Wir schaffen das – Lembecker Ehrenamtliche überzeugen nachhaltig
Die St. Urbanuskirche in Rhade war gestern Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Nachricht, dass im Michaelisstift 100 Flüchtlinge untergebracht werden, mobilisierte das ganze Dorf. Und es waren ehrenamtliche Flüchtlingshelfer aus der Nachbargemeinde, die eingeladen und informiert haben, was Rhade tun kann, um die Herausforderung gemeinsam mit Lembeck zu bewältigen. Es war die Art und Weise der Information, die die vielen gebannt zuhörenden Besucher tief beeindruckte.
Ob Joachim Thiehoff als Moderator, Bürgermeister Tobias Stockhoff, der gastgebende katholische Pastor, der Sozialamtsleiter Rentmeister, das „Organistenteam“ aus Lembeck, der Vertreter des Malteser Hilfsdienstes, Frau Wahl vom Verband der ev. Kirchengemeinde und besonders die 3 vortragenden Integrationslotsen aus Lembeck, und, und und – sie alle wuchsen in ihrer sachlichen und dennoch berührenden Information über sich hinaus. Lang anhaltender Beifall nach jedem Wortbeitrag zeigten, dass die ehrenamtlichen (!) Veranstalter den Nerv der Zuhörer voll getroffen haben und so erfolgreiche Werbung für Mitmenschlichkeit, solidarische Hilfe und Motivation zum Mitmachen vermittelt haben. Ein Besucher sprach im Hinausgehen den legendären Satz von John F. Kennedy: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst“. Fazit: Rhade und Lembeck werden künftig eng zusammenarbeiten und beweisen, dass der Satz: „Wir schaffen das“ zumindest vor Ort seine Berechtigung erfährt.
Eigener Beitrag - Wird in mehreren Beiträgen fortgesetzt
Veröffentlicht am 26.01.2016
Wir dürfen nicht vergessen
Vor 71 Jahren endete der 2. Weltkrieg. Das ganze Ausmaß der Katastrophe, von Hitler-Deutschland ausgehend, brennt sich in unser Gedächtnis ein. Menschen, die einen anderen Glauben hatten, Menschen, die anders waren, Menschen, die nicht so wollten wie die selbsternannten „Herrenmenschen“, wurden grausam umgebracht. Alles vergessen? Vergessen, wenn schon wieder „Ungläubige“ barbarisch ausgelöscht werden? Nein, der 27. Januar, von der UN zum Holocaust-Gedenktag ausgerufen, muss uns weltweit mahnen, endlich aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Deshalb denken wir heute, auch in Dorsten an die Verbrechen, die unter unseren Augen, unseren jüdischen Bürgern, in unserer Stadt angetan wurden: Demütigung – Verfolgung – Ermordung!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 26.01.2016
Stadtrat muss über SPD-Antrag abstimmen
Am Mittwoch, 27. Januar um 17 Uhr tagt der Dorstener Stadtrat im Rathaus. Punkt 9 der Tagesordnung verspricht einige Spannung. Die SPD hat nämlich beantragt, das nicht weisungsgebundene Rechnungsprüfungsamt (RPA) mit einer Überprüfung zu beauftragen, ob es in den letzten Jahren bei der externen Betreuung von Jugendlichen, der Fall Paul steht stellvertretend für weitere „Sonder-Erziehungsmaßnahmen“ durch private Anbieter, zu Fehlverhalten gekommen ist. Fehlverhalten kann z. B. bedeuten, dass „in Obhut“ genommene Kinder nicht vorschriftsmäßig betreut, verbindliche Richtlinien nicht eingehalten und Privatanbieter Leistungen in Rechnung gestellt haben, die nicht komplett erbracht wurden. „Mit Kindern Kasse machen“, so TV-Berichte, die u. a. auf Dorsten und „Paul“, der mit 11 Jahren (!) nach Ungarn zur sonderpädagogischen Einzelerziehung „verbracht“ wurde, aufmerksam machten. Die Stadtverwaltung konnte, obwohl ziemlich unter Druck stehend, anfangs noch den Eindruck, „alles richtig gemacht zu haben“, offensiv vermitteln. Das hat sich aber geändert. Recherchen von außen haben nämlich schnell gezeigt, dass die angekündigte lückenlose Aufklärung, eher einer gewaltigen Rechtfertigungsmaschinerie entsprach. Inzwischen ermittelt auch die Staatanwaltschaft Essen. Die RPA-Untersuchung könnte, ohne dem Ergebnis vorgreifen zu wollen, endlich zeigen, dass „man“ im Rathaus verstanden hat. So wie in Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und anderen Städten. Der Antrag der SPD im Wortlaut:
Veröffentlicht am 25.01.2016
Nachrichten der letzten Woche erzeugen Schwindelgefühle
- Fluchtbewegung ungebremst. Lösungsansätze verpuffen schon im Vorfeld an EU-„Partnern“
- Verhältnis zwischen Seehofer und Merkel zerrüttet. Ehe (GroKo) vor dem Aus?
- Deutsche Tornados können nur am Tag in Syrien eingesetzt werden. Cockpit-Beleuchtung blendet Piloten
- Bundeswehreinsatz in Mali (Afrika) soll ausgeweitet werden. Von der Leyen schließt neuen Einsatz in Libyen nicht aus
- Frank-Walter Steinmeier rackert sich ab. Endlich ein Erfolg im Konflikt mit dem Iran. Ungelöste Probleme warten „nur“ noch in Polen, Ungarn, Marokko, Tunesien, Algerien, Ukraine, Türkei, …
- Dass ein Flüchtling mit mehreren Identitäten in Deutschland leben kann, ist ein Unding. Dass aber der letzte Paris-Attentäter, registriert in Recklinghausen, über insgesamt 28 (!) Identitäten verfügte und sogar per Flugzeug nach Schweden reisen konnte, zeigt gnadenlos auf, dass bei uns etwas gewaltig aus dem Ruder gelaufen ist.
- In Davos treffen sich wieder die Reichen und Einflussreichen. Ein weltweites „soziales“ Netzwerk der besonderen Art
- Die Deutsche Bank wieder mit Milliardenverlust. Mehr als 5 Milliarden Euro (!) müssen jetzt für anhängige Schadenersatzklagen bereitgestellt werden. Hochachtung vor den Bankern? Verachtung und Ächtung wären angebracht
- Landtagswahlen in 3 Bundesländern steigern die Nervosität aller Parteien. Das Fernsehen und das Aussehen scheinen die wichtigsten Kriterien der politischen Auseinandersetzung zu sein
Veröffentlicht am 24.01.2016
Freie Grundschulwahl führt zu sozialer Trennung - SPD-Landtags-abgeordnete reagieren sofort
Die Diskussion über die Schließung der Wichern-Grundschule hat sich noch nicht gelegt, da legt die Bertelsmannstiftung mit einer Studie den Finger in die nächste Wunde. Es geht dabei um die freie Grundschulwahl in NRW. Kurz: Privilegierte Eltern (mit größerem Geldbeutel) suchen sich für ihre Kinder Grundschulen in Wohngebieten aus, in denen kaum Kinder aus nicht so glatten sozialen Verhältnissen beschult werden. Damit wird aber einer sozialen Trennung Vorschub geleistet. Verbindliche Schulbezirksgrenzen, die von Fall zu Fall angepasst werden, könnten Schulschließungen und die jetzt beanstandete soziale Trennung der Kinder verhindern, so die Forderung der Rhader SPD vor Wochen. Hans-Peter Müller und Michael Hübner, beide SPD-Landtagsabgeordnete u. a. für Dorsten, reagierten sofort auf die Stellungnahme der Rhader Sozialdemokraten. Ihre Antworten werden die Dorstener Verwaltung und den Rat zum Handeln „zwingen“. Im Wortlaut: …
Veröffentlicht am 23.01.2016