Gesellschaft Eine Stadt ohne eigene Zeitung wäre eine sehr arme Stadt

Der Lokaljournalismus ist für unsere Demokratie unverzichtbar - Ein Offener Brief an die DZ-Redaktion

Die Journalismus-Krise, besonders im lokalen Bereich, ist unübersehbar. Zeitungen verschwinden vom Markt oder werden mit anderen Blättern fusioniert. Auf der Strecke bleibt nicht nur die Vielfalt, sondern nicht selten auch die kritische Berichterstattung. Dazu kommt der Glaube, dass  digitalisierte Ausgaben das Printprodukt ersetzen können. Meine persönliche Erfahrung signalisiert aber, dass das Lesen auf dem Tablet häufig bereits bei den Überschriften und ersten Sätzen endet. Eine gedruckte Zeitung wird länger in der Hand gehalten und am Frühstückstisch gemeinsam geteilt. Ok, das Klagen soll heute nicht ausschließlich im Mittelpunkt stehen.
Stattdessen der Appell an alle Lokaljournalisten in unserer Stadt und darüberhinaus, nicht aufzugeben, um interessante Geschichten zu finden und lesbar weiterzuerzählen. Seit vielen Jahrzehnten begleite ich Ihre verantwortungsvolle Arbeit. Mal mit Hinweisen, was ich für berichtenswert halte, mal mit kritischen oder unterstützenden Leserbriefen, häufig auch mit eigenen Texten über kommunalpolitische Ereignisse.
Ihre (Fach)Arbeit ist hochgradig verantwortungsbewusst. Aus meiner Sicht ein Traumberuf.
Ich wünsche der gesamten Redaktion der Dorstener Zeitung, einschließlich der vielen Mitarbeiter, darunter ihre Zusteller, weiterhin Kraft und Spaß, ein besonderes Produkt täglich neu zu erfinden.
Herzliche Grüße aus Rhade

Dirk Hartwich

Nachsatz: Werfen Sie auch immer mal wieder einen Blick auf www.spd-rhade.de. Wahrscheinlich finden Sie dort weitere Anregungen für eigene Berichte.

Veröffentlicht am 06.05.2026

 

Bundespolitik Ein Jahr ohne Bundeskanzler Olaf Scholz

Alles besser geworden?

Seit 12 Monaten macht er sich rar. Olaf Scholz ist zwar nicht enttäuscht ins Private abgetaucht, aber er hat es bewusst vermieden, seinem Nachfolger Ratschläge zu erteilen oder ihn zu kritisieren. Sein direkt gewonnenes SPD-Bundestagsmandat nimmt er aber hanseatisch korrekt wahr. Zur Zeit werden vermehrt Vergleiche zwischen ihm und seinem Nachfolger im Amt des Bundeskanzlers Friedrich Merz angestellt. Merz, der als Oppositionsführer keine Gelegenheit ausließ, um Olaf Scholz im wahrsten Sinne des Wortes abzukanzeln und dabei nicht selten auch ins Persönliche abglitt, kommt einfach nicht an. Weder im Amt noch in der breiten Öffentlichkeit. Sein beleidigender Vorwurf als Oppositionspolitiker, „sie (Scholz) können es nicht“, fällt aktuell doppelt so schwer auf ihn zurück. Nun wird er nämlich nicht nur an seinen Worten gemessen, sondern auch an seinen Taten. Und hier stellt die breite Öffentlichkeit fest, Friedrich Merz hat den Mund zu voll genommen. Die Herausforderungen, die Olaf Scholz durch den Ukraine-Krieg, Corona und Christian Lindner zu bewältigen hatte, belasten weiter die internationale Politik. Olaf Scholz war ein Meister der Diplomatie. Das wurde ihm nicht selten als Kommunikationsschwäche ausgelegt. Sein Nachfolger sieht das viel „lockerer“. Die Folgen seiner vielen zu schnell „herausgehauenen“ Positionierungen erinnern an den Elefanten im Porzellanladen. Der Ratschlag aus Rhade an Kanzler Merz lautet: Mehr Diplomatie wagen!

Veröffentlicht am 05.05.2026

 

Gesellschaft Test: Überprüfung unseres Menschenbildes

Wir alle sind geprägt durch unser Elternhaus, eventuell auch durch unseren Glauben, durch Vorbilder und unsere Staatsform. Letztere basiert auf dem Grundgesetz mit seiner Präambel und den 146 Artikeln. Die ersten 19 werden als unsere Grundrechte bezeichnet. Sie stehen deshalb am Anfang unserer Verfassung. Vor dem o. g. Test etwas Hilfestellung. Artikel 1 sagt, dass die Würde aller Menschen unantastbar ist. Im 3. Artikel ist festgeschrieben, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und, dass niemand wegen seiner Abstammung, Sprache oder seiner Herkunft benachteiligt werden darf. Wenn nun gefragt würde, ob das Vorgenannte gelebte Praxis bei einem selbst ist, würden sicherlich alle Leser dieses Textes zustimmend nicken. Theorie und Praxis klaffen aber auseinander. Die Obdachloseninitiative fiftyfifty in Düsseldorf hält uns in der neuesten Ausgabe der gleichnamigen Straßenzeitung den Spiegel vor: „Unsere Verkäufer*innen, viele von ihnen aus Rumänien, zahlreiche Roma, sind unmittelbar betroffen. Sie werden nicht als Menschen gesehen, die arbeiten, die versuchen, sich ein würdiges Leben aufzubauen. Stattdessen begegnet ihnen Misstrauen und offen geäußerte Ablehnung. Die immer gleichen Schlagworte kursieren: „mafiöse Strukturen“, „Banden“. Pauschale Zuschreibungen, die entmenschlichen und die Realität verzerren. Sie treffen sowieso schon Benachteiligte, die individuell handeln, individuell kämpfen, individuell hoffen.“ Eine gravierende Differenz zwischen Anspruch (GG) und und unserer gelebten Wirklichkeit. Hand aufs Herz: Würden wir den Test bestehen, alle Menschen immer gleich zu behandeln?

Eigener Bericht auf Grundlage des Vorwortes vom Geschäftsführer Hubert Ostendorf in der Mai-Ausgabe der Straßenzeitung fiftyfifty

Veröffentlicht am 04.05.2026

 

Landespolitik Dorstener Bürgermeister auf dem Weg ganz nach oben?

Sonntagsgedanken aus Rhade

Er wurde immer mit beeindruckenden Ergebnissen zum Bürgermeister der Lippestadt gewählt. Er ist omnipräsent in „seiner“ Stadt, kennt u. a. jeden Vereinsvorsitzenden, die kirchlichen Würdenträger sowie alle Unternehmer, egal in welcher Branche sie sich tummeln. In seinem eng geknüpften Netzwerk sind auch Parteimitglieder auf allen Ebenen miteinander verbunden. Die Rede ist von Tobias Stockhoff. Der Christdemokrat hat es nach und nach geschafft, über den eigenen Partei-Tellerrand zu blicken, Vorurteile gegenüber Mitgliedern konkurrierender demokratischer Parteien abzubauen und so auch überregionale Aufmerksamkeit zu erzielen. Frühzeitig hat er angekündigt, dass die jetzige Amtszeit in Dorsten seine letzte sein wird. Noch hat er nicht gesagt, wohin sein Weg führen wird. Aber alle Anzeichen deuten darauf hin, dass er dem Politikbetrieb erhalten bleibt. Natürlich weist der Weg nach oben. Seine aktuelle Wahl zum Präsidenten des Städte- und Gemeindebundes NRW darf als eine nächste Karrierestufe gewertet werden. Dazu gratulieren wir Tobias Stockhoff uneingeschränkt. Es ist für Dorsten und alle NRW-Kommunen hilfreich, dass ein erfahrener Bürgermeister künftig direkter Gesprächspartner des Ministerpräsidenten in Düsseldorf sein wird. Und dass Tobias Stockhoff und Hendrik Wüst auch freundschaftlich miteinander verbunden sind, sollte kein Nachteil sein. 2027 wird ein neuer Landtag gewählt. Sollte die CDU dann nochmals erfolgreich abschneiden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dann Dorstens Ex-Bürgermeister in ganz neuer Verantwortung steht.       

Veröffentlicht am 03.05.2026

 

Die private gut gemeinte Pflege eines städtischen Baumes kommt ohne Unterstützung an ihre Grenzen. Umwelt Die Antwort zum Offenen Brief „Pflege Baumscheibe in Rhade“ ist eingetroffen

Ganz schnell hat die Verwaltung, in diesem Fall Frau Stobbe vom Umweltamt der Stadt, reagiert. Ihre Antwort auf die Rhader Bitte (29.4), das Thema Kleinklima am oben genannten Beispiel mehr in den Fokus zu rücken, war kurz und knapp. „Zuständigkeitshalber sende ich Ihre Mail an das Tiefbauamt weiter. Der Leiter des Tiefbauamtes ist bereits informiert.“ Rückfrage aus Rhade: „Ist die Annahme völlig falsch, dass das eher den Bereich Umwelt betrifft und parallel das Tiefbauamt ins Boot geholt werden müsste?“ Antwort aus dem Rathaus: „Hier geht es ja nicht mehr ums „Grundsätzliche“. Patenschaften für Grünflächen sind seit Langem gängige Praxis und werden – wo diese technisch und organisatorisch machbar sind – vom Tiefbauamt inhaltlich betreut und verwaltet. Eine Mitwirkung der Stabsstelle Umwelt und Klima ist da nicht mehr erforderlich.“ OK, das sitzt. Also warten auf das Tiefbauamt. Noch hat es sich nicht gemeldet. Mehrere frühere Zusagen, sich zu kümmern, versandeten im trocken Boden der Baumscheibe. Nun glauben wir dennoch in Rhade, dass da jetzt nicht nur was war, sondern, dass sich ab sofort da was tun wird. Die verwaltungsinterne Zuordnung, dass für den Schutz des Kleinklimas das Tiefbauamt verantwortlich zeichnet, will dem Beobachter von außen nicht richtig einleuchten.

Wir berichten weiter, wenn sich das Tiefbauamt gemeldet und positioniert hat

Veröffentlicht am 02.05.2026

 

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„Es ist hundertmal leichter den Faschismus von der Macht fernzuhalten, als ihn aus der Macht zu verdrängen.“

Der Sozialdemokrat Rudolf Breitscheid (1874 - 1944) musste vor den Nazis fliehen und starb im KZ Buchenwald

 

 

 

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