Ursache und Wirkung - Dorsten ist mittendrin
Wer (über)leben will, sucht nach einem sicheren Hafen. In dieser Situation reagieren alle Menschen gleich. Auf allen Kontinenten, in allen Ländern. Parallel helfen diejenigen, die in Frieden und relativem Wohlstand leben. So weit, so gut. Aber es gibt einen Kipp-Punkt der Solidarität. Dann, wenn das Flüchtlingsproblem einen Staat, eine Stadt und die dort lebenden hilfsbereiten Menschen überfordert. Dieser Kipp-Punkt muss frühzeitig erkannt werden. Ansonsten dreht die Hilfsbereitschaft in unkontrollierte Ablehnung. Dorsten verdient Lob, die bisherigen Herausforderungen gut bewältigt zu haben. Das gilt für die Verwaltung, den Stadtrat und engagierte Bürger gleichermaßen. Wenn aber die Kräfte der Engagierten nachlassen, entwickelt sich etwas Unkontrolliertes in unserer Stadt. Nämlich, dass Integration nur noch in Teilbereichen funktioniert. Das schafft Unzufriedenheit auf allen Seiten. In Dorsten kann die Verursachung des internationalen Elends weder beeinflusst noch beendet werden. Dorsten hat aber die Pflicht, alles zu tun, um den Hilfesuchenden eine Hand zu reichen. Die andere muss aber der eigenen Bevölkerung gelten. Es ist gut, dass sich SPD (Fragemann), CDU (Schwane) und Grüne (Huxel) einig sind, das Sicherheitsbedürfnis zu thematisieren. Nur eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber denen, die unsere Gesetze und Werte missachten, egal welcher Nationalität sie zuzuordnen sind, hilft dauerhaft, unsere Demokratie zu stärken.
Eine Einschätzung aus Rhade
Veröffentlicht am 21.09.2023
Parallel zur verkehrsreichen Kreisstraße, die Rhade auf 3 Kilometer Länge zum Straßendorf verdammt, verläuft in gleicher Länge ein Rad- und Fußweg, ergänzt um einen Wirtschaftsweg. Beginnen wir unsere Beschreibung im Osten mit der Mainstraße, folgen dem sogenannten Pättken mit Brückenquerung des Kalten Bachs, nehmen den Schlehenweg, queren die Bahnline und den Höfer Weg, um dann in der Erler Straße im Westen Rhades zu enden. Hier und jetzt soll es um das Pättken gehen. Seit Jahrzehnten wird, u. a. von der örtlichen SPD gefordert, dieses Teilstück zu verbreitern, die viel zu schmale Brücke zu erneuern, den Belag einem gängigem Radwegestandard anzupassen und das Grün rechts und links regelmäßig zurückzuschneiden. Weder gibt es ein städtisches Projekt „Pättken mit Brücke“, noch funktioniert die regelmäßige Pflege. Das konnte eine Bürgerin, nennen wir sie Frau K., nicht mehr mitansehen. Ausgerüstet mit einer Heckenschere, kürzt sie das Gestrüpp und befreit den Weg von Brennnesseln. „So können doch Mütter hier mit kleinen Kindern besser gehen und fahren“, antwortet sie auf Nachfragen. Und ergänzend: „Wir alle sollten nicht nur immer nach der Stadt rufen, sondern auch selbst mal Hand anlegen, um etwas für die Allgemeinheit zu tun." Frau K. Ist Vorbild. Dennoch sollten wir die Stadt nicht ganz aus der Verantwortung entlassen. Das Pättken gehört ganz oben auf die Prioritätenliste „Dorfentwicklung Rhade“.
Die Serie "Mit offenen Augen durch Rhade" wird fortgesetzt. Eine Kopie erhalten jeweils Verwaltung und Rhader Bürgerforum zur Kenntnis, verbunden mit der Aufforderung, sich zu kümmern.
Veröffentlicht am 20.09.2023
Das kannst du tun, um dich für Zusammenhalt und gegen Hetze einzusetzen
- Mische dich in Diskussionen ein. Ob am Stammtisch, im Gespräch in der Nachbarschaft oder auf der Arbeit: Wenn Rechtsradikale in Diskussionen Stimmung machen, höre nicht weg. Suche dir Verbündete und widerspreche menschenfeindlichen Aussagen.
- Schau nicht weg. Sieh hin. Gehe mit offenen Augen durch den Alltag. Du siehst, wie Rechtsradikale andere Menschen beleidigen oder angehen? Egal ob auf der Straße, im Bus oder online: Hier brauchen Betroffene Solidarität. Schreite ein und bitte weitere Personen um Hilfe. Wenn Betroffene rechtsradikaler Gewalt ihre Geschichte öffentlich machen, unterstütze sie, indem du ihre Geschichte mit anderen Menschen teilst.
- Engagiere dich für zivilgesellschaftliche Organisationen. Es gibt überall im Land mutige Menschen, die gegen Rechtsextremismus und für eine lebendige Erinnerungskultur kämpfen. Bring dich aktiv ein oder spende Geld, wenn du kannst. Schließe dich aktiven Netzwerken bei dir vor Ort an, die Veranstaltungen, Aktionen und Demonstrationen organisieren.
- Tritt in die SPD ein. Wenn du rechtsextreme Parteien schwächen willst, dann stärke demokratische Parteien mit deiner Mitgliedschaft. Die SPD ist das älteste Bündnis gegen rechts. Seit über 160 Jahren kämpfen wir für fortschrittliche Politik und stellen uns mit aller Kraft gegen Menschenfeindlichkeit. Mit deiner Mitgliedschaft sind wir noch stärker.
Ein wichtiger Appell der Bundes-SPD
Veröffentlicht am 19.09.2023
Volksbank plant Neubau als kleinen Dienstleistungspark
Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader SPD informierte die Mitglieder über mögliche Veränderungen des Dorfbildes in Rhade. So bestätigte die Volksbank auf einem Treffen mit dem Rhader Bürgerforum (RBF), an dem Christoph Kopp teilnahm, Pläne, in einen Rhader Neubau investieren zu wollen, der als Innovationsdienstleistungspark mehrere Unternehmen unter einem Dach zusammenfassen könnte. Der Standort sollte nahe dem Rhader Einkaufszentrum liegen. Als eigenen Erfolg verbucht das RBF, dass damit erste Überlegungen der Volksbank, in einem Teilbereich „Forks Busch“zu planen, vom Tisch seien. Ein weiteres Treffen des RBF mit der Verwaltung und dem Kreis RE drehte sich um den Durchgangsverkehr in Rhade. So wurde auch über einen Uraltbeschluss gesprochen, im Bereich Ehrenmal einen Kreisverkehr zu planen. Die Fußgängerampel zur Grundschule soll so verlegt werden, dass das vorhandene Wegenetz besser und sicherer genutzt werden kann. Ebenfalls auf großes Interesse fiel die Mitglieder-Information über das Treffen von Berthold John, Hans-Udo Schneider und Dirk Hartwich mit dem Kämmerer der Stadt Dorsten, Karsten Meyer. Bekanntlich wird seit Jahren über das Für und Wider der Kreditaufnahme in der Fremdwährung Schweizer Franken und die damit verbundenen (Zwischen)Bilanzen öffentlich diskutiert. Am Ende dieser Geschäftsidee mussten rund 20 Millionen Euro als Verlust eingestanden werden. Berthold John, „zapfte“ sein früheres berufliches Wissen an und sichtete alle öffentlich zugänglichen Stadt-Bilanzen. Heraus kam ein Fragenkatalog, der nun mit dem Kämmerer offen und transparent diskutiert wurde. Jetzt, nachdem alle Fragen beantwortet, der reale Millionenverlust öffentlich gemacht wurde, kann dieses negative Kapitel der Stadtgeschichte aus Sicht der Rhader SPD geschlossen werden. Vergleiche dazu den Bericht „Ein unverstellter Blick in das städtische Portemonnaie“ vom 13. Sept. auf dieser Internetseite, der auf riesiges Leserinteresse stieß. Die Rhader SPD-Mitgliederversammlung wurde mit dem Hinweis, sich am 12 Oktober wieder zu treffen, beendet.
Veröffentlicht am 18.09.2023
Rhader Gedanken zum Wochenende
Ein gemaltes Bild geht mir nicht aus dem Kopf. Es zeigt einen ukrainischen Ex-Soldaten ohne Unterschenkel im Schwimmbad beim Sporttraining. Es ist eine bedrückende reale Szene. Der Illustrator teilt in der Bildunterschrift mit, dass der so Gehandicapte beim Betrachten der ersten Skizze lachend fragt, ob er ihm nicht noch Unterschenkel und Füße zeichnen könne. Da bildet sich beim Leser ein dicker Kloß im Hals. Parallel zu dieser einzelnen Momentaufnahme wurde das Sportereignis „Invictus Games“ in Düsseldorf abgehalten. Ein sportliches Treffen von Soldaten, die im (Kriegs)Dienst schwerste Verletzungen erlitten haben. Ein beeindruckendes Engagement, sie „ins Leben“ zurückzuholen. Wer nun im jüngeren Geschichtsbuch blättert, kommt um die Erkenntnis nicht herum, dass Kriege in aller Welt immer unermessliches Leid auf allen Seiten verursachen. „Nie wieder Krieg“, heißt das Versprechen nach dem Ende eines bewaffneten Konflikts. Egal, wo er ausgetragen wurde. Und immer wieder wird beschworen, dass künftig Diplomatie der einzig funktionierende Schlüssel zum friedlichen Miteinander ist. Leider, so die aktuelle Lage, haben schwere Waffen das Heft des Handelns übernommen. Diplomatie liegt verwundet am Boden. Vielleicht könnte mal, von der UN ins Leben gerufen, eine „Olympiade der Diplomaten“ initiiert werden. Ein friedlicher Wettkampf aller Länder um allgemeine Werte und gegenseitigen Respekt.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 16.09.2023