Bürgerhinweis
Am Bahnübergang Feldstraße/Schlehenweg zeigen rotweiße Hinweisschilder den vielen Radlern, wohin die Reise weiter gehen könnte. Dass da etwas verwirrend ist, zeigt das Foto deutlich. Während die Information „Borken/Heiden“, sowie „Dorsten/Lembeck“ klar ist, lässt das 3. Schild „Schermbeck/Rhade Bahnhof“ Fragen offen. Ein kleines Zusatzschild, um den Weg entlang der Bahntrasse zu nehmen, würde die offensichtliche Verwirrung auflösen. Der Bürgerhinweis an die SPD wurde inzwischen an die Verwaltung weitergeleitet.
Veröffentlicht am 22.10.2015
Heiko Maas spricht Klartext - „Rechte sind bei uns nicht integriert“
Ruhig, sachlich, aber klar, schnörkellos und direkt. So präsentiert sich der Justizminister seit Wochen in der Öffentlichkeit. So auch am letzten Sonntag bei Günter Jauch. Er lässt den Rechten, die als besorgte Bürger gestartet sind, sich aber zu Sorgenbürgern entwickelt haben, keinen Spielraum für Hetze und Aufwiegelung zu strafbaren Handlungen. Gut so. Oder besser: Endlich zeigt der Staat, in Person des Justizministers, dass Rechtsradikalität sofort verfolgt und bestraft werden muss. Heiko Maas hat mit seinem öffentlichen Auftreten viel Sympathie gewonnen. Ein Minister, der immer stärker wird. Sigmar Gabriel hat mit der überraschenden Berufung des saarländischen SPD-Landesvorsitzenden zum Bundesminister, ein „glückliches Händchen“ bewiesen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 21.10.2015
Klangbrücken zwischen den Kulturen – Standing Ovation
Dass Musik „grenzenlos“ alle Sinne der Menschen erreicht, ist allseits bekannt. Dennoch schaffen es herausragende Musiker und Sänger immer wieder, die Zuhörer mitzureißen und sie in eine besondere Gefühlslage zu verführen. So am frühen Sonntagabend in der ev. Kreuzkirche in Hervest. 5 Musiker der Extraklasse, ein einfühlsamer Rezitator und eine begeisternde Sängerin, Schirin Partowi mit der Gruppe AVRAM. Weltmusik heißt es im Programmheft. Dieser Begriff schien groß gewählt, traf aber in allen Belangen zu. Jiddische, arabische, französische, englische, türkische Klänge und Texte – Schirin Partowi scheint überall zu Hause zu sein. Dazu eine Ausstrahlung, die die Zuschauer vom ersten bis zum letzten Stück beeindruckte. Es ist die Dorstener Veranstaltungsreihe zur Interkulturellen Verständigung, die von den katholischen, evangelischen Kirchengemeinden, der türkischen Moscheegemeinde DITIB, dem Jüdischen Museum und Franz-Josef Stevens „gemanagt“ wird. Die Veranstalter spiegeln das Programm 1:1 wider. Juden, Christen und Muslime sind Bürger unserer Stadt, bereichern die unterschiedlichen Kulturen gegenseitig. Ein Konzert, das Lust auf mehr macht, ein Kulturangebot, das Dorsten sehr gut zu Gesicht steht, Veranstalter, die zeigen, was Zusammenarbeit „über den „Tellerrand“ möglich macht. Siehe www.brueckenschlag-dorsten.de
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 20.10.2015
Liebe Leserin, lieber Leser aus Rhade,
für uns alle ist die Flüchtlingssituation sehr präsent. Mir ist klar, dass es viele Fragen sowie Sorgen gibt. Vor diesem Hintergrund wünsche ich mir, dass Deutschland ein offenes, gerechtes und lebenswertes Land bleibt. Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung sind die Basis für ein friedliches Zusammenleben, sie gelten uneingeschränkt für alle in unserem Land. Ob Neuankömmlinge oder Alteingesessene – beide Seiten sind gefordert. Entscheidend ist, dass Konflikte offen angesprochen und im konstruktiven Dialog gelöst werden. Es darf keine Verteilungskonflikte geben. Flüchtlinge und Einheimische dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Deshalb wird es mit der SPD auch keine Aufweichung des Mindestlohns geben. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir mehr finanzielle Mittel für den Wohnungsbau und die Kinderbetreuung durchgesetzt haben. Hiervon profitieren alle. Integration gelingt durch Bildung. Das gilt für diejenigen, die schon immer in unserem Land gelebt haben, gleichermaßen wie für die Menschen, die jetzt hinzukommen.
Immer mehr hilfesuchende Menschen kommen nach Deutschland, um hier Schutz zu finden. Die Bundesregierung hat zur Entlastung
Veröffentlicht am 19.10.2015
Dauerpräsenz kann nicht gut gehen
Die Bilder lügen nicht. Tiefe Ringe unter den Augen, müde und angespannt. So „begegnen“ uns Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier und andere Spitzenpolitiker seit Wochen täglich im TV. Morgens Berlin – Bundestag, mittags Brüssel, Teheran oder Türkei – Meinungsaustausch, nachmittags – Pressekonferenzen, abends – Parteiveranstaltungen, danach noch Teilnahme an Talkshows. (Was machen die eigentlich nachts?) Wer kann das auf Dauer aus- und durchhalten? Was bleibt bei diesem Stress auf der Strecke? Neben der Familie sicherlich nicht selten auch die Qualität der Aussagen und Entscheidungen. Dazu kommt die permanente Beobachtung der Öffentlichkeit, die ständige Rechtfertigung, der Blick zur nächsten Wahl. Das ist auf Dauer weder gut für die Demokratie und sicherlich auch nicht für die handelnden Akteure. Selbst vom „gemeinen“, ehrenamtlichen Lokalpolitiker wird erwartet, dass er möglichst in allen Themenfeldern sachkundig ist, dass er an den Veranstaltungen seiner Stadt teilnimmt, dass er in seiner Partei Rechenschaft ablegt, dass er die Verwaltung kontrolliert und ständig eigene Akzente setzt. Nein – das ist eine Überforderung unserer Politiker – oben und unten. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele sich das nicht (mehr) antun wollen. Nicht gut für die Demokratie, aber irgendwie verständlich. Die Lösung? Gute Frage. Keine Ahnung.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 18.10.2015