Es war einmal ein kleiner süßer Hund. So wie alle Hunde, wenn sie jung sind. Er, es war ein Rüde, wuchs schnell und wurde von allen verwöhnt. Das war nicht gut für seine Entwicklung. Er wurde arrogant und fühlte sich allen anderen Vierbeinern überlegen. Da er ständig um sich biss, legten sich seine Artgenossen demutsvoll vor ihn, um nicht "gefressen" zu werden. Dadurch stieg er im Rudel auf, bis er ganz oben war. Widerspruch beantwortete er mit Verachtung und psychischer Gewalt. Hundefrauen betrachtete er als Freiwild. Seine Überheblichkeit kannte keine Grenzen, weil er wirklich glaubte, ein von Gott Auserwählter zu sein, der seine Rasse schützen müsse. Obwohl sein Fell struppig, farblos und stumpf war, beleidigte er alle Artgenossen, die nicht so waren wie er, als minderwertige Mischlinge, die nichts zu sagen hätten. Jetzt hat er wohl überzogen. Jetzt hat eine Hundedame, viel jünger, intelligenter und erheblich besser aussehend, ihr Halsband in den Ring geworfen, um alle Vierbeiner gleichberechtigt vertreten zu wollen. Schlechte Zeiten für den größenwahnsinnigen Köter, der sich erstmals seit Jahren nervös zeigt und mit fletschenden Zähnen und besonders lautem Gebell versucht, seine Stellung zu bewahren. Schon ist erkennbar, dass sich das Rudel vom alt gewordenen "Leitwolf" nach und nach abwendet. Ob er anschließend sein Gnadenbrot im Zwinger erhalten wird, ist nicht ausgeschlossen.
Eine Rhader Wochenendgeschichte
Veröffentlicht am 10.08.2024
Eine starke Stimme für NRW und das Ruhrgebiet
Er ist jung und bestens ausgebildet, die Sozialdemokratie in Brüssel zu vertreten. Tobias Cremer kommt aus Bochum und hat in Dorsten mehrfach für die Europawahl, für die SPD und für sich geworben. Nun hat er es geschafft und ist einer von 720 Abgeordneten. Interessant ist, wie er die sozialdemokratische Unterstützung zur Wahl von Ursula von der Leyen zur konservativen Kommissionspräsidentin begründet: „Am Ende ist es darum gegangen, möglichst viele sozialdemokratische Inhalte in Europa durchzusetzen. Das heißt konkret: in Europa für bezahlbare Mieten zu sorgen, den Green New Deal sozial gerecht zu gestalten, Europa auf der Welt zu stärken, seine Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen und sicherzustellen, dass gute Arbeit in Europa auch gut bezahlt wird. Genau diese Prioritäten haben wir klar gemacht und von Ursula von der Leyen erreicht, dass in den Leitlinien der Kommission für die nächsten fünf Jahre (das ist quasi der "Koalitionsvertrag" der Kommission) diese Ziele festgehalten und mit konkreten Maßnahmen unterlegt wurden. Mit den Stimmen der Sozialdemokratie gehen somit klare Erwartungen an die Kommission einher, auf deren Erfüllung wir genau achten werden.“
Wir werden an dieser Stelle die Arbeit von Tobias Cremer konstruktiv begleiten. Konstruktiv heißt, auch an der Basis (Dorsten-Rhade) erkannte „heiße Eisen“ über den Zustand Europas deutlich beim Namen zu nennen und Tobias Cremer aufzufordern, zuzuhören und unsere Interessen unüberhörbar zu vertreten.
Wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 09.08.2024
Eine starke Stimme für Dorsten, NRW und das Ruhrgebiet
Er ist jung und bestens ausgebildet, die Sozialdemokratie in Brüssel zu vertreten. Tobias Cremer kommt aus Bochum und hat in Dorsten mehrfach für die Europawahl, für die SPD und für sich geworben. Nun hat er es geschafft und ist einer von 720 Abgeordneten. In einem Schreiben teilt er aktuell mit, wie er seinen Wahlkreis, der von Ennepe-Ruhr-Kreis bis Steinfurt, von Bottrop und Borken bis Warendorf und Hamm reicht, künftig vertreten will. Nämlich durch regelmäßige Informationen über das, was positiv läuft, ohne das Negative auszuklammern. Er teilt mit: „Wir deutsche Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten reihen uns in die S&D Fraktion im Europarlament ein, die mit 136 Abgeordneten aus 26 Ländern nach der konservativen EVP die zweitgrößte Fraktion stellt.“ Und weiter: „Ich selbst bin seit der konstituierenden Sitzung ordentliches Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und im Unterausschuss für Verteidigung. Hier werde ich nun in den nächsten fünf Jahren die Ärmel hochkrempeln und mich mit viel Engagement kritisch konstruktiv einbringen. Es geht um nichts Geringeres als um die Sicherheit Europas und darum die Zeitenwende in Europa sozial gerecht zu gestalten. Nur wenn wir Sicherheit in allen ihren Dimensionen denken - also als äußere, innere, aber auch soziale Sicherheit - können wir gemeinsam in einen gerechten, freien und friedlichen Europa leben. Gleichzeitig gilt es aber auch in einer zunehmend multipolaren Welt die Werte und Interessen Europas selbstbewusst und in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf der Welt zu vertreten und die großen Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimawandel oder Künstlichen Intelligenz gemeinsam anzugehen. Ich freue mich darauf hierbei meinen Beitrag zu leisten.“
Wird morgen mit Teil 2 fortgesetzt
Veröffentlicht am 08.08.2024
Das Programmheft des Jüdischen Museums Westfalen (JMW) für das 2. Halbjahr 2024, verspricht spannende, informative und bunte Veranstaltungen in unserer Stadt. Neben den wechselnden Ausstellungen im Museum, spielt der Museumsort auch als Konzertsaal und Diskussionsforum eine große Rolle. Aber damit nicht genug. Neben Amphitheater im Bürgerpark Maria Lindenhof, Kirchen, einem Kino, einer Aula finden sich weitere Aufführungsorte, verteilt über die ganze Stadt, im Programm. Das Museum ist ein großer kultureller Leuchtturm in der Lippestadt. Das Angebot, nicht zu vergessen, sich ständig zu informieren und auch entspannt Kultur zu genießen, ist überaus gelungen. Den Programmmachern ist zu wünschen, dass besonders auch die Dorstener Bürgerinnen und Bürger neugierig geworden sind, die vielen Aufführungen zwischen dem 16. August und 23. Januar 2025 zu besuchen.
Weitere Informationen: JMW, Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten. TEL. 02362-45279. E-Mail info@jmw-dorsten.de. Internet: www.jmw-dorsten.de
Ein Rhader Werbetext
Veröffentlicht am 07.08.2024
Wer war der „Schlächter von Warschau“ und warum wird an ihn mit einer kleinen Tafel am Rathaus in Westerland/Sylt erinnert?
Vor 80 Jahren wehrten sich die Polen in Warschau gegen die menschenverachtende Besatzung durch die deutsche Wehrmacht. Nach 63 Tagen kapitulierten sie vor der unglaublichen Übermacht. Hitler befahl danach der SS, Vergeltung zu üben und alle Polen in der Stadt sofort hinzurichten. Als Einsatzleiter bestimmte Himmler den SS-General Heinz Reinefarth, der in Polen mit dem Zusatz, „Schlächter von Warschau“, genannt wird. Er leistete „ganze Arbeit“. 150.000 polnische Zivilisten, darunter Kinder und Greise wurden brutal ermordet. Dann wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Heute vor 80 Jahren. Frank-Walter Steinmeier, unser Bundespräsident, verneigte sich nun vor Ort vor den Opfern und bat um Entschuldigung und Vergebung im Namen des deutschen Volkes. Zurück zu Heinz Reinefarth. Nach kurzer amerikanischer Kriegsgefangenschaft, verspricht er mit dem US-Geheimdienst zu kooperieren. 1948 wird er erfolgreich entnazifiziert, lässt sich als Rechtsanwalt auf Sylt nieder und 1951 für 13 Jahre zum Bürgermeister von Westerland wählen. Als seine Vergangenheit öffentlich thematisiert wird, zieht er sich von allen öffentlichen Ämtern zurück, bleibt aber als Anwalt tätig. Er wird 1979 in Keitum/Sylt beigesetzt. Auf der erwähnter Erinnerungstafel am Westerländer Rathaus wird Heinz Reinefarth u. a. als Kommandeur einer Kampfgruppe bezeichnet, der mitverantwortlich für das Verbrechen in Warschau sei. Das ist aber weniger als die halbe Wahrheit.
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Eine deutsche Karriere“ vom 18.07.2024
Veröffentlicht am 06.08.2024