Nachdenklich. Holger Lohse, oberster Stadtentwickler im Rathaus. Hier beim Workshop Rhade Kommunalpolitik Streit um die richtige Richtung

Wieviel Geschäftszentren verträgt Dorsten?

Die Merkaden im Stadtzentrum sind noch im Bau, der Honsel-Edeka-Neubau auf dem  ehemaligen Herverster Zechengelände noch in der Planung. Doch nun gibt es Streit. Interessant, dass die CDU mit unterschiedlichen Einschätzungen öffentlich agiert. Da scheint Druck im Kessel zu sein. Wie groß darf Honsel werden, um das Merkadenprojekt und andere Einzelhändler in der Altstadt nicht zu gefährden? Wird Toom der erste Verlierer sein? Die öffentliche Auseinandersetzung ist eröffnet. Ein bisschen spät, findet der kritische Beobachter von außen. Richtig ist, dass eine Stadt wie Dorsten, mit den vielen Außenbereichen, sinkender und älter werdender Bevölkerung, eine Stadtentwicklungspolitik benötigt, die diese klar erkennbare Tendenz berücksichtigt. Und das kann nur heißen: Ein leistungsfähiges Zentrum und mehrere überlebensfähige Nebenzentren. Wenn das nicht nachhaltig geklärt ist, wird die Marktbereinigung wieder über Schließungen, Leerstände und Abriss erfolgen. Eine Horrorvorstellung. 

Kommentar aus dem Nebenzentrum Rhade

Veröffentlicht am 01.08.2015

 

Bundespolitik Flüchtlingspolitik

Mit deutlichen Worten hat SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel mehr Sachlichkeit in der Debatte um die Flüchtlingspolitik in Deutschland gefordert. Die Herausforderung könne durch eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen bewältigt werden. Mehr Haltung erwartet er von einzelnen Vertretern aus CDU und CSU.

 

Veröffentlicht am 31.07.2015

 

Brigitte Hartwich präsentiert die Plakate für Kasperles Auftritt Veranstaltungen Kasperle wird Rhader Kinder wieder verzaubern

Ferienspaß mit dem Hohnsteiner Puppentheater

„Kultur für alle“. Ein Slogan, der besonders in den 70er Jahren auch für mehr Kinder- und Jugendtheater, u. a. in den ländlich geprägten Räumen warb. Brigitte Hartwich aus Rhade setzt nun schon seit 8 Jahren diese Idee praktisch um. Immer in den großen Ferien lädt sie ein bekanntes Puppentheater ein, um den Kleinen, eine Altersbegrenzung nach oben gibt es nicht, einen besonderen Spaß zu bereiten. Der klassische Kasper, von den Bühnen fast verschwunden, hat in Rhade einen festen Aufführungsplatz gefunden. So heißt es auch auf großen, unübersehbaren Plakaten „Kasperle kommt“.

Brigitte Hartwich, die als ehrenamtliche Veranstalterin auftritt, legt großen Wert darauf, dass „kein Kind zurückgelassen wird“. Durch die großzügige Unterstützung der Volksbank Lembeck/Rhade eG kann es daher auch in diesem Jahr, am Mittwoch, den 5. August um 15 Uhr im Carola Martius-Haus wieder heißen: Eintritt frei. Es ist aber nicht nur die Volksbank, sondern auch die Katholische Kirchengemeinde St. Urbanus, die das Carola Martius-Haus als Spielstätte zur Verfügung stellt. Handzettel und Plakate steuert Achim Schrecklein mit seinem Unternehmen Druck und Graphik bei, und die Rhader SPD hilft bei der Organisation vor Ort. Das Original Hohnsteiner Puppentheater, das zu den besten im deutschsprachigen Raum gilt, führt das Stück, „Kasper und der Zauberer“ auf. 

Veröffentlicht am 30.07.2015

 

Gesellschaft Rhader Arzt – ein Vorbild

Ehrenamtliches Engagement auf vielen Ebenen

Es war sicherlich eine gute Idee des Dorstener Bürgermeisters, den Rhader Allgemeinmediziner Dr. Friedrich Carl Heine zu fragen, ob er bei der Erstuntersuchung der  ankommenden Flüchtlinge im alten Dorstener Petrinumgebäude helfen könne. „Unser Arzt“, wie ihn noch viele Rhader auch nach seiner Pensionierung nennen, war sofort bereit, ehrenamtlich zu unterstützen. Die Dorstener Zeitung berichtet heute (29. Juli) ausführlich über die Not und das Elend der Flüchtlinge aus vielen Ländern, die derzeit Deutschland „ansteuern“. Wie soll eine Stadt, die auch als Erstaufnahmestation von der Bezirksregierung bestimmt wurde, das alles stemmen? Ohne die ehrenamtliche Unterstützung von Menschen wie F. C. Heine und vielen anderen, geht gar nichts. In der Regel wollen diese Helfer gar nicht, dass sie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden, aber sie sind Vorbild für uns. Wir sollten uns daher auf unterschiedlichen Wegen und nach unseren Möglichkeiten auch einbringen. Das Dorstener Bürgerbüro, das Bürgermeisterbüro der SkF-Sozialdienst katholischer freuen sich über unsere „Angebote“. Eine Telefonnummer lautet: 02362-663811

Eigener Bericht nach dem heutigen Artikel in der Dorstener Zeitung

Veröffentlicht am 29.07.2015

 

Gesellschaft 3 Fragen - 3 Antworten: Flüchtlinge in Dorsten

Stadt Dorsten beantwortet Fragen der Rhader SPD zur Flüchtlingsproblematik

Das internationale Flüchtlingsproblem macht vor der Lippestadt nicht halt. Hilfesuchende Menschen müssen untergebracht, versorgt und betreut werden. Eine Mammutaufgabe für jede Verwaltung. Wir fragen, ob die überall diskutierte Problematik in unserer Stadt amtlich bewältigt wird und ob es für diese, häufig traumatisierten Menschen eine Perspektive gibt: 

1. Wie viele Flüchtlinge aus welchen Ländern leben zurzeit in Dorsten und wie lange bleiben sie durchschnittlich in den Dorstener Unterkünften?

Antwort: In Dorsten leben zurzeit 502 Flüchtlinge/Asylbewerber, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. 275 Personen sind in städtischen Unterkünften untergebracht; 227 Personen leben in privatem Wohnraum. Die Menschen kommen aus 34 verschiedenen Ländern. Hauptherkunftsländer sind Albanien (75), Serbien und Montenegro (68), Mazedonien (64), Syrien (41), Kosovo (33), Eritrea (23) und Algerien (21). In den letzten drei Jahren sind insbesondere auch die Zahlen von so genannten „Wirtschaftsflüchtlingen“ angestiegen. Diese Gruppe unter den Asylsuchenden macht aktuell rund zwei Drittel der Flüchtlinge in NRW aus. Häufig handelt es sich dabei um s. g. „Folgeantragssteller“ (d.h. Antragssteller, die zum wiederholten Male einen Asylantrag gestellt haben). Wirtschaftliche Not ist durch das Grundgesetz als Asylgrund nicht anerkannt, daher werden insbesondere die Anträge auf Asyl von Flüchtlingen aus „sicheren Drittstaaten“ (etwa Serbien und Montenegro, Mazedonien oder Kosovo) mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht anerkannt. Viele reisen nach einigen Monaten freiwillig wieder aus oder werden Deutschland wieder verlassen müssen. Die durchschnittliche Verweildauer in den Unterkünften kann nicht präzise benannt werden. Diese hängt vom Status der Asylbewerber (Personen aus sicheren Drittstaaten dürfen grundsätzlich keinen privaten Wohnraum anmieten) und von der Anzahl der Personen ab. Bei Familien gelingt es in den meisten Fällen relativ schnell (innerhalb von vier bis fünf Monaten), privaten Wohnraum anzumieten. Alleinstehende haben es deutlich schwerer, weil auf dem Dorstener Wohnungsmarkt nur begrenzt kleine Wohnungen zur Verfügung stehen. Im Übrigen hängt die Verweildauer davon ab, in welchem Zeitraum die Asylverfahren abgeschlossen werden und gegebenenfalls eine freiwillige Rückkehr oder eine Abschiebung der Personen erfolgt. 

  1. Gibt es neben der „amtlichen“ Pflichthilfe auch solidarische Unterstützung aus der Bevölkerung? Zum Beispiel von Kirchengemeinden, Parteien, Bürgerinitiativen, Einzelpersonen?

Veröffentlicht am 28.07.2015

 

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