Seine Erzählung besteht aus Lügen, Heuchelei und peinlicher Anbiederung
Er ist ein Selbstdarsteller, der die Aufnahmeprüfung in jedes Theaterensemble schaffen würde. So, wie ein Chamäleon, kann er spielend die Farbe wechseln. Gestern noch rot-grün-gelb, tendiert er aktuell in Richtung schwarz mit blauem Rand. Christian Lindner stellte mit der FDP die kleinste Koalitionspartei. Seine ständigen Versuche, den Koalitionspartnern und den Kanzler „vorzuführen“, mündeten im (Dauer)Streit. Olaf Scholz zog die Notbremse und setze seinen Finanzminister vor die Tür. Zu spät, so die weitverbreitete Einschätzung von außen. Lindner, sichtbar angeschlagen, versucht bis heute Tünkram zu erzählen. Also die Unwahrheit zu verbreiten. Derjenige, der im Hinterzimmer den Koalitionsbruch systematisch vorbereitet hat, versucht sich als Opfer darzustellen. Dabei greift er tief in die Requisiten-Kiste aus Lügen und Heuchelei. Blicken wir nur auf einen Punkt: Lindner hat Scholz, die SPD, die Grünen und selbst seine Partei mit seiner Sparpolitik, sprich dem Festhalten an der Schuldenbremse um jeden Preis, in die Handlungsunfähigkeit getrieben. Das war sein Hebel, um die Ampel kaputt zu machen. Alles im Hinterzimmer mit Merz und Co. abgesprochen. Hat geklappt. Wer genau hinhört, erkennt aktuell, dass Merz und Lindner in verklausulierten Nebensätzen, eine Reform der Schuldenbremse in Zukunft nicht ausschließen. Was tun, mit Politikern, die aus taktischen und parteipolitischen Gründen die Wahrheit strapazieren? Die Antwort ist einfach: Mit dem Wahlzettel am 23. Februar beantworten.
Rhader Gedanken zur Wahl
Veröffentlicht am 20.02.2025
„Man kann nicht so tun, als hätten islamistische Terrorakte nichts mit dem Islam zu tun. Alle Terroristen berufen sich schließlich auf die traditionellen Schriften bzw. die dominierende unkritische Auslegung dieser traditionellen islamischen Schriften, die in allen vom Islam geprägten Staaten vorherrscht. Die große Affinität des Islam zu Extremismus und Gewalt ist mithin ebenso wenig Zufall wie die Unterdrückung von Frauen. So stellt auch der renommierte Historiker Herfried Münkler in seinem jüngsten Werk „Welt in Aufruhr“ fest: „Nirgendwo sonst sind diese Fundamentalisten politisch so erfolgreich wie in der islamischen Welt.“
Die fehlende Trennung von Staat und Religion in den vom Islam geprägten Staaten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Solange sich reformorientierte Kräfte, wie sie zumindest in einigen Ländern (u. a. auch in der Bundesrepublik) durchaus vorhanden sind, nicht zu nennenswerter Größe entwickeln, haben Demokratie und Menschenrechte in islamischen Ländern keine Chance und bleiben ein fruchtbarer Nährboden für die Saat des Terrorismus – weltweit."
Friedhelm Fragemann
Anmerkung: In loser Folge werden hier Gastkommentare sowie Gedankensplitter zur Information und Förderung der offenen Diskussion eingestellt. Bisher veröffentlichte Gedankensplitter von Friedhelm Fragemann finden die Leser auf dieser Internetseite am 17.8., 6.9., 30.9., 18.10., 12.11., 07.12.2024 und 21.01.2025.
Persönliche Anmerkung des Verantwortlichen dieser Internetseite:
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wird angemerkt, dass die Glaubensrichtung ISLAM nicht zu kritisieren ist. Wer aber ausschließlich die wörtliche Auslegung zum Maßstab seines Handelns macht, und dabei unsere Werte fundamental verletzt, muss sich Kritik gefallen lassen. So wie beispielhaft auch radikale US-Evangelikale, die die Bibel als Gesetz vor sich hertragen.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 19.02.2025
Sozialdemokratische Ratsfraktion fordert gemeinsame Resolution mit Schermbeck und Raesfeld
Geht es nach der SPD-Fraktion im Dorstener Stadtrat, wird in der nächsten Ratssitzung über eine städteübergreifende Solidaritätsaktion diskutiert und abgestimmt, die sich gegen die vom Land geplanten Schließungen wichtiger Abteilungen des Dorstener Krankenhauses richtet. Die Begründung lautet:
- Die vom Laumann-Ministerium geplante Schließung der kardiologischen Notfallversorgung in Dorsten ist geradezu skandalös. Sie bedeutet für die in unserer Region potenziell betroffenen Menschen eine existenzielle Bedrohung, da eine schnelle Hilfe im näheren Umfeld – also auf kürzestem Wege – so künftig nicht mehr gewährleistet werden kann.
- Mit der geplanten Schließung des Brustzentrums würde im Übrigen das Reformziel Optimierung und Zentralisierung, das hier vor Ort schon realisiert worden ist, geradezu konterkariert.
- Die Solidaritätsbekundung des Dorstener Rates in der vergangenen Sitzung war wichtig; es bedarf aber weiterer Schritte und einer konzertierten Aktion der betroffenen Kommunen, um das Laumann-Ministerium in dieser wichtigen Frage zum Einlenken zu bewegen.
Veröffentlicht am 18.02.2025
Der Widerspruch kann nicht größer sein
Ein Blick in die Tageszeitung zwingt, das globale Finanzwesen kritisch zu hinterfragen. Während hier eine gewählte Regierung wegen einer überschaubaren Millionenlücke im Haushalt gestürzt wird, scheinen alle Regierungen um uns herum ein ganz anderes Verständnis von Finanzen und Haushaltsführung zu haben. Während dort in die Zukunft investiert wird, stürzen hier marode Brücken ein, weil wir an der Substanzerhaltung sparen. Wir lesen, dass dort hunderte Milliarden Dollar in künstliche Intelligenz investiert werden. Wir dagegen sind nicht in der Lage, einige Millionen Euro zur Entschuldung unserer kommunalen Haushalte aufzubringen. Wir hören täglich, dass unsere Wirtschaft lahmt. Wir sehen parallel, dass die Börse ein „Jahrhunderthoch“ nach dem anderen feiert. Wie passt das zusammen? Ist das noch seriös oder doch schon Teilhabe am globalen Pokerspiel? Zurück zur Bundespolitik. Christian Lindner hat sich mit seiner FDP nach mehr Anerkennung in der Ampel-Koalition gesehnt. Sein Pokern in der Haushaltsfrage diente nur dem einen Ziel, Parteipolitik höher zu hängen als das Wohl des Landes. Er, der sich etwas mehr Musk (USA) und Milei (Argentinien) wünscht, hat seinen Kompass verloren und Deutschland in eine Krise gestürzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass seine FDP am 23. Februar für sein unseriöses Taktieren abgestraft wird, ist hoch, aber absolut nachvollziehbar. Dass die Schuldenbremse nach der Wahl reformiert wird, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 17.02.2025
Der Einkaufskorb als Erkennungszeichen
Stell Dir vor, Du lebst schon immer oder momentan allein, bist aber mit diesem Zustand nicht zufrieden. Du würdest gerne einen Partner oder Partnerin kennenlernen, leider bietet sich keine passende Gelegenheit. Professionelle Partnervermittlungen sind nicht gerade preiswert, das Suchen im Internet ist mit nicht kalkulierbaren Überraschungen verbunden. Diese Erkenntnis hat der familiengeführte Lebensmittel-Supermarkt Wilger in Borken aufgegriffen und punktet nun mit einer zündenden Idee. Hunderte Menschen in allen Altersgruppen kaufen täglich ein. Sie treffen sich an der Käsetheke oder in der Obst- und Gemüseabteilung. Sie nicken sich in der Regel freundlich zu, manchmal, wenn sie sich lange nicht gesehen haben, wird auch unter- und übereinander geplauscht. Hier ist der passende Moment gekommen, um eine persönliche Beobachtung loszuwerden. Auf die Frage an die eigene Partnerin (kann auch umgekehrt sein), warum das Einkaufen solange gedauert hat, lautet die Standardantwort, wen man getroffen habe und worüber gesprochen wurde. Der Supermarkt bietet also nicht nur ein besonderes Einkaufserlebnis, er dient auch als örtlicher Zufallstreffpunkt. Um aber als Single zu signalisieren, das Alleinsein leid zu sein, müssten Er oder Sie sich irgendwie outen. Nicht ganz einfach. Das Unternehmen Wilger bietet nun im Eingangsbereich die Möglichkeit, mit einem roten Einkaufskorb „unauffällig“ anzuzeigen, einer spontanen Einladung nicht ablehnend gegenüberzustehen. Dass ROT auch die Farbe der Liebe ist, sei nur beiläufig erwähnt. Wichtiger ist, dass gerade das Bundesfamilienministerium eine Studie über verbreitete Einsamkeit veröffentlicht hat. Und noch wichtiger sind alle Ideen, die diesem beklagenswerten Zustand abhelfen wollen. Wer jetzt die pfiffige Idee nur als verkaufsfördernde Werbung einordnet, hat nicht verstanden. Sie darf auch ohne jeglichen Hintergedanken als gesellschaftspolitisches Handeln bewertet werden. Nachahmung erwünscht.
Dirk Hartwich (kauft auch mal ein)
Veröffentlicht am 15.02.2025