Allgemein EU-Datenschutzverordnung: Segen oder Fluch?

Verunsicherung ist das mildeste Urteil

Keine Frage, dem Missbrauch unserer Daten musste mit klaren Gesetzesvorgaben begegnet werden. Die seit gestern in Kraft gesetzte EU-Regel wirft aber Fragen über Fragen auf. Lassen wir mal die global agierenden Großkonzerne beiseite, die mit eigenen Rechtsabteilungen die Umsetzung irgendwie hinkriegen und konzentrieren uns auf kleine Vereine, Parteiengliederungen und Bürgerinitiativen. Die Kommunikation unter den jeweiligen Mitgliedern funktionierte bislang schnell und problemlos über die elektronischen Medien. Jetzt müssen alle nochmals schriftlich bestätigen, dass sie weiter auf diesem Weg informiert werden wollen. Der Empfänger muss sagen, wozu er die Daten nutzt, bzw. nicht nutzt. Fotos von Treffen dürfen zwar persönlich ausgetauscht werden, sobald sie aber veröffentlicht werden, ist die Einwilligung der abgebildeten Personen zuvor verbindlich einzuholen. Internetseiten wie www.spd-rhade.de mussten mit einer Datenschutzerklärung „aufgerüstet“ werden. Die Sprache soll einfach und verständlich sein. Soll – geht aber nicht. So bleibt am Ende ein fader Beigeschmack, weil die gute und richtige Absicht, unsere Daten vor Missbrauch zu schützen, von einem europäischen Bürokratiemonster gefressen wird. Die Sorge und Verunsicherung bei kleinen Vereinen, Parteigliederungen und Bürgerinitiativen vor Fehlern, die dann von sogenannten Abmahnanwälten ausgenutzt werden, ist mit den Händen zu greifen. Gefordert werden jetzt nationale Begleitgesetze, die mehr Rechtssicherheit bieten. Wir fragen: Warum erst jetzt?

Ein besorgter Kommentar aus Rhade (wird fortgesetzt) - Nachsatz: Unsere SPD-Europaabgeordnete Gabriele Preuß und unser SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes wurden um eine Bewertung gebeten, die wir veröffentlichen wollen. 

Veröffentlicht am 26.05.2018

 

Sport SSV Rhade – erstklassig

Neuer Kunstrasenplatz ist Vorzeigeobjekt

„Was lange währt, wird endlich gut“. Die Redensart trifft auf das Rhader Großprojekt „Kunstrasenplatz“ eindeutig zu. Mut, Ehrgeiz und Beharrlichkeit sind nötig, um sich als Sportverein neu aufzustellen. Und dass das dem SSV Rhade gelungen ist, wird spätestens jetzt deutlich erkennbar, wenn an diesem Wochenende der neue Kunstrasenplatz eingeweiht wird. Wir gratulieren den „Machern“ des aktiven und agilen Sportvereins, den vielen Sponsoren und ideellen Unterstützern zu diesem Erfolg. Rhade ist damit ein Stück attraktiver geworden. Die Rhader Sozialdemokraten sagen Dank und wünschen dem Verein einen stetigen Aufstieg.

Veröffentlicht am 25.05.2018

 

Foto: privat Europa Europa und Euro – Die Krise nimmt Gestalt an

Wankt Europa oder stürzt es schon?

Nun also Italien. Das Land ist hoch verschuldet und reformresistent. Nun übernehmen Parteien die Regierung, die mit einfachen Antworten auf äußerst komplizierte Fragen die Wahlen gewonnen hat. „Italien zuerst“. Trump lässt grüßen. Verbindliche Verträge mit eingegangenen Verpflichtungen sollen aufgekündigt, die Steuern gesenkt, ein Grundeinkommen eingeführt, die Renten erhöht und die Lebensarbeitszeit verkürzt werden. Wer zahlt am Ende die Zeche? Ist dieses Europa der 27 noch zu retten? Steht uns eine neue Banken- und Eurokrise ins Haus? Wir brauchen jetzt eine europäische Führung, die klare Antworten gibt. Wir brauchen keine Absichtserklärungen, kein Wunschdenken. Wir Wähler erwarten, dass sich die EU so positioniert, dass wir erkennen, „wir schaffen das“ und wir gewinnen mit einem starken Europa. Wenn aber der Slogan „weiter so“ Bestand hat, dann dürfen wir uns nicht darüber wundern, dass die italienische 5-Sterne-Bewegung die 12 Sterne der EU-Flagge zum abstürzen bringt. Europa wankt – oder stürzt es schon?

Ein Einwurf aus Rhade

Kurz erklärt:

Veröffentlicht am 24.05.2018

 

Landespolitik NRWSPD-Vorstand nominiert jüngste Parteispitze aller Zeiten

Es tut sich was - Eine neue Mannschaft für Nordrhein-Westfalen

Der Landesvorstand der NRWSPD schlägt dem Landesparteitag, der am 23.6. in Bochum stattfinden wird, eine Neubesetzung der nordrhein-westfälischen Parteispitze vor. Er nominiert hierfür Sebastian Hartmann (als Landesvorsitzender), Nadja Lüders (Generalsekretärin), Marc Herter, Elvan Korkmaz, Veith Lemmen, Sören Link, Dörte Schall (alle stellvertretende Landesvorsitzende) und André Stinka (Schatzmeister). Im Zuge dessen schlägt der Vorstand mit einem satzungsändernden Antrag vor, die Anzahl der stellvertretenden Vorsitzenden von derzeitig vier auf zukünftig fünf zu erhöhen. Sollte der Parteitag diesem Personalvorschlag folgen, wäre dieses Team mit einem Durchschnittsalter von 41 Jahren die jüngste Parteispitze in der Geschichte der NRWSPD. Daneben wurde ein erster Entwurf des Leitantrags „Die Zukunft gemeinsam gewinnen. NRWSPD anders bessermachen“ und weitere Anträge u.a. zur Bildungs- und Kommunalpolitik in den parteilichen Diskussionsprozess für den Landesparteitag eingebracht.

www.nrwspd.de

Fotogalerie: von oben nach unten

Mitte: Sebastian Hartmann und Natja Lüders

Links: Marc Herter, Elvan Korkmaz und Veith Lemmen

Rechts: Sören Link, Dörte Schall und Andre Stinka

 

Veröffentlicht am 23.05.2018

 

Investitionen in Grundschulen versprechen den größten Bildungserfolg für ALLE Kinder Bildung & Forschung Schule: Schafft endlich mehr Chancengleichheit!

Fakten, Fakten, Fakten

Nach wie vor leistet sich unser Land, besser leisten sich unsere 16 Bundesländer ein Bildungssystem, das von gestern ist. Ideologische Scheuklappen der Politik verhindern „erfolgreich“ Verbesserungen, die die Wissenschaft „alle Jahre wieder“ fordert und mit Fakten unterlegt. Nach wie vor entscheidet die soziale Herkunft über den Bildungserfolg. Der Beweis:

  • Von 100 Kindern mit mindestens einem studierten Elternteil beginnen 74 ein Studium
  • 63 davon schließen mit Bachelor ab, 45 mit dem Masterabschluss, 10 promovieren.
  • Von 100 Kindern, deren Eltern keine Hochschule besucht haben, sind es nur 21, die ein Studium beginnen.
  • Davon schaffen nur 15 den Bachelor, 8 machen weiter bis zum Master und nur eine Person erlangt den Doktortitel.

Während im Durchschnitt die OECD-Staaten 5,2% ihrer Wirtschaftsleistung in Bildung investieren, sind es bei uns nur 4,3%! Es ist aber nicht nur das Geld, das einen Durchbruch zum Besseren verhindert, es ist auch unser Schulsystem. Die wissenschaftliche Forschung nennt 3 Maßnahmen, die eine Wende bringen würden:

  1. Stärkere Investition in die frühkindliche Bildung. Je früher gefördert, je geringer die spätere Benachteiligung.
  2. Die frühe Verteilung der Schulkinder auf unterschiedliche Schularten fördert die Ungleichheit, verhindert die Chancengleichheit der Schüler. Alle wichtigen Industrieländer wären hier Vorbild für Deutschland.
  3. Die Bildungsausgaben fließen nicht gerecht. Anstatt mit der Gießkanne zu verteilen, müssen besonders Grundschulen gefördert werden, so mehrere wissenschaftliche Studien, die sich mit der geschilderten Faktenlage auseinandergesetzt haben.

Es läuft also einiges falsch bei uns. Obwohl wir das wissen, lernen ...

Veröffentlicht am 22.05.2018

 

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