Ein Kommentar aus Rhade zum "Jahrestag"
Sein Versprechen vor der Wahl war eindeutig. Sollte ich zum Bürgermeister gewählt werden, trete ich vom Amt des CDU-Vorsitzenden zurück, um mich ganz der neuen Aufgabe zu widmen. Es dauerte dann aber doch noch einige Monate und freundlicher Erinnerungen von außen, bis am 1. Februar 2015 der Lippestadt-CDU-Vorsitz in andere Hände ging. Was für die Stadt richtig und wichtig war, scheint für die CDU ein Problem zu sein. Seit 12 Monaten ist es nämlich erstaunlich ruhig, andere sprechen von langweilig, in der Dorstener CDU. Ob Tobias Stockhoff aber weiterhin im Hintergrund als parteipolitischer Strippenzieher tätig ist, wissen wir nicht. Solange sich alle Bevölkerungsgruppen unserer Stadt uneingeschränkt vom Bürgermeister und Verwaltungschef vertreten fühlen, sollte das auch egal sein. Ein Bürgermeister ist immer nur der Erste unter Gleichen. Die Zugehörigkeit zu einer Partei ist weder für ihn, noch für andere Verwaltungsmitarbeiter zu beanstanden. Nur „frei“ im Denken und Handeln müssen sie bleiben. Obwohl das eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, gehört das höfliche Erinnern daran, zu den Aufgaben aller Parteien und kritischer Bürger.
Veröffentlicht am 01.02.2016
USA: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Donald Trump könnte der nächste US-Präsident sein. Nicht drüber nachdenken.
Europa: 28 Länder bilden eine Wirtschafts- und Wertegemeinschaft. Bildeten – muss es heißen.
Berlin: Holocaust – Gedenktag im Reichstag. 84jährige Überlebende Ruth Klüger berichtet erschütternde Details ihres Martyriums, das ihr von Deutschen angetan wurde. Heute spricht sie, wegen der humanitären Hilfe der Deutschen den Flüchtlingen gegenüber, von Verwunderung, die in Bewunderung umgeschlagen ist.
Berlin/GroKo: War was? Alles gut? Scheidung vertagt.
Genf: Die UN-Syrienkonferenz beginnt nach jahrelangen Vorbereitungen. Werden sich die ungleichen Verhandlungspartner endlich dazu durchringen, den Irrsinn zu beenden? Übrigens wurden bisher ca. 45.000 (!) Lufteinsätze der "Assat-Regierung" und der „Alliierten“ in Syrien und Umgebung geflogen! Bilanz des Schreckens: Mehr als 200.000 Tote, Millionen Flüchtlinge.
Dorsten: Der „Fall Paul“ ist nicht vom Tisch. Der Stadtrat beschließt auf Antrag der SPD, das nicht weisungsgebundene Rechnungsprüfungsamt zu beauftragen, unabhängig und vorurteilsfrei den Fall zu untersuchen. CDU diffamiert Kritiker der bisherigen „Aufarbeitung“ als „Oberaufklärer“. Grüne scheinen, wie CDU und FDP, ebenfalls zum verlängerten Arm der Verwaltung zu mutieren.
Rhade: Jetzt sind auch Flüchtlinge in größerer Zahl in Rhade angekommen. Die Informationsveranstaltung der ehrenamtlichen Lembecker Helferinitiative war beeindruckend. „Ärmel aufkrempeln, mitmachen, das macht uns reicher“, so die Botschaft. Der Beifall in der Kirche zeigte Zustimmung.
Zu guter Letzt: Die Handballer sind im Endspiel der Europameisterschaft. Team- und Kampfgeist haben Berge versetzt. Wenn das die SPD aufgreift und umsetzt, wird sie auch wieder mal im Endspiel stehen – und möglicherweise gewinnen!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 31.01.2016
Rainer Walter hört zu, staunt und ist empört
Nach langer Zeit habe ich wieder einmal eine Ratssitzung besucht. Sie versprach interessant zu werden, war ich doch beim Zustandekommen eines SPD-Antrages in dieser Sitzung selber beteiligt. Es drehte sich um das Pflegekind „Paul“, das, während es vom Dorstener Jugendamt betreut war, zur Therapie (Eins-zu-Eins-Betreuung) nach Ungarn gebracht wurde. Jeder interessierte Bürger weiß mittlerweile, dass diese Maßnahme als gescheitert angesehen werden kann und dem Jungen nicht wirklich geholfen wurde, wenn nicht sogar die Gefahr einer Schädigung des Jungen bestand. So verwunderte es den Zuhörer, der die Diskussion um diesen Tagesordnungspunkt verfolgte, wie und besonders worüber diskutiert wurde. Mit keinem Wort wurde Selbstkritik geäußert, kein Wort des Bedauerns dem Jungen gegenüber, der aus seinem gewohnten Umfeld gerissen und nach Ungarn gebracht wurde. Ein Junge, der bis zu seiner Ausreise ...
Veröffentlicht am 29.01.2016
Wirklichkeit und Satire liegen oft nah beieinander
Berlin: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat in Berlin einen Leseraum für Bundestagsabgeordnete der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach Anmeldung, unter Aufsicht (!), ohne Handy oder Fotoapparat, dürfen sie geheime Akten zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) lesen. Sprechen dürfen sie über ihre dort gewonnenen Erkenntnisse nicht (!). Zur Erinnerung: Der Bundestag ist das Kontrollorgan der Regierung. Achtung: Das ist Wirklichkeit – keine Satire!
Dorsten: Bürgermeister Tobias Stockhoff hat in Dorsten einen Leseraum für Ratsmitglieder vorgesehen. Nach Anmeldung und unter Aufsicht (!) dürfen Ratsmitglieder ohne Handy oder Fotoapparat, geheime Akten zum Fall „Paul“ lesen. Sprechen dürfen sie über ihre dort gewonnenen Erkenntnisse nicht (!). Zur Erinnerung: Der Stadtrat ist das Kontrollorgan der Stadtverwaltung. Achtung. Das ist Satire – keine Wirklichkeit!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 29.01.2016
Rhader Internetseite wird aufgefrischt
Wegen überörtlicher Umstellungsarbeiten wird unsere Internetseite voraussichtlich in der Zeit vom 27. bis 29. Januar nicht aktualisiert. Danach werden wir, wie in den Jahren davor, täglich über kommunale, regionale, internationale Geschehnisse berichten und kommentieren. Wir sind nach wie vor sehr beeindruckt über die Zahl unserer Seitenaufrufe und Leser. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden weiter über alle Ereignisse um uns herum, kritisch, aber auch selbstkritisch, berichten. Um es mit Ranga Yogeshwar zu sagen: „Bleiben Sie uns treu, empfehlen Sie uns weiter“.
Veröffentlicht am 26.01.2016