Ein persönlicher Kommentar zur geplanten Erweiterung
Vor Jahren drohte die Rhader Nahversorgung zusammenzubrechen. Dann wurden neben der Turnhalle „Nägel mit Köpfen“ gemacht. 2 Neubauten dienten künftig einem Supermarkt und einem Discounter als Verkaufsfläche. Großzügig geplant und umgesetzt. Ein Aspekt wurde aber sträflich vernachlässigt - die Verkehrssicherheit. Um das zu kaschieren wurde in den Eröffnungswochen der städtische Ordnungsdienst eingesetzt, um u. a. die Schulwegsicherung zu gewährleisten. Nun soll, so der Wunsch einflussreicher Investoren, nochmals kräftig erweitert und zugebaut werden. Das steht aber einer homogenen Stadtentwicklung, die auch die Nachbarorte zu berücksichtigen hat, entgegen. Wenn in Rhade, Edeka und Aldi, wie gewünscht, erheblich erweitern, und käme noch ein Drogeriemarkt dazu, entstände hier zwar ein attraktives Einkaufszentrum, würde aber unsere Nachbargemeinden „aushungern“. Also muss ein Kompromiss gefunden werden, der nicht nur A gerecht wird, sondern B und C ebenfalls im Fokus hat. Genauso hat der Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt kürzlich entschieden. Stadt- und Dorfentwicklung ist ein immer andauernder Prozess, der alle Aspekte im Blick haben muss. Umso erstaunlicher ist, dass die Verkehrssituation, die in allen Rhader Umfragen als zu gefährlich bewertet wird, weder im Ratsausschuss, noch in den öffentlichen Stellungnahmen vor Ort, eine entscheidende Rolle spielte. Noch kann hier nachgebessert werden.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 09.09.2022
Wir müssen uns ganz neu aufstellen
Plötzlich wachen wir auf. Gestern konnten wir noch optimistisch in die Zukunft blicken. Heute ahnen wir, dass schwere Zeiten auf uns zukommen. Morgen werden wir mit völlig veränderter Strategie einen Neuanfang starten müssen. Es ist Krieg in Europa. In der Ukraine wird er mit Raketen geführt, in ganz Westeuropa mit der künstlichen Verknappung von Energie. Auslöser ist der russische Diktator Putin, der die gemeinsam vertraglich vereinbarte Weltordnung aufgekündigt hat. Deutschlands Wohlstand hängt eng mit der Energieversorgung zusammen. Kohle, Öl, Gas, Kernenergie - dieser Mix galt jahrelang als Garant für sichere und bezahlbare Energie. Dann die Klimakrise. Der Ausstieg aus den fossilen Rohstoffen war und ist die richtige Antwort. Dann Tschernobyl und Fukushima. Der Ausstieg aus der Hochrisikotechnologie war und ist die richtige Antwort. Die erneuerbaren Energien waren und sind richtige Zukunftsantworten. Nur noch die Übergangszeit bis zur völligen Selbstversorgung überstehen. Die bittere Erkenntnis: Die Zeit reicht nicht. Wir sind in der Hand von vertragsbrüchigen Autokraten und verantwortungslosen Spekulanten. Sie ziehen die Schraube der Erpressung immer mehr an. Jetzt hilft nur noch regieren mit ruhiger Hand, um die dramatischen Auswirkungen für unser Land zu minimieren. Ideologiefrei und mit Blick nach vor. So, wie es der Kanzler Olaf Scholz vorlebt. Nur so wird die dringend notwendige Neuaufstellung der bezahlbaren Energieversorgung gelingen.
Ein Rhader Zwischenruf zur aktuellen Energiekrise
Veröffentlicht am 08.09.2022
Veröffentlicht am 07.09.2022
Zukunftsfragen beschäftigen die Rhader SPD
Pünktlich um 18.30 Uhr wird am morgigen Donnerstag der Vorsitzende der Rhader SPD das monatliche Treffen im Gasthaus Pierick eröffnen. Neben Berichten aus der Stadtratsfraktion wird auch über die organisatorische Zukunft des agilen SPD-Ortsvereins diskutiert.
Veröffentlicht am 07.09.2022
Presseabteilung liefert täglich mehrmals Nachrichten
Mussten früher die Journalisten der beiden Tageszeitungen RN und WAZ noch selbst recherchieren, um ihren Lesern Interessantes und Wissenswertes aus der Lippestadt zu berichten, können sie heute zuverlässig darauf warten, was der „Rathausfunk“ meldet. Inzwischen wurde aus den Ruhr-Nachrichten die Dorstener Zeitung, und die WAZ hat ihre Türen für immer geschlossen. Die verbliebenen Zeitungsmacher haben in der Presseabteilung des Rathauses einen kostengünstigen Partner gewonnen. Zwei Profis, beide vom Zeitungsfach, melden sich mehrmals täglich mit Informationen aus den Fachämtern, berichten über Gedanken und Positionierungen des Bürgermeisters und kündigen wichtige Dorstener Veranstaltungen, egal ob aus den Bereichen Unterhaltung oder Wissen, an. Natürlich werden diese Meldungen immer als Erfolgsmeldungen „verkauft“. Selbstkritik ist nicht zu erwarten, Kritik von außen wird wortreich abgewehrt. In der Regel finden sich diese Rathausnachrichten, etwas verzögert, fast wortgleich als Zeitungsmeldung wieder. Besser wäre, aus Sicht der Zeitungsleser, Rathaustexte auch als solche zu kennzeichnen. So erhalten die eigenen Recherchen und Formulierungen aus der Zeitungsredaktion einen viel höheren Stellenwert.
Eine Anregung aus Rhade in Richtung Dorstener Zeitungsmacher
Veröffentlicht am 06.09.2022