Bundespolitik Sterben und (ver)erben - eine gesellschaftspolitische Endlosgeschichte

Nun soll das Bundesverfassungsgericht (wieder) eine Lösung finden

Nicht nur auf der politischen Bühne ist das Thema Erbschaft ein Dauerbrenner. Auch in den Familien steht nach einem Todesfall die Nachlassfrage auf der Tagesordnung. Die aktuelle gesetzliche Regelung ist relativ klar, aber heftig umstritten. Unstrittig ist, dass der Staat Erbschaften besteuert. Sie gelten als Einnahmen und werden vom Finanzamt entsprechend bewertet. Strittig ist nicht so sehr der Steuersatz, sondern die vielen unübersichtlichen Ausnahmeregelungen. Um die so entstandene Gerechtigkeitslücke zu schließen, hätten die Bundesregierungen der letzten Jahre eine „dauerhafte gerichtsfeste Entscheidung“ treffen müssen. Sie gaben aber dem Druck (einfluss)reicher Lobbyisten (wieder) nach und fanden nur einen Kompromiss, der ausschließlich denen, die haben, entgegenkam. Die Folge: Eine erneute Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Dort müssen unsere höchsten Richter urteilen, wie Erbschaften künftig gleichwertig zu besteuern sind. Egal, ob es sich um Betriebsvermögen, Aktiendepots, Immobilien oder „Omas Häuschen“ handelt. Das Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet. Erwartet wird ein neues Gesetz, das endlich verhindert, dass Reiche durch Erbschaften immer reicher werden. Ausnahmslos müssen alle in unserem Land gesellschaftspolitische Verantwortung tragen. Das Erbschaftsteuerrecht ist entsprechend zu reformieren. Recht und gerecht passen irgendwie zusammen.

Rhader Nachdenkzeilen zum Wochenende

Veröffentlicht am 17.10.2026

 

Blick in deinen künftigen Garten. Foto: Bergbauverein Dorsten Allgemein „Zwei Fliegen mit einer Klappe“

Dorstener Geschichte wachhalten und Gemüse aus eigenem Garten ernten?

Klingt ungewöhnlich, ist aber möglich. Dorsten hat eine wechselvolle Geschichte. Neben dem politischen Auf und Ab füllt die heimische Industrie viele Seiten des Dorstener Geschichtsbuchs. Die Nordwanderung des Steinkohlenbergbaus erreichte Anfang des 19. Jahrhunderts die Lippestadt. Mit der neuen Zeche Fürst Leopold in Hervest Dorsten begann ein wirtschaftlicher Aufschwung. Für die angeworbenen Bergarbeiter wurde parallel eine Wohnsiedlung in nächster Nähe gebaut. Das Besondere in diesem noch immer beeindruckend schönen Wohnumfeld sind die Siedlungsgärten. Sie dienten den Kumpels nicht nur als Erholungsoase, sondern boten durch eigenes Gärtnern die Möglichkeit, den schmalen Geldbeutel aufzufüllen. Heute ist der Bergbau Geschichte. Das weithin sichtbare Fördergerüst erinnert an diese Zeit. Um aber die Geschichte drumherum wachzuhalten, wurde der „Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V.“ gegründet. Die Vereinsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und haben u. a. erreicht, dass Dorsten inzwischen mit dem „Ankerpunkt der Route Industriekultur NRW“ werben kann. Nun besteht die Möglichkeit, einen dieser Siedlungsgärten selbst zu bewirtschaften, so der Aufruf des Dorstener Bergbauvereins. Wer also künftig sein Gemüse selbst anbauen will, sollte sich zügig bei dem rührigen Verein melden. Die künftigen Hobbygärtner halten parallel die Geschichte der Zechensiedlung wach. Also ist es wirklich möglich, „zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V., also im Bergbauverein. Der Mitgliedsbeitrag beträgt zurzeit 24,00 € im Jahr. Alle Infos bei Hilde Schlenger, telefonisch unter 0176 / 69077480 oder per Mail: hhhschle@t-online.de

Rhader Werbung für eine lebendige Ortsgeschichte

Veröffentlicht am 16.10.2026

 

Wahlen Die Leiden des alten Sozialdemokraten

Ständige Neuaufstellungen der Parteispitze zermürben die Basis

Die Unsitte, im Fußball nach drei verlorenen Spielen die alleinige Schuld dem Trainer in die Schuhe zu schieben und ihn vom Spielfeld zu jagen, scheint sich auch in den politischen Parteien festzusetzen. Auch die SPD gehört zu der Reihe negativer Beispiele. Aktuell hat die Doppelspitze aus Bärbel Bas und Lars Klingbeil fertig. Anfang Januar werden die Delegierten auf einem Bundesparteitag (wieder mal) einen neuen Vorstand wählen. Verlorene Wahlen, einhergehend mit Mitgliederverlusten, sorgen für miese Stimmung oben wie unten. Dazu eine Medienlandschaft, die jede vermeintliche Schwäche des Führungspersonals gnadenlos verstärkt. So zermürbt, ist dann das Hinschmeißen der übertragenen Verantwortung die logische Folge. Und die Abstände der Neuaufstellungen verkürzen sich immer mehr. Wer soll es machen? Boris Pistorius? Manuela Schwesig? Hubertus Heil? Anke Rehlinger? Wer will es machen? Die Personaldiskussion ist eröffnet. Und die Inhalte? Sie werden nur dann den reinen Status Absichtserklärung verlassen, wenn die Wähler dafür ihr Kreuz wieder bei der SPD machen. Ohne überzeugende Persönlichkeit an der Spitze, jetzt sind wir wieder bei der Personalfrage, wird die SPD nicht aus dem Tabellenkeller der Wählergunst herauskommen. Die Leiden des alten Sozis gehen in die Verlängerung.

Nachdenkzeilen von der Rhader SPD-Basis

Veröffentlicht am 15.10.2026

 

Landespolitik Erneuerung von unten nach oben

SPD-Landtagskandidat Finn Lehmann verkörpert neue Generation

Die SPD blickt stolz auf über 160 Jahre ihres Bestehens zurück. Ein Alleinstellungsmerkmal der deutschen Parteien. Unser heutiger Wohlstand in der Breite wäre ohne Sozialdemokraten nicht möglich gewesen. Verständlich ist, dass es in dieser Zeit Höhen und Tiefen gab. Die Stärke von Sozialdemokraten war immer, sich aus Krisen selbst herauszuziehen. Heute steckt sie in so einem Stimmungs- und Identifikationskeller. Ihre Mitgliederzahl sinkt, das Durchschnittsalter ihrer direkten Unterstützer steigt. Wie gut, dass es junge Sozialdemokraten gibt, die bereit sind, gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Finn Lehmann aus Dorsten erfüllt genau das Anforderungsprofil, das unserer Gesellschaft und der SPD Zukunft verspricht. Er ist jung und sachkundig, geht auf die Menschen zu und spricht mit ihnen auf Augenhöhe. Finn Lehmann ist authentisch und wurde so zum Landtagskandidaten der SPD gewählt. Sein Wahlkreis umfasst Dorsten, Haltern, Teile von Marl und Datteln. Sein Ziel ist, am 25. April direkt gewählt zu werden. Dafür ist Finn Lehmann seit Wochen unermüdlich auf Achse, um für eine soziale, gerechte, keinen Menschen ausschließende Politik zu werben. Die SPD darf stolz sein, einen so engagierten jungen Sozialdemokraten in ihren Reihen zu wissen.
Kontaktdaten Finn Lehmann:
E-Mail: finnlehmann2005@gmail.com
Tel: 0 1577 3548 374

Rhader Werbung für den überlebensnotwendigen Generationswechsel in der SPD

Veröffentlicht am 14.10.2026

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 008534457 -

SPD Sozial

 

"Wir können Städte planen und bauen - aber die Menschen bringen die Wärme"

Holger Lohse, Dorstener Stadtbaurat a. D. Im Interview mit der Dorstener Zeitung

 

Counter

Besucher:8534458
Heute:32
Online:7