersgruppen. Die Rhader SPD hat darauf aufmerksam gemacht und mit entsprechenden Anträgen über die SPD-Ratsfraktion versucht, eine Verbesserung für alle Dorstener zu erreichen. Schließlich zahlen auch alle Bürger unserer Stadt für VHS, Theater, Büchereien und Museen. Das ist gescheitert, weil die Mehrheitspartei CDU das nicht will. Warum? „Ist zwar ne nette Idee, aber die Nachfrage ist nicht da“, so oder ähnlich die Begründung. Nicht unwichtig zu wissen, dass auch im Kulturamt, also mit Zustimmung des Dezernenten (CDU) so argumentiert wird. Dass eine lebendige, kreative städtische Kultur, die alle Bürgerinnen und Bürger als Zielgruppe „im Auge“ hat, zu den wichtigen Standortfaktoren einer Stadt zählt, gehört zum allgemeinen Wissen einer guten Verwaltung. Dorsten hat hier Nachholbedarf. Für Kultur muss aktiv geworben werden. Und insbesondere bei denen, die aus vielerlei Gründen bisher dazu keinen Zugang hatten. „Kultur für alle“, ist ein gesellschaftspolitischer Anspruch, der ernst zu nehmen ist. Wer diesen Anspruch mit dem Hinweis „zwar eine nette Idee, aber ...“, arrogant ablehnt, hat nicht verstanden, wie eine positive Identifikation mit der eigenen Stadt erzielt wird. Und noch etwas: Private, Gewinn orientierte Events in unserer Stadt können auch unter dem Oberbegriff Kultur registriert werden, sie entbinden aber die Verwaltung nicht von eigenen Ideen.

Eine Anmerkung aus Rhade

Veröffentlicht am 17.05.2018

 

Kreistagsfraktion Kreishaus: Abriss, Neubau oder Sanierung? (Teil 2)

Die Entscheidung naht

120 Millionen Euro. Kein Pappenstiel. Der Kreis Recklinghausen, sprich der Landrat, die Kreisverwaltung und die 72 Abgeordneten des Kreistages ringen seit Monaten um die richtige Entscheidung. Das „Rathaus“ des Kreises Recklinghausen ist zwar erst 38 Jahre alt, entspricht aber nicht mehr dem heutigen technischen Standard. Das liegt u. a. daran, dass notwendige Sanierungen wegen der angespannten Haushaltslage immer wieder verschoben wurden. „Kaputt gespart“ wäre der passende Begriff. Nun also naht die Entscheidung. 2 Möglichkeiten stehen zur Abstimmung. Abriss und Neubau für ca. 1600 Mitarbeiter, oder eine Komplettsanierung. Bauexperten rechnen vor, dass beide Varianten etwa gleich teuer werden. Nämlich stolze 120 Millionen Euro. Keine leichte Entscheidung. Besonders weil die kreisangehörigen Städte, darunter Dorsten, sich an den Kosten beteiligen müssen. Heute treffen die SPD-Fraktionsvorsitzenden der 10 kreisangehörigen Städte im Kreishaus neben der Verwaltungsspitze die Baufachleute. Ziel: Soviel Informationen zu erhalten, um in den Städten für eine sachliche Bewertung einzutreten. Und sicherlich werden auch Alternativen angesprochen, wenn es sie denn gibt.

Eigener Bericht - Wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 16.05.2018

 

Bundespolitik Lindner liebt den Effekt – seriöse Politik geht anders

FDP überschätzt sich und überdreht (mal wieder)

Christian Lindner, nicht die FDP hat bei der letzten Bundestagswahl überraschend gut abgeschnitten. Das ist dem Hauptdarsteller zu Kopf gestiegen. Anstatt die angestrebte Regierungsverantwortung anzunehmen, taktierte er seine Partei in die Opposition. Seine Rechnung, dass es wegen der unklaren Mehrheitsverhältnisse zu Neuwahlen kommt, ist nicht aufgegangen. Diese taktischen Spielchen hat die FDP wieder auf Normaltemperatur gebracht. Lindner, mehr Schauspieler als Politiker, hat jetzt wieder die Bühne des Parteitags gesucht, um sich darzustellen. Dabei ist er zum Grenzgänger geworden. Mit AfD-Vokabular versucht er die Rechten an sich zu binden, mit „Innovation Nation“ die Marktgläubigen. Und mit Wolfgang Kubicki bietet die FDP einen weiteren Selbstdarsteller in der 2. Hauptrolle auf, der die Effekthascherei perfekt beherrscht. Die FDP ist mal wieder dabei, die Bodenhaftung zu verlieren. Nicht vergessen sind Möllemann und Westerwelle, die sogar auf Schuhsohlen für das Projekt 18 geworben haben. Die jetzigen (niedrigen) FDP-Umfragen zeigen, dass die Wähler nicht „doof“ sind.

Ein aktueller Einwurf aus Rhade

Veröffentlicht am 15.05.2018

 

Ortsverein Wir trauern um Adolf Hense

 

Adolf Hense war einer von uns. Nun hat er uns für immer verlassen. 43 Jahre war er Mitglied der SPD. Er hat mit seiner Mitgliedschaft vor Ort ein Zeichen gesetzt. „Die Rhader SPD muss unterstützt werden“. Wir danken ihm, indem wir ihn nicht vergessen wollen. Seine Offenheit, seine Toleranz, seine Großzügigkeit waren seine Markenzeichen. Das alles werden wir vermissen. Am 25. Mai wird Adolf Hense um 15 Uhr in Rhade beigesetzt. Anschließend wird die hl. Messe in der St. Urbanus Kirche gefeiert.

Veröffentlicht am 14.05.2018

 

Allgemein Wir müssen beunruhigt sein – ICH ZUERST ist kein Zukunftsprogramm

  • USA: Donald Trump tut, was er sagt. Rücksichtslos. Damit gewinnt er (vielleicht) sogar wieder Wahlen nach innen, außen erzeugt er Ratlosigkeit und Instabilität.
  • Russland: Vladimir Putin ist Programm. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich – und wird gnadenlos verfolgt. Damit gewinnt er nach innen Wahlen, nach außen erzeugt er Misstrauen, Unsicherheit, kurz: Instabilität.
  • Italien: Demokratische Wahlen ergeben keinen alleinigen Gewinner. Das Wort Kompromiss scheint es im Italienischen nicht zu geben. Die Selbstblockade der Parteien schadet nach innen, außen bleiben Ratlosigkeit und Unverständnis zurück. Letztlich stürzt damit Italien, als wichtige EUVolkswirtschaft, die Gemeinschaft der noch 27 in die schleichende Instabilität.
  • Venezuela: Nicolas Maduro, Nachfolger von Hugo Chavez. Beide sind als Volkstribunen gestartet und als Diktatoren gelandet. Armut, Hoffnungslosigkeit im ganzen Land und der Region, nur weil das ICH eines Machthabers keine demokratische Zukunftsentwicklung zulässt.
  • Nicaragua: Daniel Ortega. Da war doch mal was. Siehe Spiegelstrich Venezuela.

Die Liste der politischen Egomanen könnte seitenlang fortgeschrieben werden. Demokratie = Verantwortung auf Zeit. Verantwortung für ALLE. Betrachten wir die genannte Liste, müssen wir beunruhigt sein. Oder unsere demokratischen Rechte mehr als bisher wahrnehmen. Auf allen Ebenen.

Der Sonntagskommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 13.05.2018

 

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