Kommunalpolitik Dorstener Städtepartnerschaften soll neues Leben eingehaucht werden

Fraktionsübergreifender Antrag an den Bürgermeister

Friedhelm Fragemann (SPD) hatte die Idee, ergriff die Initiative und fand fraktionsübergreifend Mitstreiter. In einem gemeinsamen Antrag fordern SPD, CDU und der FDP-Vertreter, die 8 Partnerstädte Dorstens mehr  als bisher untereinander zu vernetzen. Der Antrag im Wortlaut:

Städtepartnerschaften ausbauen – Völkerverständigung verbessern

Als ersten Schritt einen Workshop zur Bestandsaufnahme und zur Fortentwicklung der Städtepartnerschaften vorzubereiten und dazu neben der Politik insbesondere Vertreterinnen und Vertreter der Partnerschaftsvereine sowie Gruppen, Institutionen (z. B. Schulen) oder Vereine einzuladen, welche sich im Bereich der Städtepartnerschaften engagieren. Dabei soll es u. a. um folgende Fragestellungen gehen:

• Neuausrichtung einer kontinuierlichen Ausgestaltung der Beziehungen zu unseren Partnerstädten

• Entwicklung einer Strategie zur Durchführung eines intensiveren bürgerschaftlichen Austausches unter besonderer Berücksichtigung der Einbindung von Jugendlichen über Schule und Vereine (z. B. Sportvereine, Jugendgruppen etc.)

• Etablierung von Möglichkeiten des verstärkten Erfahrungsaustausches zum gegenseitigen Nutzen aller Partnerstädte (z. B. Wirtschaftsförderung und Tourismus)

• Prüfung von weiteren Möglichkeiten projektorientierter Zusammenarbeit

• Akquise von Fördermitteln

2. siehe unten - bitte mehr anklicken

Veröffentlicht am 15.09.2022

 

Kommunalpolitik Krieg, Energiekrise, Inflation - und was das mit Dorsten zu tun hat

Was gestern galt, muss heute hinterfragt werden, um morgen notwendige Anpassungen einzuleiten 

Die Zeitenwende ist da. Vom Bundeskanzler ausgerufen, hat sie ein besonderes finanzpolitisches Zeichen der Solidarität mit der Ukraine gesetzt, die von Russland angegriffen wurde. Eine als Sondervermögen bezeichnete Haushaltsposition von 100 Milliarden Euro, soll die Bundeswehr von Grund auf reformieren und modernisieren. Das war im Juni. Inzwischen hat sich aus dem militärischen Überfall Russlands eine weltweite Wirtschaftskrise entwickelt. Lieferketten sind zerrissen, Nahrungsengpässe nicht nur in Afrika. Energie wird als Waffe eingesetzt. Dadurch explodierende Weltmarktpreise und eine Inflation, die Gespartes auffrisst und den ganz Armen die Zukunft raubt. Drei milliardenschwere Entlastungspakete wurden von der SPD-geführten Bundesregierung auf den Weg gebracht, um die dramatischen Auswirkungen zu minimieren. Zur Finanzierung werden alle möglichen Rücklagen eingesetzt und neue Kredite, aufgenommen. Neben dem Bund werden alle 16 Bundesländer die neuen Lasten mittragen (müssen). Das wird sich ganz unten, auch bei den Kommunen, auswirken. Erste haushaltspolitische Tricks der NRW Landesregierung (CDU und Grüne), lassen Schlimmes befürchten. Fördertöpfe, z. B. zur Dorfentwicklung, wurden bereits in die Warteschleife geschickt. Richtig wäre, jetzt kommunalpolitisch Farbe zu bekennen, um der Bevölkerung mitzuteilen, was alles an Projekten in unserer Stadt hinterfragt werden und neu bewertet werden muss. Die Zeitenwende hat uns da unten erreicht.

Ein Appell aus Rhade in Richtung Rathaus und Stadtrat, um den Dorstenern reinen Wein einzuschenken

Veröffentlicht am 14.09.2022

 

Kommunalpolitik Dorsten von oben

Das Wichtigste auf einen Blick - Rhade gehört nicht dazu

Die Internetseite der Dorsten hat ein neues Kleid bekommen. Gleich zu Beginn wird in einer Endlosschleife „die kleine Hansestadt an der Lippe“ von oben präsentiert. Der Rundflug beginnt am Rathaus, rückt die Innenstadt, das ehemalige Zechengelände, den Kanal und den Bürgerpark Stadtkrone in den Mittelpunkt, schwenkt dann auch zur Deutener Wassermühle und zum Schloss Lembeck. Das war’s. Und von vorne beginnt das Video, das die Unterzeile, „Das Wichtigste auf einen Blick“ trägt. Dass Rhade und andere am Rand der Stadtmitte liegende Stadtteile nicht vorkommen, könnte auch so kommentiert werden: „Sie sind nicht wichtig genug“. Noch boshafter wäre: „Sie sind unwichtig“. So unfair wollen wir aber nicht für die Internetseite unserer Stadt werben. Denn Rhade wird in wenigen Zeilen unter der Rubrik Stadtteile auch vorgestellt. Etwas Geschichte, keinerlei Aktualität. Nicht mal der Hinweis, dass Rhade erst seit 1975 Stadtteil von Dorsten ist. Ein Indiz für die Innenstadtlastigkeit unserer Verwaltung. Alle Versuche, Rhade als wichtige Landgemeinde Dorstens zu platzieren, versanden im Nirgendwo und in dunklen Verwaltungsschubladen. Kritiker nutzen inzwischen vermehrt die Beschreibung Randgemeinde. Rhade ist liebens- und lebenswert. Rhade muss daher bereits auf den ersten Blick wichtig genommen werden.

Ein Rhader Zwischenruf in Richtiung Dorstener Rathaus

Veröffentlicht am 13.09.2022

 

Gesellschaft Nimm dich nicht so wichtig!

Erkenntnisse nach einem besonderen Sommerfest

Das Wetter war gut, die Vorfreude immens. Nach 2 Jahren Corona-Pause stand endlich das beliebte Sommerfest wieder auf dem Programm der zu betreuenden Menschen mit Handicap in einer Nachbarstadt. Die Diakonische Stiftung Wittekindshof hatte eingeladen und wir durften teilnehmen. Bunte Luftballons wiesen den Weg, unüberhörbar die Musik. Bratwurstduft vermittelte, wir sind angekommen. Viel wichtiger als diese Äußerlichkeiten, sind aber die Teilnehmer an diesem Fest. Ob im Rollstuhl, am Arm einer Unterstützerin, ob halb liegend oder mit Hilfe eines Betreuers geführt, allen stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Kaum setzte die Musik ein, bewegten sie sich im Rhythmus, sangen, schunkelten und drückten so ihre Freude am Zusammensein aus. In der Politik wurde der Begriff TEILHABE eingeführt. Er soll uns allen signalisieren, dass jeder Mensch nicht nur wertvoll ist, sondern das RECHT hat, am Leben teilzunehmen. Wie wahr und wie unvollständig immer noch umgesetzt. Räumlich wurde gewaltig „aufgerüstet“. Überwiegend Einzelzimmer mit eigenem Bad, erhalten die Individualität der zu Betreuenden. Aber ohne die BetreuerInnen wäre alles nichts. Wer sieht, wie selbstverständlich und natürlich sie sich im Kreis der behinderten Mitmenschen bewegen, wer wahrnimmt, wie liebevoll und einfühlsam sie sich kümmern, kommt um den nächsten gesellschaftspolitischen Begriff nicht herum - RESPEKT. Und wir lernen nachhaltig, uns nicht immer so wichtig zu nehmen. Das Sommerfest darf für alle Teilnehmer als gelungen bewertet werden. DANKE.

Brigitte und Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 12.09.2022

 

Bundespolitik Ich bin die Krise - wer holt mich hier raus?

Ein Blick in unsere Parteizentralen

Hand aufs Herz. Die Lage ist sehr ernst. Wer in die Gesichter der Regierenden blickt, erkennt Anspannung, Sorge und auch Müdigkeit. Ein Bundeskabinett, das sich seit Monaten ununterbrochen im Krisenmodus befindet. Nie war das Regieren nach 1945 schwieriger und verantwortungsvoller. Dennoch dürfen wir uns glücklich schätzen, einen Kanzler an der Spitze zu haben, dem die riesige Verantwortung für unser Land ins Gesicht geschrieben ist. Der aber damit umgehen kann und dynamisch an Lösungen arbeitet, um den verbrecherischen Putin-Krieg indirekt zu bekämpfen. Der Preis, den wir für unsere Freiheit und Demokratie zahlen, ist sehr hoch. Gibt es eine Alternative? Werfen wir dazu einen Blick in die bundesdeutschen Parteizentralen. Die CDU fällt durch unfaire Attacken auf, um von ihrer Verantwortung in 16 Jahren Regierung abzulenken. Die Linke blinkt neuerdings links und rechts gleichzeitig, weil sie ihre Linie einfach nicht finden will und kann. Die AfD poltert und will unbedingt Schmuddelkind des Parlaments bleiben. Die FDP ist zwar Regierungspartei, gefällt sich aber weiter in der Rolle des Besserwissers. Die Grünen erkennen plötzlich den Unterschied zwischen politischer Theorie und Praxis. Die SPD ist seltsam still und versammelt sich hinter ihrem Bundeskanzler. Er ist, so der Eindruck der Basis, der Einzige, der uns aus der Krise herausholen kann.

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 10.09.2022

 

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