Vereine, Kirchen und Parteien blicken in eine ungewisse Zukunft
Viele Sportvereine schließen sich zusammen, um überhaupt noch Jugendmannschaften aufstellen zu können. Kirchengemeinden werden zusammengeschlossen, weil Gläubige austreten und Seelsorger fehlen. Parteien, die den Zusatz Volksparteien trugen, leiden an dramatischem Mitgliederschwund und Desinteresse bei der Jugend. Drei Beispiele von vielen. Sie zeigen aber einen ungebrochenen und gefährlichen Trend, der unserer Gesellschaft und unserer Demokratie nicht gut tut. Ob Sportverein, Kirche oder Partei, alle haben in den letzten Jahren nachgedacht, sich teils neu aufgestellt, Werbung in eigener Sache gemacht, neue Kommunikationstechnologien eingeführt. Das Ergebnis ist für die Vertreter der genannten Institutionen niederschmetternd. Ratlosigkeit, wohin man blickt. Selbst SPD-Ortsvereine wie Rhade, seit über 50 Jahren mustergültig geführt, von allen Seiten gelobt, leiden an jungen Aktiven. Dennoch darf nicht aufgegeben werden. Auf den guten Seelsorger kann nicht verzichtet werden, Jugendsport im Verein ist praktische Sozialarbeit, Parteien wirken an der politischen Willensbildung mit. Wer will, dass unser Leben nicht ärmer wird, muss helfen, den Schalter in Richtung sichere demokratische Zukunft umzulegen. Nicht passiv als Zuschauer von außen, sondern aktiv als Teil der Lösung.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 20.08.2022
Ein Flyer der Stadt wirbt für die "Junge VHS" - Warum finden alle Kurse nur zentral statt? - Ein offener Brief aus Rhade
Eine gute Sache, die Junge VHS per Flyer zu präsentieren. Total daneben ist, die Kurse wieder nur zentral, wie auch das gesamte Hauptprogramm, anzubieten. Es ändert sich leider gar nichts im Rathaus, um die Außenbezirke in die Überlegungen der Weiterbildung einzubeziehen. Nachlässigkeit? Unvermögen? Oder falsch verstandene Prinzipientreue? Ich werde nicht nachlassen, den Finger in diese Wunde zu legen. Der Begriff VOLKSHOCHSCHULE ist Programm. Um alle Dorstener zu erreichen, müssen auch in Rhade, Lembeck, Wulfen und weiteren unversorgten Stadtteilen VHS-Kurse angeboten und durchgeführt werden. Fast vergessen: Das, was am städtischen Weiterbildungsangebot kritisiert wird, gilt eins zu eins auch für das gesamte städtische Kulturangebot.
MfG Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 19.08.2022
SPD-Internetseite wird täglich aktualisiert - ein Alleinstellungsmerkmal
Tue Gutes und rede darüber. Wer aber hört heute noch zu, wenn Vertreter einer politischen Partei etwas zu sagen haben? Die Rhader SPD, seit 53 Jahren kommunalpolitisch aktiv, hat dieses Problem immer wieder diskutiert, um „richtige“ Antworten darauf zu finden. Mit eigenen Zeitungen, die als Hauswurfsendungen allen Rhadern persönlich in den Briefkasten gesteckt wurden, begann 1972 eine beispiellose Informationskampagne. Von der örtlichen Presse regelmäßig begleitet. Über 120 Ausgaben der „SPD-Nachrichten für Rhade“ wurden eigenhändig produziert und von engagierten Helfern in der Regel 4 mal im Jahr verteilt. Neue Technologien erforderten neue Antworten. Das Internet eröffnete ganz andere Möglichkeiten der Erreichbarkeit und der Schnelligkeit. Mit Jürgen Heinisch, der die revolutionäre Technologie vorstellte, begann eine neue Zeitrechnung für den aktiven SPD-Ortsverein. Seit 2008/2009 ist www.spd-rhade.de online. Eine Erfolgsgeschichte. Die Internetseite hebt sich deutlich von der Konkurrenz auch dadurch ab, dass sie täglich aktualisiert wird und eine riesige Bandbreite an Themen präsentiert. Neben dem politischen Geschehen auf allen Ebenen, finden auch Kultur, Selbstkritik, Ironie und Unterhaltung statt. Nie flach, nie oberflächlich, nie verletzend. Dafür klar, verständlich und lesbar. Kurz: Ein Alleinstellungsmerkmal der Rhader SPD.
Veröffentlicht am 18.08.2022
Rhader SPD trifft sich zur Jubilarfeier
Nur noch wenige Tage, dann wollen viele Rhader Sozialdemokraten im Kreise Gleichgesinnter, in gemütlicher Atmosphäre zusammensitzen, klönen und sich selbst feiern. Dazu haben sie auch allen Grund. Seit 53 Jahren bringen sie sich ehrenamtlich, kommunalpolitisch für die Sozialdemokratie ein. Und zwar kontinuierlich! Nochmal - seit 53 Jahren! Unter der Überschrift „Vorwärts, und nicht vergessen“, wird sicherlich an manche Episode des politischen Vereinslebens erinnert. Angesagt haben sich auch einige Gäste, die nicht nur die Jubilare ehren, sondern auch mit eigenen Erkenntnissen über die Rhader SPD für gute Unterhaltung sorgen wollen. Am Freitag, 26. August, wird ab 17 Uhr der große Saal im Gasthaus Pierick, natürlich entsprechend geschmückt, zum Treffpunkt der Rhader SPD und ihrer Sympathisanten.
Veröffentlicht am 17.08.2022
Ohne staatliche Unterstützung geht es nicht
Erst reifte nach und nach die Erkenntnis, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Dann folgten viele Vorschläge, wie gegengesteuert werden könnte. Wissenschaftler und Klimaaktivisten gingen voran, Politik folgte in gehörigem Abstand. Der richtige Zeitpunkt, Energiepolitik neu und nachhaltig zu steuern, wurde verpasst. Während Kohle, Öl und Atomkraft schon lange als Auslaufmodelle gehandelt wurden, galt Gas als verfügbar und viel sauberer bei der Verbrennung. So verwundert es nicht, dass viele Hausbesitzer ihre alten Heizungen rausschmissen und auf moderne Gasbrenner umstiegen. Jetzt müssen sie und wir alle erkennen, aufs falsche Pferd gesetzt zu haben. Die Gaspreise explodieren, eine Zusatzumlage kommt oben drauf. „Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel Pinkepinke?“, heißt es in einem alten Schlager. Die „Antwort, mein Freund, kennt ganz allein der Wind“, so eine weitere Liedzeile. So geht es aber nicht. Unsere Regierung muss jetzt klare Bedingungen schaffen, dass das Herausreißen der Gasheizungen und das Investieren in neue Technik für Normalhaushalte finanziell tragbar ist. Die bisherigen Absichtserklärungen sind noch so diffus, dass sie beim Bürger Ratlosigkeit und große Sorgen auslösen. Diese negative Stimmung darf die SPD nicht kalt lassen.
Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 16.08.2022