Bundespolitik Die SPD regiert. Das Land kommt voran - Der Mindestlohn kommt

Der Bundestag hat am gestrigen Donnerstag mit breiter Mehrheit die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns beschlossen. „Wir setzen heute einen Meilenstein in der Arbeits- und Sozialpolitik“, sagte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Der Mindestlohn sei „von herausragender Bedeutung für Millionen von Arbeitnehmern, die endlich einen anständigen Lohn erhalten werden“.

Historische Entscheidung

„Das ist ein historischer Tag für Deutschland“, betonte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Rückblickend werde diese Entscheidung als großer sozialer Fortschritt bewertet werden. Viel zu lange seien Tarifverträge, faire Löhne, Mitbestimmung und Gewerkschaften bekämpft worden. Gabriel weiter: „Der heutige Tag ist ein Wendepunkt in dieser Entwicklung: der Mindestlohn setzt eine Grenze nach unten und das Gesetz bewegt viele zur Rückkehr in die Sozialpartnerschaft der Tarifverträge. Unser Ziel sind bessere Tariflöhne. Dahin haben wir heute einen Riesenschritt getan.“

Größte Sozialreform der Nachkriegsgeschichte

Veröffentlicht am 04.07.2014

 

Landespolitik "Vor Gericht und auf hoher See ..." - Teil 2 - Für Sie gelesen:

WDR 2 Klartext zur NRW-Haushaltssperre:

Eigentor der Opposition - Von Stefan Lauscher

Die Opposition im Landtag feiert ihren Sieg vor dem Verfassungsgericht. Doch um gut bezahlten Beamten Nullrunden zu ersparen, muss nun empfindlich gespart werden. Beschwerden? An die Opposition! - sagt Stefan Lauscher im WDR 2 Klartext.

Es läuft im Moment wirklich nicht gut für Hannelore Kraft.

Mit den Gewerkschaften hat sie sich in Sachen Beamtengehälter völlig überworfen. Beim Verfassungsgericht ist sie mit ihrem Besoldungsgesetz krachend gescheitert. Damit kann sie auch die 700 Millionen Euro jährlich nicht einsparen, die sie eigentlich einsparen wollte und muss. Und wie es mit der Haushaltssperre jetzt weitergeht, weiß im Moment auch noch keiner so recht. Aber wenn der heutige Tag vorbei ist, wird sich herausstellen, dass manche Tore auch Eigentore sind. Denn die Regierung muss sparen, und wenn nicht bei den Gehältern der gut bezahlten Beamten ab 3.500 Euro aufwärts dann eben woanders.

Im Klartext: Haushaltssperre heißt:

Veröffentlicht am 03.07.2014

 

Justiz und Inneres „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“

Verwaltungsgericht Münster zeigt Düsseldorf die Rote Karte

Immer wieder nutzen Bürgerinnen und Bürger ihr Recht, gegen Gesetze und Verordnungen, die die politisch Verantwortlichen getroffen haben, zu klagen. Und nicht selten bekommen sie auch Recht. Das kann ein Einkaufszentrum wie in Rhade sein (Lärmschutz), das kann ein riesiges Kraftwerk wie in Datteln sein (Abstandsverletzung), dass kann ein Kita-Platz sein, das kann das Wahlrecht (5%-Klausel) sein  oder auch, wie jetzt, eine von Anfang an umstrittene Beamten-Besoldungsregel der Landesregierung.

Die Redewendung „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“, drückt aus, dass keiner sicher sein kann, wie unsere unabhängigen Gerichte sich von Fall zu Fall entscheiden. Norbert Walter-Borjahns und die gesamte Landesregierung waren sich sicher, im Recht zu sein. Zu sicher, wie sich jetzt herausstellte. Obwohl eine Regierung über einen riesigen Verwaltungsapparat mit „unzähligen“ Rechtsexperten verfügt, kommt es immer wieder zu Korrekturen der politischen Entscheidungsträger durch unsere Gerichte. Richterschelte verbietet sich in der Regel. Die Unabhängigkeit der Gerichte ist das höchste Gut, das wir in unserem Rechtsstaat, der Begriff spricht für sich, haben.

Fazit: Bedenken, die im Gesetz- und Verordnungsverfahren bereits vorgebracht werden, müssen besser abgewogen werden. Unabhängig welche Partei in Düsseldorf oder der Kommune regiert.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 02.07.2014

 

Ist da das Sommerloch? Dorstener Parteien sind abgetaucht. Kommunalpolitik Das tiefe Loch

Dorstener Parteien sind abgetaucht

Die Dorstener Kommunal- und Bürgermeisterwahl hat Spuren hinterlassen. Während die eine Seite noch feiert, sucht die unterlegene Seite weiter nach Erklärungen. In der Lokalzeitung, leider existiert nur noch eine, haben u. a. Schützenvereine, Chöre und der Lokalsport das Kommando übernommen. Informationen über Parteienaktivitäten sind Mangelware.

Nach der monatelangen, äußerst intensiven Wahlkampagne müssen die Dorstener Parteien, die ausnahmslos von ehrenamtlich engagierten Mitgliedern getragen werden, durchatmen und sich neu sortieren. Das tiefe Loch, in das alle gefallen sind, ist normal. Nach der Sommerpause erwacht auch die Kommunalpolitik zu neuem Leben. Und die Parteien werden um den besten Weg für Dorsten weiter ringen.

Veröffentlicht am 01.07.2014

 

Allgemein Nebenbei bemerkt: Gewerkschaften haben nicht immer recht

Erwartungen an SPD sind unerfüllbar

Vielleicht, oder sogar wahrscheinlich hat die SPD Erwartungen geschürt, die sie nicht einhalten kann. Sie regiert nämlich nicht allein, sondern ist Juniorpartner einer stärkeren Partei. Das Dilemma der SPD ist schnell erklärt: Während die Union im entscheidenden Augenblick (Wahlen) nach wie vor auf Verbündete wie Kath. Kirche, Bauernverband, KAB, Kolping, Ärzteverband, Industrielobby und Co. zählen kann, hat sich die Sozialdemokratie zweimal gehäutet. Erst waren es die Grünen dann die Linke, die sich abspalteten und so letztlich das linke Lager nachhaltig schwächten. Als dann noch die Gewerkschaft ihre „Liebe zur SPD“ wegen der Agenda-Politik aufkündigte, war es aus mit einer eigenen Mehrheit.

Sigmar Gabriel ist es zu verdanken,

Veröffentlicht am 30.06.2014

 

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