Intelligente Stromnetze: T-City Friedrichshafen Vorreiter für die Energiewelt von morgen
Seit 2008 testet die Zukunftswerkstatt der Deutschen Telekom in Friedrichshafen, wie die Energiewelt von morgen aussehen wird. Bereits heute nutzen 1.500 Haushalte am Bodensee digitale Strom-, Gas- und Wasserzähler. Mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien bauen die Betreiber Smart Grids und steuern damit die Produktion und Last von Strom so, dass Angebot und Nachfrage aufeinander abgestimmt sind. "Zusammen mit unserem Industriepartner ABB und dem regionalen Energieversorger Technische Werke Friedrichshafen arbeiten wir derzeit in der T-City Friedrichshafen an einem solchen Smart Grid", sagt Gabriele Riedmann de Trinidad, Leiterin Konzerngeschäftsfeld Energie bei der Deutschen Telekom. "Das Projekt in der T-City gehört zu den größten seiner Art in Deutschland und bietet Interessenten aus aller Welt daher eine gute Möglichkeit, sich kompakt über die erforderlichen Technologien zu informieren." Damit ein Smart Grid funktioniert, muss es in Echtzeit wissen, wann und wo Verbraucher wie viel Strom entnehmen. Diese heute existierende Datenlücke schließen die intelligenten Zähler, so genannte Smart Meter. Sie zeigen den Energieversorgern und den Haushalten den aktuellen Stromverbrauch an. Riedmann de Trinidad: "Der flächendeckende Einbau intelligenter Stromzähler in den Haushalten gilt daher als erster Schritt zum intelligenten Energiemanagement der Zukunft. Im Jahr 2020 sollen nach dem Willen der EU rund 80 Prozent der Haushalte mit den neuen intelligenten Zählern versorgt sein." Vor wenigen Tagen informierten sich Chinesische Energieunternehmen in der T-City Friedrichshafen über Energielösungen rund um elektronische Verbrauchszähler und das intelligente Stromnetz. Bis 2020 will China, einer der größten Energieverbraucher weltweit, seinen CO2-Ausstoß um bis zu 40 Prozent reduzieren. Nach Angaben des China Electricity Council (CEC) lag der Anteil "sauberen" Stroms 2010 über 25 Prozent. Laut der International Energy Agency plant China, in den nächsten zehn Jahren mehr als 200 Milliarden US-Dollar in den Ausbau erneuerbarer Energien zu stecken. Hierzu fördert die chinesische Regierung den Aufbau von Smart Grids - intelligenten Stromnetzen - massiv. Das Investitionsvolumen soll in den kommenden Jahren über sieben Milliarden US-Dollar betragen. Der chinesische Markt ist damit weltweit einer der interessantesten Abnehmer für Smart-Grid-Technologien. Die T-City ist die gemeinsame Zukunftswerkstatt von Friedrichshafen und der Deutschen Telekom. Die Stadt am Bodensee hatte sich in einem Wettbewerb gegen 51 Bewerber durchgesetzt und wurde im Februar 2007 zur T-City gekürt. Unter dem Slogan „T-City Friedrichshafen. Wir leben Zukunft“ setzen sich beide Partner in einer weltweit einzigartigen Kooperation dafür ein, die Welt von morgen erlebbar zu machen. Zum ersten Mal arbeiten Bürger, Unternehmen, Schulen, Wissenschaft und Medizin sowie die Stadtverwaltung an innovativen Anwendungen für den Alltag – gemeinsam in ihrer und für ihre Stadt. Mit Hilfe modernster Informations- und Kommunikationstechnologie und ausgezeichneter Ideen will T-City das tägliche Leben für Einheimische wie Touristen, Jüngere wie Ältere, Lehrer wie Studenten, Verwaltungsfachleute wie Unternehmer erleichtern und einen spürbaren Nutzen in allen Lebensbereichen schaffen. Bis zum Jahr 2012 wird in T-City Friedrichshafen gezeigt, wie moderne Informations- und Kommunikationstechnologie die Lebens- und Standortqualität einer Stadt steigert. Im Juni 2009 wurden in Friedrichshafen neun Zukünftler-Haushalte gekürt. 548 Haushalte hatten sich beworben. Die Zukünftler dürfen ein Jahr lang kostenlos modernste Informations- und Kommunikationstechnologien sowie T-City-Projekte in den eigenen vier Wänden testen
Veröffentlicht am 20.06.2011
Statement:
10. Juni 2011
Die Sitzungswoche vom 6. bis 10. Juni
Dazu bedarf es eines Grundkonsenses in der Gesellschaft. Dieser Konsens kann und muss in Deutschland nach den Ereignissen in Japan und dem endgültigen Scheitern der schwarz-gelben Energiepolitik neu entwickelt werden. Nur so kann die notwendige Beschleunigung der Energiewende auf eine tragfähige Grundlage gestellt und sowohl den Menschen als auch den Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit gegeben werden. Aber ob und inwieweit Schwarz-Gelb bereit ist, ernsthaft Einvernehmen herzustellen, wird sich in den nächsten Wochen erst noch erweisen müssen. Die SPD-Bundestagsfraktion steht grundsätzlich bereit, ihren Beitrag zu einem solchen Konsens zu leisten – allerdings nicht um jeden Preis. Wir werden die vorliegenden Gesetzentwürfe des „Energiepakets“ intensiv prüfen und bewerten. Für uns kommt es darauf an, dass jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Dazu gehört u.a. der unumkehrbare Ausstieg aus der Atomkraft ohne Hintertüren. Zudem fordern wir, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet, Energie bezahlbar und der Industriestandort wettbewerbsfähig bleibt.
Heute fand die Debatte zur Eurostabilität statt. Auch hier ringt die Regierungskoalition um eine einheitliche Linie. Wir haben uns vor der Debatte in einer Sondersitzung der Fraktion mit dem Thema befasst und anschließend einen Entschließungsantrag eingebracht. Griechenland hat einen mutigen Reformkurs in die Wege geleitet. Für diesen grundlegenden Wandel braucht das Land aber Zeit. Wir kritisieren die einseitigen Spardiktate, die schwache Länder wie Griechenland nicht vor der Pleite retten können. Jede Konsolidierung eines Staates, die dauerhaft gelingen soll, braucht zugleich ein Wachstums- und Modernisierungsprogramm. Dieses könnte u.a. auch durch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer finanziert werden.
Michael Gerdes
Veröffentlicht am 19.06.2011
Mieter sind keine Anlageobjekte MdB und MdL
Michael Hübner, Dorstens Landtagsabgeordneter.Zur Verabschiedung des Arbeitsprogrammes der Enquete-Kommission ‚Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren‘ erklärt der stellv. Kommunalpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Michael Hübner: „Nachdem die Eigentümerstruktur von Wohnungsbeständen in Nordrhein-Westfalen jahrzehntelang stabil war, kauften sich ausländische Finanzinvestoren in den vergangenen Jahren vermehrt auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt ein. Die Folge ist, dass Wohnungen nicht mehr als langfristige Investitionen von verlässlichen Inhabern betrieben werden, sondern auch von unseriösen ‚Heuschrecken‘ übernommen wurden. In Dortsten und in Gladbeck können wir ein Lied davon singen.”
Situation in Wulfen-Barkenberg
“In Barkenberg zeigt sich heute deutlich: Der Verkauf der ehemals landeseigenen Wohnungsgesellschaft LEG an die „Heuschrecke Whitehall“ durch die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung im Jahr 2008 war ein schwerer Fehler.“ Der Ausstieg der LEG aus dem begonnenen Stadtumbauprozess in Barkenberg macht das Prinzip des Handelns von Whitehall deutlich. Es geht um die Rendite. „Das Wohnen, als Grundrecht der Bürger, darf nicht spekulativen Profitinteressen geopfert werden“, kritisiert Michael Hübner.
Enquete-Kommission
Die SPD-Landtagsfraktion hatte u.a. solche Entwicklungen zum Anlass genommen, sich der Problematik in einer Enquete-Kommission des Landtages zu widmen, die sich am 1. Februar 2011 konstituierte. Es werden von der Kommission Vorschläge erwartet, wie Mieter künftig vor einer spekulativen Anlageorientierung geschützt werden können; dies betrifft besonders einkommensschwache Haushalte. Wohnungen sind keine Anlageobjekte und dürfen nicht den Profitinteressen geopfert und einem Risiko ausgesetzt werden. Die kommunalen Wohnungsbestände als lokale Partner sind ein unverzichtbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge – diese müssen aktiv in die lokale Stadtteil- und Quartiersarbeit eingebunden werden.
„Die Enquete-Kommission wird zunächst eine Bestandsaufnahme von Finanzinvestoren und ‚Schrottimmobilien‘ auf dem Wohnungsmarkt in NRW erstellen, “ berichtet Hübner. „Dabei interessieren insbesondere die Auswirkungen des profitorientierten Investorenverhaltens auf die Bestände und Bewohner, aber auch auf das Handeln der Kommunen. Es ist sollen Handlungsspielräume ausgelotet sowie wirksame Problemlösungsstrategien formuliert werden, um der Verelendung von Stadtquartieren entgegenzuwirken und die Mieter vor ungebremster Gewinnorientierung zu schützen. Wir brauchen ein Regelwerk und praxisnahe Handlungsempfehlungen für das Land, die Städte und Gemeinden. Hierzu wurde bereits am 6. Mai 2011 ein überparteiliches Arbeitsprogramm verabschiedet, dass zudem die Anhörung von Experten, die Anfertigung von Studien und Gutachten sowie die Besichtigung von betroffenen Wohnungsbeständen beinhaltet.“
Veröffentlicht am 18.06.2011
Länder fordern mehr Ehrgeiz beim Ökostromausbau
(Bild: dpa) Die Bundesländer tragen die Energiewende und den Atomausstieg bis 2022 grundsätzlich mit. Das signalisierten sie am Freitag im Bundesrat. Zugleich fordern sie mehr Tempo bei Gebäudesanierung und Windkraft-Ausbau. Auch die Grünen wollen laut Vorstandsantrag für einen Sonderparteitag dem Atomausstieg trotz starker Widerstände an der Basis zustimmen.
Die Ministerpräsidenten von Union und SPD tragen die Energiewende der Bundesregierung sowie den Atomausstieg bis 2022 grundsätzlich mit. Am Freitag befasste sich der Bundesrat erstmals mit dem unfangreichen Gesetzpaket der Regierung zur Energiewende. Entscheidungen stehen aber erst in der Sitzung am 8. Juli an.
Mehrere Ministerpräsidenten betonten, der schrittweise Atom-Ausstieg bis 2022 müsse unumkehrbar sein. Zugleich sind die Länder inzwischen bereit, zum schnelleren Ausbau der Stromnetze dem Bund mehr Kompetenzen zu geben.
Länder fordern Nachbesserungen
Die Länder fordern etwa bei der Gebäudesanierung und dem Bau von Windparks Nachbesserungen und mehr Ehrgeiz beim Ökostromausbau: „Es kann doch nicht sein, dass wir bei den 35 Prozent (bis 2020) bleiben“, sagte Nordrhein-Westfalens Regierungschefin Hannelore Kraft. SPD und Grüne fordern 40 Prozent.
Aus Sicht der rot-grünen Landesregierungen reichen die vom Bund vorgeschlagenen 1,5 Milliarden Euro zur Förderung der Gebäudesanierung bei weitem nicht aus. Stattdessen fordern die rot-grünen Länder in einem Antrag 5 Milliarden Euro. Auch soll der Bund den Rückbau stillgelegter Kernkraftwerke und Forschungsreaktoren finanzieren. Dazu gehöre eine sichere Entsorgung des gesamten radioaktiven Inventars, sagte Bundesratspräsidentin Kraft bereits am Mittwoch.
Kraft nannte es zu dem falsch, ein Atomkraftwerk als Kaltreserve auf Stand-by zu halten. Auch ein Gas- oder Kohlekraftwerk könne Stromversorgungsengpässe ausgleichen. Besonders wichtig für die Länder sei auch ein Gesetz zur besseren Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung.
Grünen-Spitze für Ja zum Atomausstieg
Unterdessen hat sich die Spitze der Grünen darauf verständigt, trotz starker Widerstände an der Basis dem schwarz-gelben Atomausstieg zuzustimmen. Das geht aus einem Vorstandsantrag für einen Sonderparteitag hervor. Auch die SPD will den stufenweisen AKW-Abschied bis 2022 grundsätzlich mittragen.
Veröffentlicht am 17.06.2011
Jusos Dorsten Wer sind wir?
Wir sind die Jusos. Das heißt, wir sind eine Jugendorganisation, die sich politisch engagiert im Sinne der SPD. Die Jusos arbeiten zum Beispiel stark für die Bekämpfung von Nazis, für gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse, für die Abschaffung von Studiengebühren und für das gerechte und solidarische Miteinander. Besonders das letzte klingt furchtbar theoretisch – und ist es auch. Aber dafür gibt es uns, denn wir versuchen, diese groben Werte konkret umzusetzen, etwas in diesem Sinne zu verändern und besser zu machen.
Wie kannst du mitmachen?
Der große Vorteil ist, dass du kommen und gehen kannst, wann immer du magst. Die Zugehörigkeit zu den Jusos beginnt da, wo du Juso sein willst und endet da, wo du es nicht mehr sein willst. Dich kostet es nichts und es ist auch nicht verpflichtend, irgendwo beizutreten. Langer Rede kurzer Sinn:
Wann wir uns Treffen und was wir gerade planen erfährst du wenn du auf "Termine" klickst. Du bist jederzeit eingeladen! Komm einfach vorbei …
Veröffentlicht am 16.06.2011