Absichtserklärungen zur Verkehrslage
Dass seit der Eröffnung der A31 die mitten durch Rhade führende Kreisstraße verkehrsreicher, und dadurch gefährlicher wird, war allen Akteuren vor über 35 Jahren bewusst. Deshalb wurden Pläne zur Verkehrssicherheit ausgearbeitet und beschlossen. Nur die Umsetzung erfolgte nie. Mal protestierten die Anlieger der Lembecker- und Erler Straße erfolgreich, mal waren keine Finanzmittel verfügbar, mal konnte man sich nicht auf einen Komplettentwurf einigen. Konstant verlässlich waren dagegen immer Absichtserklärungen, etwas tun zu wollen. Nun, nach Jahrzehnten der Diskussion und 3 Rhader Rahmenplänen, sagen der amtierende Landrat aus RE und der Dorstener Bürgermeister vor Ort zu, „gemeinsam pragmatische Lösungen zu unterstützen“, so wörtlich aus der städtischen Pressemitteilung zitiert. 3 Bereiche wurden in den Focus der Überlegungen gerückt:
- Kreuzungsbereich am Ehrenmal. Der nun angedachte Kreisverkehr war übrigens bereits mehrfach im Haushaltsplan des Kreises vermerkt
- Die Querung zur Urbanusschule durch Verlegung der Fußgängerampel
- Der Kreuzungsbereich im Bereich Forks Busch
Zusätzlich stellte der Bürgermeister die Überplanung der Debbingstraße in Aussicht. Auch hier kann auf Pläne und Versprechungen zurückgegriffen werden, die noch aus der BM-Amtszeit von Lambert Lütkenhorst stammen. Unverständlich ist, dass der sehr gefährliche Kreuzungsbereich Stuvenberg/Lembecker Straße keine Erwähnung findet.
Fazit: Rhade muss verkehrssicherer werden. Aus den wiederholten Absichtserklärungen müssen nun fest terminierte Umsetzungen erfolgen. Und Termine wurden bisher nicht genannt.
Ein Rhader Zwischenruf nach Aktenlage
Veröffentlicht am 24.10.2023
Mit offenen Augen durch Rhade
Während aktuell kreative Köpfe versuchen, Forks Busch zum Zentrum für Spiel und Begegnung zu entwickeln, gerät ein vor Jahren gewünschter Jugendtreffpunkt im Freien in Vergessenheit. Gemeint ist die Rhader Skaterbahn, die, als Wunsch genannt, bereits für Aufregung im Ort sorgte. Die Idee, sie dort zu errichten wo „das Leben spielt“, stieß an mehreren möglichen Standorten auf Ablehnung der Anwohner. So blieb am Ende nur noch das Sportzentrum Dahlenkamp übrig. Als endlich die Fertigstellung gefeiert werden konnte, waren aus den Jugendlichen, die sich sehnlichst eine Skaterbahn gewünscht hatten, Erwachsene geworden. Fortan fristete die Sportfläche ein tristes Dasein. Ab und zu benutzt, überwiegend aber verlassen. Heute wirkt sie ungepflegt. Grün wuchert von allen Seiten, Blätter in der Bahn signalisieren Nichtbenutzung. Zu wünschen ist, dass eine neue Jugendgeneration in Rhade dem Skaten wieder neues Leben einhaucht und die Bahn nahe dem Sportzentrum aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Darüberhinaus sollten Verwaltung, Parteien, Bürgerforum, Jugendförderverein und andere versuchen, ein abgestimmtes Konzept der Begegnung in Rhade zu entwickeln. Sonst werden aus gut gemeinten Projekten schnell „Investitionsruinen“.
Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt.
Veröffentlicht am 23.10.2023
Wochenendgedanken aus Rhade
Wir nutzen sie täglich, um zu kommunizieren. Die sogenannten sozialen Medien wie WhatsApp, X, TikTok, YouTube, Facebook, Instagram, Snapchat und andere. Sie übermitteln Grüße und Bilder/Filme in Sekundenschnelle. Sie helfen, untereinander in Kontakt zu bleiben. Neben dieser positiven Seite gibt es auch eine dunkle. Und diese ist brandgefährlich. Über die genannten „Kanäle“ werden auch gezielt falsche „Tatsachen“ auf die Reise geschickt, die vom Empfänger gar nicht als Fake erkannt werden. Mit nur einem Klick werden sie dann geteilt, sprich weitergeleitet. So erreicht der Absender mit seiner bewussten Falschmeldung rasend schnell ein riesiges „Publikum“. Wer sich ausschließlich nur noch innerhalb dieser Medien bewegt, auf Zeitungen, Bücher und unseren öffentlich rechtlichen Rundfunk verzichtet, kann sich kein objektives Bild mehr von der Wirklichkeit machen. Schlimmer noch, er oder sie übernehmen „blind“ alles, was dort gepostet wird. So verpufft aktuell auch jeder gutgemeinte Versuch, mit arabischen Flüchtlingen, die hier ein neues Zuhause suchen, über den Hamas-Terror in Palästina und Israel ins offene, vorurteilsfreie Gespräch zu kommen. Gespräch? Nein, statt dessen wird sofort das Smartphone mit Filmausschnitten als Beweismittel präsentiert. Da bleibt leider kein Raum für Verständigung und Aufklärung. Der so geschürte Hass macht blind und taub gegenüber allen Andersdenkenden. Sprach- und Ratlosigkeit müssen aber überwunden werden, um einen kriegerischen Flächenbrand zu verhindern. Social Media darf nicht länger mit gezielten Falschmeldungen und unterstützenden, ebenfalls gefälschten Bildern, die Meinungsführerschaft in unserem Land übernehmen. Unsere Demokratie muss sich wehren.
Veröffentlicht am 21.10.2023
Debbingstraße ist ein Sanierungsfall - seit Jahren
Sie könnte ein Aushängeschild des Dorfkerns Rhade sein. Ein Erkennungsmerkmal, sich im über 800 Jahren alten historischen Ortskern zu befinden. Statt dessen ist sie marode, für Fußgänger ein Sicherheitsrisiko, für Autofahrer eine Parkfläche. Anregungen, etwas zu ändern, zu verbessern, gab und gibt es genug. Aber auch drohende Anliegerbeiträge verhinderten bisher notwendige Änderungen. Nun signalisiert die NRW-Landesregierung diese komplett abzuschaffen. Eine Nachricht, die der Startschuss für eine komplette Neugestaltung des Dorfes sein könnte. Dazu gehört die Verkehrsführung, die Kirchplatzgestaltung und der verkehrssichere Umbau der Debbingstraße. Die Bitte, sich den Verantwortungshut aufzusetzen, ist an die Stadtverwaltung gerichtet. Sie sollte ihre und die bisher gesammelten Bürgeranregungen sichten, um mit einem Projektvorschlag „Dorf Rhade und Debbingstraße“ die Öffentlichkeit in die Planung miteinzubeziehen.
Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 20.10.2023
Eine Anregung an WINDOR und ein Briefwechsel
Dorsten hat mit WINDOR eine eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Professionell wird dafür geworben, neue Unternehmen in der Lippestadt anzusiedeln und vorhandene zu stärken. Verfolgt man die Veröffentlichungen, agiert die Gesellschaft erfolgreich und ist so ein Gewinn für Dorsten. Gefühlt konzentriert sie sich aufs Zentrum Dorsten. Ob die Landgemeinden, wie Rhade und Lembeck, die optimale Aufmerksamkeit der „Unternehmensberater“ erhalten, darf kritisch hinterfragt werden. Ein Mail-Briefwechsel zwischen dem Geschäftsführer Markus Funk und dem Unterzeichner dieses Textes, ist über einen kurzen Meinungsaustausch mit unterschiedlichem Vorzeichen leider nicht hinausgegangen. Der Rhader Vorschlag lautet, stark verkürzt, einen Mitarbeiter zu benennen, der sich (fast) ausschließlich um die wirtschaftliche Stabilisierung und Förderung des Dorstener Nordens kümmert. Markus Funk antwortet, ebenfalls hier stark verkürzt wiedergegeben, dass WINDOR gut vernetzt aufgestellt sei und somit Rhade und Lembeck bestens im Blick habe. Ein weiterer Rhader Versuch mit zwei Beispielen aufzuzeigen, dass mehr möglich wäre, ist in der Verwaltung angekommen. Dazu in einem weiteren Text in Kürze mehr. Die Beispiele in Kurzform:
- Die gewünschte Erweiterung des Rhader Einkaufszentrums kollidiert weiter mit den auch berechtigten Lembecker Forderungen. Eine Wirtschaftswerbeoffensive, die beide Dörfer gleichwertig in den Fokus nimmt, könnte „Druck aus dem Kessel“ nehmen.
- Die privilegierte Lage Rhade und Lembecks könnte mit einem „sanften“ Tourismuskonzept wirtschaftlich punkten. Z. B. kreuzen mehrere überregionale Radwege die Stadtteile. Fehlende Übernachtingsmöglichkeiten und Hinweise auf Restaurationsbetriebe laden nicht dazu ein, zu bleiben.
Fazit: Rhade und Lembeck haben es verdient, auch von WINDOR mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu erhalten.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 19.10.2023