Bundespolitik Skurrile Diskussion in der SPD

Kann die SPD Kanzler?

„Die SPD sollte auf einen eigenen Kanzlerkandidaten bei der nächsten Wahl (2017) verzichten“, so Torsten Albig, SPD-Ministerpräsident in Schleswig-Holstein vor einigen Wochen. Angesprochen auf die nach wie vor schlechten SPD-Umfragewerte, hat er, mehr augenzwinkernd als ernst gemeint, diese Äußerung gegenüber der Presse getan. Den daraufhin entstandenen Dominoeffekt hätte er natürlich vorhersehen müssen. Die CDU reagierte sofort mit der Meldung, dass Angela Merkel „wahrscheinlich“ für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stünde. Sigmar Gabriel musste dem Eindruck widersprechen, dass die SPD bereits aufgegeben habe. Nun hat er eine Diskussion zur Unzeit am Hut. Forderungen der Basis nach Urwahl des nächsten SPD-Kanzlerkandidaten tun ein Übriges dazu. Der langjährige Beobachter von außen wundert sich immer wieder, wie eigentlich erfahrene Profipolitiker durch unüberlegte Stellungnahmen die eigene Partei in die Defensive zwingen. Sie sollten als Lerneffekt mal einige Zeit ehrenamtlich an der Basis für ihre Partei arbeiten.

Ein kleiner Kommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 11.08.2015

 

Schule und Bildung Rhader Grundschule startet mit nur 33 Kindern

Reicht das, um zu überleben?

Zwei Klassen mit insgesamt 33 neuen Erstklässlern. So startet die Urbanus-Grundschule ins neue Schuljahr. Das sieht im Moment nicht gut aus. Der so genannte Schulentwicklungsplan sagt zwar, dass in den nächsten Jahren ausreichend I-Männchen in Rhade eingeschult werden, um die Schule im Ort vor der Schließung zu retten. Aber eine Garantie gibt es nicht. Das mussten andere Schulen in Dorsten (Wichernschule) bereits bitter erfahren. Der Demografiewandel, das heißt wir werden älter und weniger, ist auch in Rhade klar erkennbar. Wir müssen heute uns dafür einsetzen, dass Rhade auch morgen noch eine Grundschule hat. „Kurze Beine- kurze Wege“ muss unser Leitgedanke bleiben.

Eigener Bericht 

Veröffentlicht am 10.08.2015

 

Wir müssen zusammenhalten und zusammenrücken. Nur so können wir die Herausforderungen bei uns dauerhaft bewältigen. Kommunalpolitik Dorsten: Politische Sommerpause auf der Zielgeraden

Es gibt viel zu tun, im Zentrum aber auch in Rhade – packen wir es an!

  • Stadtentwicklung: Altstadt oder Hervest? CDU diskutiert kontrovers über Auswirkungen der Mercaden- und der parallel betriebenen EDEKA-Ansiedlung auf dem Zechengelände.
  • Flüchtlinge: Über 500 leben in Dorsten und hoffen auf Asylanerkennung. Zusätzlich ca. 150, die nach der Erstaufnahme im alten Petrinumgebäude, die Lippestadt nach wenigen Tagen wieder verlassen, um auf andere Städte verteilt zu werden.
  • Haushalt: Die Sparbemühungen zeigen Wirkung. Die Bezirksregierung ist zufrieden. Dorsten ist aber wohl noch immer nicht „ganz unten“ angekommen. Neue Aufgaben, z. B. Integration der Flüchtlinge und Asylbewerber sind nicht kalkulierbar. Land und Bund müssen noch mehr Verantwortung, sprich finanzielle Unterstützung leisten.
  • Hilfsbereitschaft: Die Dorstener Bevölkerung zeigt Herz und spendet für die aus aller Welt gestrandeten. Wenn es jetzt noch gelänge, den politisch, religiös oder ethnisch Verfolgten eine dauerhafte Perspektive in Dorsten zu vermitteln, wäre das ein Mosaikstein für die Baustelle "Demografiewandel bei uns“.
  • Parteien: Personell sieht es nicht gut aus bei allen Parteien. Wenn das so weiter geht, werden sie den Grundgesetzauftrag, Art. 21, an der politischen Willensbildung mitzuwirken, nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt, erfüllen können. Nachwuchsmangel wohin man sieht.
  • Kultur: In Dorsten ist was los. Es ist aber nicht nur das Lippe-Polder-Projekt, es sind die vielen kleinen Initiativen, von der Presse nicht so beachtet, die aber für eine Bereicherung im Quartier sorgen. Die Rhader Kasperle-Aufführung ist ein Beispiel von vielen.
  • SPD-Rhade: Am 18. August werden sich die örtlichen Sozialdemokraten um 19.30 Uhr im Gasthaus Pierick treffen, um über die Zukunft des „Dorfes“ weiter zu beraten.
  • Zu guter Letzt: Der Ball rollt fast wieder überall. Ob blauweiß, schwarzgelb, grünschwarz, rot, weiß oder gestreift - eine gute, kurze Ablenkung der genannten Probleme. 

Veröffentlicht am 09.08.2015

 

Bundespolitik Hiroshima und Nagasaki mahnen: Atomwaffen ächten!

70 Jahre Atombombenabwurf

Xanthe Hall ist beim Verein „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) zuständig für die politisch-strategische Arbeit, Internationales, Frieden, Atomwaffen.:

Heute, 70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki, existieren immer noch rund 16 000 Atomwaffen weltweit. 1800 Atomwaffen werden in den US- und russischen Arsenale in höchster Alarmbereitschaft gehalten und können binnen weniger Minuten Millionen von Menschen umbringen.

Jüngst wurde ich von einem Studenten während einer Vorlesung gefragt: „Die Politiker sind doch nicht so blöd, dass sie die Atomwaffen tatsächlich einsetzen würden, oder?“ Seine Einstellung ist normal. Wir können nicht glauben, dass jemand mit Absicht einen Atomkrieg beginnen würde. Aber aus Versehen? Mehrmals standen wir in der Geschichte vor dem Abgrund, weil die Frühwarnsysteme Raketenangriffe meldeten. Zum Glück wurden sie als Fehlalarme erkannt oder man entschied, nicht zu reagieren. Doch in Spannungszeiten ist der Menschenverstand nicht immer verlässlich.

Die Ächtung und Vernichtung von Atomwaffen kommt nicht voran:

Veröffentlicht am 08.08.2015

 

Hautnah mit dem Kasperle. Die begeisterten Kinder wollen Kasperle ganz nahe sein. Mittendrin: Stefan Tränkler Jugend Kasperle in Rhade: Glänzende Kinderaugen und rote Bäckchen

(Mit-)Spielend erkennen Kinder blitzschnell Gut und Böse

"Das war was", so noch ganz atemlos ein kleiner Steppke, der dem Kasper mit über 100 Kindern und vielen Erwachsenen lautstark half, den Räuber zu besiegen und am Ende das Gute triumphieren zu lassen.
Immer wieder beeindruckend, wie das Original Hohnsteiner Puppentheater es schafft, mit einer einfachen, aber ungemein spannenden Geschichte die vielen Besucher, das Carola Martius-Haus war bis auf den letzten Platz besetzt, über 50 Minuten zu fesseln und zum Mitspielen zu bewegen. Stefan Tränkler, der Mann hinter der Bühne und Chef des Theaters, zeigte bereits zum 2. Mal in Rhade, in welch hohe Kunst das Puppenspiel einzuordnen ist. Die Figuren beginnen in seinen Händen zu leben und mit den Kindern zu kommunizieren. 

Lautstark unterstützen sie den Hauptakteur mit der Zipfelmütze, der, neben den Zuschauern, auf die Unterstützung von Seppl, der Großmutter, dem Polizisten und natürlich dem Zauberer zählen kann, um den Räuber Hotzenplotz in seine Schranken zu verweisen. „Unglaublich“, so ein begeisterter, seine Enkelkinder begleitender Großvater, „ dass trotz TV und digitaler neuer Spielewelt, eine Live-Kasperleaufführung mehr als 160 Besucher auf eine Achterbahn der Gefühle mitnehmen und letztlich verzaubern kann“. Brigitte Hartwich, die bereits zum 8. Mal die Rhader Ferienspaßaktion mit einem Puppentheaterauftritt bereichert hat, zeigte sich sehr zufrieden über den ungebremsten Zuspruch und die Unterstützung mehrerer Sponsoren, darunter die Volksbank Lembeck/Rhade, Druck und Graphik, Carola Martius- Haus, SPD Rhade und andere. „Wichtig ist mir“, so Brigitte Hartwich, „einen Kulturbeitrag besonders für Kinder und Jugendliche auch im ländlichen Bereich ohne Zugangsbeschränkung (Eintrittsgeld) zu ermöglichen“. Ein Konzept, das zeigt die Abstimmung mit den Füßen, das seit Jahren aufgeht.

Eigener Bericht

 

Veröffentlicht am 07.08.2015

 

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