Kommunalpolitik Dorsten: Im städtischen Haushalt herrscht wieder Ebbe
Können „die“ nicht mit Geld umgehen?
So wie Du und ich macht es auch der Finanzminister der Stadt Dorsten, Kämmerer genannt. Er notiert die Einnahmen und setzt die Ausgaben daneben. Dann stellt er fest, wie in den Jahren zuvor, dass die Ausgaben höher als die Einnahmen sind. Um das Rathauspersonal weiter bezahlen zu können und die Pflichtaufgaben, die Bund und Land vorschreiben zu erfüllen, gleicht er das Defizit mit Krediten aus. Dann hat der Stadtrat das Wort. Er muss das Handeln des Kämmerers bewerten. In sogenannten Haushaltsreden teilen die Fraktionen mit, ob sie ihm folgen, oder selbst bessere Ideen haben. Vorab: Mit großer Mehrheit wurde das umfangreiche Zahlenwerk der Verwaltung genehmigt. Jetzt alles gut? Nein, so besonders Dirk Groß, der als Sprecher der SPD-Fraktion Klartext redete. „Zur ungeschönten Realität gehört: Dorsten kommt beim Aufbau der Zukunft nicht von der Stelle - wir brauchen endlich Luft und mehr Rückenwind von Bund und Land für unsere Infrastruktur und Daseinsfürsorge, beispielsweise für Schulen, Energiezukunft und Zivilschutz.“ Dirk Groß beließ es aber nicht nur bei der Kritik, sondern punktete mit konkreten Verbesserungsvorschlägen.
- Eigene Beteiligung an Energiegewinnung und Wärmespeicherung
- Wohnraumdefizit durch kreative Tausch- und Umwandlungsmodelle reduzieren
- Tochterfirmen der Stadt wie Windor, Netzgesellschaft, Wohnungsbaugesellschaft, … stärken, um erkannten möglichen Mehrwert für die Lippestadt zu heben.
Eigener Bericht (Die komplette Haushaltsrede kann hier angefordert werden)
Veröffentlicht am 02.03.2026