Bundespolitik Müssen wir wirklich alles schlucken, was uns aus den neuen Bundesländern unterstellt wird?

Ein Kommentar aus Rhade zur Wahl in Thüringen und Sachsen

Die deutsche Wiedervereinigung vor rund 35 Jahren war ein Glücksfall für alle Menschen in unserem Land. Sie wurde im Westen und Osten gleichermaßen gefeiert. Parallel wurde überdeutlich, dass die Lebensverhältnisse im Osten deutlich verbesserungswürdig waren. Staatliche Transferleistungen in Milliardenhöhe wurden nicht aus der Portokasse bezahlt, sondern aus Steuern, die wir alle leisten. Aus der anfangs erkennbaren Zufriedenheit entwickelte sich erst schleichend Skepsis über uns „Wessis“, dann sogar Wut der „Ossis“, weil nicht alles von jetzt auf gleich funktionierte. Fehler wurden erkannt und korrigiert. Trotzdem bekam die Unzufriedenheit eine Dynamik, die nicht nur anhält, sondern droht, aus den Fugen zu geraten. Sogar die DDR-Diktatur, die absolute Unfreiheit verordnete, erscheint für nicht wenige Ostdeutsche besser gewesen zu sein als die westliche Demokratie. Wer genau hinhört, stellt fast nur noch Klagen über „zu wenig Anerkennung, zu wenig Unterstützung, zu geringe Löhne, zu knappe Renten, zu hohe Preise, zu viel Abwanderung, sogar über zu viel Unfreiheit“ fest. Für unsere „westlichen“ Ohren sind das zu viele Klagen auf sehr hohem Niveau. Die klare Antwort aus unserer Sicht lautet: „Kommt mal rüber und erkennt ganz real, dass hier im Westen nicht nur Milch und Honig fließen, dass hier auch gearbeitet wird, und dass wir auch über zu viele Baustellen ächzen. Bleibt auf dem Teppich und erkennt, dass AfD und BSW euch (undemokratischen) Sand in die Augen streuen.“ WIR ALLE SIND DEUTSCHLAND!

Veröffentlicht am 30.08.2024

 

Zu einer guten Infrastruktur zählen auch sichere Fahrradwege. In Rhade dient die Lembecker Straße als Negativbeispiel Kommunalpolitik Dorsten: Das Gute sehen, ohne das Verbesserungswürdige aus den Augen zu verlieren (Teil 2)

Drei Fragen an Friedhelm Fragemann

In unserer Reihe „Drei Fragen an …“ haben wir diesmal Friedhelm Fragemann gebeten, seine Sicht über die Lippestadt mitzuteilen. Der ehrenamtliche SPD-Kommunalpolitiker ist seit vielen Jahren Mitglied des Rates der Stadt Dorsten. Wir veröffentlichen seine Antworten in drei Teilen: gestern erschien Teil 1, Fortsetzung heute, und am 3. September der Schluss.

Frage: Was geht gar nicht (in Dorsten)?

Friedhelm Fragemann: Völlig inakzeptabel ist, dass die Lasten einer verfehlten Migrations- und Integrationspolitik von Bund und Land den Kommunen aufgebürdet werden, so auch in Dorsten, während die Infrastruktur teilweise verrottet und Fragen der Sicherheit, zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, nur nachrangig beachtet und Möglichkeiten der Integration – u. a. aus finanziellen Gründen – nicht voll ausgeschöpft werden können. Geradezu skandalös ist die auch in Dorsten auftretende „Käfighaltung“ in den Schulen. NRW hat bundesweit die größten Grundschulklassen und selbst in den weiterführenden Schulen sind Klassen mit über 30 Kindern keine Seltenheit. Wie soll unter diesen Bedingungen die viel beschworene Integration und Inklusion stattfinden, zumal die personelle Situation nur als defizitär bezeichnet werden kann? Unter solchen Voraussetzungen nimmt es nicht Wunder, dass es an den Grundschulen selbst an den sogenannten Basics hapert. Erschreckend ist in diesem Zusammenhang, dass in einer Dorstener Grundschule schon vor geraumer Zeit die Lesebücher abgeschafft worden sind und das zu einem Zeitpunkt, als es noch nicht um Digitalisierungsmaßnahmen ging.

Wird am 3.9. mit der Frage: "Was müsste morgen besser werden?", fortgesetzt

Veröffentlicht am 29.08.2024

 

Ein echtes Dorstener Erholungsgebiet - in Rhade. Blick auf das erste Storchennest im Dorstener Norden. Kommunalpolitik Dorsten: Das Gute sehen, ohne das Verbesserungswürdige aus den Augen zu verlieren (Teil 1)

Drei Fragen an Friedhelm Fragemann

In unserer Reihe „Drei Fragen an …“ haben wir diesmal Friedhelm Fragemann gebeten, seine Sicht über die Lippestadt mitzuteilen. Der ehrenamtliche SPD-Kommunalpolitiker ist seit vielen Jahren Mitglied des Rates der Stadt Dorsten. Wir veröffentlichen seine Antworten in drei Teilen: heute, morgen und am 3. September.

Frage: Was zeichnet Dorsten besonders aus?

Friedhelm Fragemann: Zunächst bietet Dorsten ein außerordentlich großes Potenzial an ehrenamtlichem Engagement, in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales in Vereinen, Verbänden und in vielen privaten Initiativen, die im Sinne des Allgemeinwohls tätig sind und sich insbesondere auch für benachteiligte Gruppen einsetzen. Dieses große Engagement schlägt sich nicht zuletzt auch in den von der SPD initiierten Stadtteilkonferenzen nieder. Dorsten bietet attraktive Standorte mit hoher Aufenthaltsqualität, wie etwa die Innenstadt (Wall und Graben, Fußgängerzone, Bürgerpark etc.), aber auch große naturnahe Erholungsbereiche (Lembeck, Rhade) und vielfältige kulturelle Einrichtungen, zum Teil mit Alleinstellungsmerkmal wie das Jüdische Museum Westfalen, die Maschinenhalle mit der einzigartigen Zwillingstandem-Dampfmaschine im denkmalgeschützten Zechenensemble (Kreativquartier), um nur einige Glanzlichter zu nennen.

Wird morgen mit der Frage "Was geht gar nicht?" fortgesetzt

Veröffentlicht am 28.08.2024

 

Gesellschaft Warum nur Roßmann? - Abkehr von X und Elon Musk

Am 20,08.2024 haben wir an dieser Stelle die kritische Frage gestellt, warum demokratische Regierungen, auch unsere deutsche, immer noch über X kommunizieren. Der Eigentümer dieser Plattform fällt seit einiger Zeit negativ auf, weil er Fake-News sowie antisemitische Texte teilt, ihnen inhaltlich zustimmt und so eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit herstellt. Er biedert sich bei Trump an, gewährt ihm ein mehrstündiges Interview, das an Unterwürfigkeit nicht zu überbieten ist. Beide outen sich so als undemokratische Brandstifter. Grund genug, dieser Medienplattform und dem Geschäftsgebaren von Elon Musk adieu zu sagen. So wie Raoul Roßmann, Geschäftsführer der gleichnamigen Drogeriekette. Im ZEIT-Interview am 15. August 2024,  „Ein symbolischer Akt“, äußert er klar und unmissverständlich, warum er künftig weder Tesla-Fahrzeuge kaufen wird, noch auf der früheren Twitter-Plattform, die Musk für 44 Milliarden (!) Dollar gekauft und in X umbenannt hat, kommunizieren wird. Er wird mit den Worten zitiert: „ … habe ich es irgendwann nicht mehr ertragen, dass ich diesen, entschuldigen Sie, Mist konsumieren muss, der jeden Tag über X abgesetzt wird. Dass ein Unternehmer wie Elon Musk jede Anstandsregel verletzt, ist für mich nicht hinnehmender. …“. Das Beispiel Roßmann verdient, übernommen zu werden.

Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des erwähnten ZEIT-Interviews     

Veröffentlicht am 27.08.2024

 

Kommunalpolitik Heute vor 20 Jahren (Teil 2)

Die Rhader Achim Schrecklein und Berthold John kandidieren für Dorstener Stadtrat

Die Rhader SPD, erst seit 35 Jahren auf der kommunalpolitischen Bühne aktiv, hat bereits wichtige Zeichen gesetzt und ist weiter dabei, die parteipolitische Konkurrenz im Ort herauszufordern. Die Wahlergebnisse verbessern sich kontinuierlich, allseitiger Respekt gegenüber den aktiven Sozis wird offen ausgesprochen. Zur Kommunalwahl im September 2004, sind es Achim Schrecklein im Wahlkreis 1 und Berthold John im Wahlkreis 2, die im Interview mit der Stadtteilzeitung „SPD-Nachrichten für Rhade“ mit guten Argumenten (siehe Foto) für sich und Rhade werben. Nach Auszählung der Stimmen, konnte sich Achim Schrecklein weiter Ratsherr für Dorsten nennen. Berthold John vertrat die Rhader SPD dagegen in wichtigen Ausschüssen als sachkundiger Bürger. Beide haben es geschafft, dass Rhader Themen in den folgenden Jahren ganz oben auf der Tagesordnung standen.

Rhader Erinnerung wider das Vergessen

Veröffentlicht am 26.08.2024

 

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