Umwelt Frackingverbot - Was plant die Regierung?

Die Ministerien Umwelt (Barbara Hendricks) und Energie/Wirtschaft (Sigmar Gabriel) haben ein Eckpunktepapier zum künftigen Umgang mit der umstrittenen Fracking-Technologie vorgelegt. Siehe unten. Barbara Hendricks erläutert die Eckpunkte vor der Presse.

Veröffentlicht am 08.07.2014

 

Bundespolitik Maut: Das geht gar nicht …

Wahlaussage contra Koalitionsvertrag – Modell auch für Dorsten?

Angela Merkel will sie nicht, Sigmar Gabriel hält sie für unumsetzbar, die Öffentlichkeit lehnt sie, im Gegensatz zum Mindestlohn, einhellig ab. Anders Horst Seehofer. Als Wahlkampfhit wurde die Maut in Bayern erfunden, jetzt entfaltet sie eine erstaunliche Eigendynamik.

Sie heißt plötzlich Infrastrukturabgabe und soll auf allen deutschen Straßen gelten. Und dass einheimische Autofahrer keine Mehrkosten zu tragen haben, glaubt kein Mensch. Wenn nämlich diese „Infrastrukturabgabe“ mit dem EU-Recht vereinbar ist, werden „morgen“ alle Nachbarländer diese auch einführen. Verständlich.

Aber was ist der Preis?

Veröffentlicht am 08.07.2014

 

Schule und Bildung Dorsten: Dauerbaustelle Schule

Weniger Schüler = weniger Schulraum

Seit Jahrzehnten wird über die „richtige“ Schulpolitik, auch in Dorsten gestritten. Ideologische Grabenkämpfe vergiften immer wieder das Klima. Leidtragende sind nicht selten die Kinder, die auch schon mal als „Versuchskaninchen“ bezeichnet werden.

Obwohl „alle Welt“ unser Schulsystem, das sich mehrere Schultypen parallel leistet, als überholt bezeichnet, halten wir daran fest. Mit überholt ist in erster Linie gemeint, dass die Integration von Migrantenkindern und Schulpflichtigen aus einfachen und prekären Verhältnissen partout nicht gelingen will. Die Chancengleichheit ist nicht gewahrt. Die Statistik über höhere Schulabschlüsse weist nach wie vor einen riesigen Vorteil für Kinder aus „behütetem, gut situiertem Milieu“ aus. Leisten können wir uns das eigentlich nicht. Der Demografiewandel zwingt uns nämlich, „kein Kind zurückzulassen“, wie es Hannelore Kraft auf den Punkt gebracht hat.

Demografiewandel heißt, nicht nur älter zu werden, sondern auch dramatisch weniger. In Dorsten müssen also auch Schulen geschlossen werden.

Veröffentlicht am 07.07.2014

 

Schule und Bildung Schule kann vom Fußball lernen

Nicht die Herkunft, das Talent ist entscheidend

Wir leisten uns immer noch ein Schulsystem, das aus mehreren unterschiedlichen Schultypen parallel besteht. Gymnasium, Privatschulen, Gesamtschulen, Förderschulen, Realschulen, Sekundarschulen, Hauptschulen …

Wenn in diesem System alle Schülerinnen und Schüler chancengleich behandelt, sprich unterrichtet würden, „wäre die Welt in Ordnung“. Tatsächlich haben insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund, aus armen Familien und aus prekären Verhältnissen nachweislich immer noch schlechtere, manchmal keine Schulabschlüsse.

Beim Fußball ist alles anders. Hier beobachten früh so genannte Scouts alle Talente, unabhängig von ihrer Herkunft. Das Ergebnis: Unsere Nationalmanschaft ist eine beeindruckende Weltklasse-Multi-Kulti-Truppe. Das Fördersystem des Deutschen Fußballbundes hat nämlich früh erkannt, dass die talentiertesten Kinder überall in unserem Land „aufgespürt“ und ausgebildet werden müssen. Unabhängig von ihrer Herkunft. Der Erfolg zeigt, dass da was dran ist.

Wenn das für den Fußball gilt, warum nicht auch in der Schule?

Es kann nicht sein, dass in den Fächern Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften und Co. überwiegend die Herkunft den weiteren Lebensweg bestimmt, im Fußball dagegen das Talent entscheidend ist. Wenn wir auch in unserem Bildungssystem Spitzenreiter sein wollen, müssen wir unsere „Taktik“ überdenken.

Eigener Bericht - Wird morgen fortgesetzt: "Dorsten - Dauerbaustelle Schule"

(Anlehnung an ZEIT-Artikel „Schlauer Fußball, dumme Schule“, Nr. 28)

Veröffentlicht am 06.07.2014

 

Bundespolitik Mindestlohn Teil 2 – Kann man von 8,50 Euro Stundenlohn leben?

Ein Beispiel:

  • 38 Stundenwoche x 8,50 = 323 Euro brutto/Woche
  • Bei 4 Wochen im Monat = 1292 Euro brutto/Monat
  • Single mit Steuerklasse 1 = ca. 1050 Euro netto/Monat
  • Größter Ausgabenblock: Die Miete

Zum Vergleich:

  • alleinstehender Hartz-IV-Empfänger = 391 Euro/Monat
  • plus ca. 333 Euro Mietzuschuss = gesamt 724 Euro/Monat

Fazit: Der Mindestlohn war lange überfällig. Ein großer Erfolg der SPD. Der Mindestlohn ist aber nach wie vor ein Einkommen auf niedrigem Niveau. Er ist  nicht weit von der Hartz-4-Unterstützung entfernt, deren Satz das Lebensnotwendige abbilden soll.

Eigener Bericht  

 

Veröffentlicht am 05.07.2014

 

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