Rhader Landwirt zeigt wie es geht
„Wenn alle so verantwortungsvoll handeln würden wie der Rhader Landwirt Matthias Krampe, dann würde die Landwirtschaft einen besseren Ruf genießen und nicht ständig aus der Defensive argumentieren“, so ein Besucher beim Ortstermin des Umwelt- und Planungsausschusses am Mittwochnachmittag. Das die gesundheitsschädigende Nitratbelastung im Grund- und Trinkwasser des Dorstener Nordens auch mit der unvorschriftsmäßigen Ausbringung des organischen Düngers Gülle zu tun hat, ist unbestritten. Schwarze Schafe unter den Landwirten machen mindestens ein Drittel aus. Aber der Fokus muss auch auf die nachhaltig wirtschaftenden Bauern gerichtet werden. Und hier konnten sich die Ausschussmitglieder in Rhade überzeugen, dass die Diskussion über den Trinkwasserschutz nicht mit pauschaler Kritik an einem Berufsstand festgemacht werden darf.
Eigener Bericht – wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 20.03.2015
Wem nützt die Euro-Geldschwemme?
Der Euro verliert gewollt an Wert, um den Export zu beflügeln. Dazu hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen fast auf Null gesenkt und flutet zusätzlich mit Abermilliarden gedruckten Euros den Finanzmarkt, um Wirtschaftswachstum zu fördern und die Preise nach oben zu verändern. Ob das funktioniert? Eine besonders in Deutschland umstrittene Theorie. Das Ergebnis: Der Sparer guckt in die Röhre und verzweifelt allmählich. Festverzinsliche Anlagen rentieren sich schon lange nicht mehr. Dafür boomt der Aktienmarkt. 30 Prozent plus seit Anfang des Jahres. Das herumvagabundierende billige Geld von der EZB sucht Anleger – und findet sie an der Börse. „Der nächste Absturz kommt bestimmt“, so nicht wenige Experten. Was soll der „kleine Mann“ tun? Er hat kein Geld um mitzuzocken, seine mageren Ersparnisse schrumpfen, seine Rentenaussichten sind trübe. Auch das sollte bei der Einweihung der Frankfurter Glitzertürme angesprochen werden. „Wird wohl ein frommer Wunsch sein“, so resignierend ein zunehmend ratloser Beobachter von außen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 19.03.2015
Hochkarätige Veranstaltung soll Klarheit bringen
Fraktion vor Ort. Eine Veranstaltungsreihe der SPD-Bundestagsfraktion, die verdient, besucht und beachtet zu werden. Diesmal sind die Einlader Frank Schwabe und Michael Groß. Beide SPD-MdB’s. Der eine aus Recklinghausen, der andere aus Marl. Das Thema: Fracking – Moratorium jetzt.
Die Rhader und Dorstener SPD haben mit vielen Aktionen deutlich gemacht, dass Fracking verboten gehört. Jetzt diskutieren am Freitag, 27. März um 18 Uhr im Kreishaus Recklinghausen: Frank Schwabe, Michael Groß, Oliver Kalusch (BUND), Hartmut Pick, (Wirtschaftsverband Erdöl und Erdgasgewinnung), Ulrich Peterwitz (RWW), Franz-Gerd Hörnschemeyer (IGBCE).
Veröffentlicht am 18.03.2015
Gerichtsurteil spaltet die (deutsche) Nation
Vorbemerkung: Die Trennung von Staat und Kirche ist nicht im Grundgesetz verankert. Das so genannte Staatskirchenrecht regelt das Nebeneinander der Religionsgemeinschaften und des Staates sowie die notwendige Neutralität.
Pro: Deutschland ist Einwanderungsland. Religionsfreiheit ist im Grundgesetz verankert. Das Kopftuch kann bei Frauen zur muslimischen Glaubensbekennung und Ausübung dazugehören. Also auch bei Erziehern in staatlichen Schulen.
Contra: Religiöse Symbole gehören nicht an staatliche Schulen. Das Kopftuch bei Lehrerinnen sollte daher nicht zugelassen werden. Missverständnisse über die Rolle der Frau und der Religionsausübung sind so vorprogrammiert.
Kommentar: Unsere Gesellschaft lebt von der „bunten Mischung“ der Kulturen und Religionen. Toleranz darf aber nicht überstrapaziert werden. Staatliche Schulen sind neutrale Lernorte für alle Kinder, die hier aufwachsen. Kopftuchtragende oder verschleierte Lehrerinnen passen da eher nicht. Das Gerichtsurteil wird zwar von der SPD allgemein begrüßt, eine kritische Kommentierung trifft aber auch die allgemeine Grundstimmung unserer Gesellschaft.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 17.03.2015
Wie berechtigt sind die Geld-Forderungen aus Athen?
Griechenland sucht die Lösung für seine Geldprobleme in der Vergangenheit. Reparationsforderungen gegen Deutschland von bis zu 332 Milliarden Euro stehen im Raum, das wäre mehr als die aktuelle Staatsschuld von 320 Milliarden Euro. Um was geht es genau und wie berechtigt sind die Forderungen?
Der griechische Justizminister hat schon angedroht, deutsche Liegenschaften in Athen beschlagnahmen zu lassen. Die Ansprüche jedoch sind vielfältig, es geht um Reparationen für den griechischen Staat, um die Rückzahlung einer Zwangsanleihe und dann noch um die persönlichen Forderungen griechischer Opferangehöriger. Eine Auflistung:
Veröffentlicht am 16.03.2015