Dampfplauderer trifft Klartextredner bei Anne Will
Peter Altmeier (CDU) ist ein politisches Schwergewicht, Kanzleramtsminister und oberster Koordinator der deutschen Flüchtlingshilfe. Wenn er auf Fragen antwortet, dann schnell, ohne Punkt und Komma, alles schönredend und fast immer nichtssagend. Gerne redet auch so lange, bis sich keiner mehr an die Eingangsfrage erinnert. Kurz: er ist ein Dampfplauderer par excellence.
Martin Schulz (SPD) ist ein politisches Schwergewicht der ganz anderen Art und Präsident des Europaparlaments. Wenn er auf Fragen antwortet, dann klar und schnörkellos. Er nimmt „kein Blatt vor den Mund“ und trifft fast immer den „Nagel auf den Kopf“. Falsche Rücksicht auf große Namen nimmt er nicht. Kurz: er redet Klartext und unterscheidet sich damit wohltuend von den vielen Plauderstrippen in unseren Talkshows. Ein Vorbild der politischen Klasse. Ein Vollblutpolitiker, auf den die SPD stolz sein kann.
Ein Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 26.04.2016
Frank Schwabe, MdB, überzeugend wiedergewählt
Am Samstag (23.4.) fand in der Rosa-Parks-Schule in Herten der Kreisverbandsparteitag mit Neuwahlen des Vorstandes des SPD-Kreisverbands Recklinghausen statt.
Alexander Letzel (28), SPD-Bürgermeisterkandidat für Herten, stimmte als „Gastgeber“ auf den Parteitag mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Sozialdemokratie ein. Im Anschluss betonte der Vorsitzende des DGB-Bezirks Emscher-Lippe Josef-Hülsdünker die Bedeutung von Solidarität in der Gesellschaft und der „wieder gewonnenen engen Verbindung“ zwischen Gewerkschaften und Sozialdemokratie.
Die sozialdemokratischen Grundwerte „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ sowie daraus folgend der soziale Ausgleich in unserer Gesellschaft ist auch Richtschnurr im Arbeitsprogramm des SPD-Kreisverbandsvorstandes, das Kreisverbandsvorsitzender Frank Schwabe (MdB), beherzt vorstellte. Unter dem Titel „Gemeinwohl für alle im Kreis Recklinghausen“ will sich die Kreis-SPD gemeinsam mit den Stadtverbänden und Ortsvereinen in den einzelnen Städten den aktuellen gesellschaftlichen politischen Herausforderungen stellen. Und weiter:
Veröffentlicht am 25.04.2016
Eine Geschichte, die sich so zugetragen haben könnte
Wenn eine Kuh mehr Milchleistung bringen soll, wird der Bauer alles dafür tun, dass sie sich wohlfühlt. Von klassischer Musik, über Massagebürsten bis zum Spezialleckerli. Der Erfolg ist wissenschaftlich mehrfach bestätigt, der Fachbegriff lautet wirklich Kuhkomfort. Wenn ein Unternehmer oder Chef einer Behörde seine Mitarbeiter motivieren will, mehr zu leisten, wird er alles dafür tun, dass sie sich wohlfühlen. Zwar ohne Massagebürsten und beruhigende Musik, aber Leckerli in Form von beruflichem Aufstieg und finanziellen Zulagen helfen auch weiter. Der Fachbegriff lautet wirklich Betriebspsychologie Wenn ein Unternehmer oder Chef einer Behörde bei der Personalführung aber einen Fehler macht, ist das in der Regel kontraproduktiv. Der prognostizierte Misserfolg ist wissenschaftlich mehrfach bestätigt. Wenn beispielsweise bei einer Neueinstellung die bewährte Hierarchie des Unternehmens völlig verändert wird, ist in der Regel keine Leistungssteigerung bei denen, die sich plötzlich im 2. Glied wiederfinden, zu erwarten. In größeren Unternehmen werden aber solche Neubesetzungen ausgeschrieben und Betriebs- oder Personalräte achten darauf, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Betriebspsychologie gehört dort zum bewährten Handwerk. Und sollte es wirklich mal zu Alleingängen des Chefs kommen, wäre die Öffentlichkeit sofort alarmiert, die Mitarbeitervertretung würde intervenieren, und die Presse kritisch berichten. Soweit so gut. Sollte dennoch ein Leser aus dieser Sonntagsgeschichte etwas konstruieren wollen, sei ihm zugerufen: „Es ist eine Geschichte, die sich so zugetragen haben könnte – mehr nicht“.
Eine Sonntagsgeschichte aus Rhade
Veröffentlicht am 24.04.2016
Die Weltgemeinschaft nimmt die Bedrohung durch den Klimawandel ernst: Vertreter von 165 Staaten unterzeichnen am Freitag den Pariser Klimavertrag bei den Vereinten Nationen in New York. Erstmals verpflichten sich alle Staaten der Welt, die gesetzten Klimaziele zu erfüllen. „Die ganze Welt macht sich auf diesen Weg. Ich will mithelfen, dass Deutschland dabei Vorreiter bleibt“, sagte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in New York.
Hendricks unterzeichnet am Freitag im Rahmen einer Zeremonie der Vereinten Nationen in New York das Pariser Klimaschutzabkommen. Deutschland gehört damit zu den Erstunterzeichnern des Klimavertrags, der erstmals alle Staaten der Welt in die Pflicht nimmt.
Klimaschutz-Abkommen
Darum geht es im Klimaschutz-Abkommen:
Veröffentlicht am 23.04.2016
„Gehen, ging, gegangen“ von Jenny Erpenbeck
An dieser Stelle wurde schon häufig über die gewaltige Fluchtbewegung aus Kriegs- und Armutsgebieten berichtet. Es sind Menschen, die bei uns ankommen. Menschen wie Du und ich. Jenny Erpenbeck hat einen beeindruckenden Roman geschrieben, der den Leser verstört. Verstört, weil das Einzelschicksal von Flüchtlingen, die in Berlin gestrandet sind, so authentisch beschrieben ist, dass einem der Atem immer wieder stockt. Da ist Richard, ein in Rente gegangener Wissenschaftler, verwitwet, der mehr zufällig mit „dem Problem“ konfrontiert wird, die Zusammenhänge hinterfragt, die Hilfe suchenden Menschen persönlich kennen lernt, sich immer mehr einmischt und dabei eine nie erwartete Zufriedenheit erreicht.
Ein Buch, dass ganz nah an der Realität ist und dem Leser, der seine Toleranz, seine Liberalität, sein positives Menschenbild noch nicht ganz verloren hat, hilft, vor Ort mit anzupacken und sich in Initiativen wie z. B. der Flüchtlingshilfe Lembeck/Rhade zu engagieren. Erschienen im Knaus-Verlag, ISBN: 978-3-8135-0370-8
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 22.04.2016