Dank an alle Mitglieder und ein Blick in die Zukunft
Am morgigen Donnerstag wird pünktlich um 18.30 Uhr der Vorsitzende der Rhader Sozialdemokraten, Christoph Kopp, die monatliche Mitgliederversammlung eröffnen. Auf der Tagesordnung stehen aktuelle Berichte über das kommunalpolitische Geschehen Dorstens (Achim Schrecklein) und das Neueste aus der eigenen Partei. „Wie wird unsere Zukunft aussehen?“ Darüber wird sicherlich engagiert diskutiert. Klarheit herrscht aber darüber, dass nach der Corona-Zeit, ein Dankeschön an alle Mitglieder überfällig ist, die seit Jahren engagiert das kommunalpolitische Rhader und Dorstener Geschehen aktiv begleiten. Der Termin, 26. August, steht, Einzelheiten über den Ablauf werden am Donnerstag im Gasthaus Pierick vorgestellt. Das Treffen ist wie immer öffentlich.
Veröffentlicht am 10.08.2022
Dorsten ist jetzt Mitglied im Riga-Komitee - und hat sich etwas vorgenommen
Es ist ein dunkles Kapitel der Dorstener Stadtgeschichte. In den 1930er und 1940er Jahren gaben die Nationalsozialisten den Ton in der Lippestadt an. Mit verheerendem Ergebnis. Erst grenzten sie alle aus, die nicht mit marschieren wollten, dann glaubten sie einer überlegenen Rasse anzugehören, um in der Folge alle auszumerzen, die anders waren. Am Ende war Dorsten ein Trümmerfeld, viele Soldaten blieben „im Feld“, eine bisher anerkannte und integrierte Bevölkerungsgruppe war deportiert und kaltblütig ermordet worden. Erst 40 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges wurde dieses dunkle und verdrängte Kapitel der Stadtgeschichte von der Forschungsgruppe „Dorsten unterm Hakenkreuz“ aufgearbeitet. Nach weiteren 40 Jahren ist unsere Stadt nun Mitglied im Riga-Komitee. Nach Riga wurden zigtausende Juden deportiert und ermordet. Auch aus Dorsten. Das Städtebündnis hat sich zur Aufgabe gemacht, mit lokalen Aktionen gegen das Vergessen zu wirken. Achim Schrecklein und Friedhelm Fragemann, die als Vertreter und im Auftrag der Stadt und des Rates bei der Aufnahme ins Riga-Komitee vor Ort waren, wollen künftig auch persönlich dafür eintreten, dass wir alle aus der Geschichte lernen. Eine besondere Gelegenheit bietet sich bereits am 23. August. Eine private Initiative hat es geschafft, einen jüdischen Überlebenden aus Amerika ins Jüdische Museum einzuladen. Um 19 Uhr wird Sami Steigmann, der als Säugling medizinische Versuche der Nazis in einem Lager der Ukraine überlebte, über seine Leidensgeschichte berichten. Die Schirmherrschaft über diese besondere Veranstaltung hat Bürgermeister Stockhoff übernommen,
Eigener Bericht, wird in den nächsten Tagen mit weiteren Informationen fortgesetzt
Veröffentlicht am 09.08.2022
Kurse finden wieder nur zentral statt
Wer die 84 Seiten des neuen VHS-Programms studiert, ist auf den ersten Blick beeindruckt. Viele Bereiche des Alltags können mit Weiterbildung besser bewältigt werden. Ein Ansatz, der mit dem Begriff VOLKSHOCHSCHULE bestens beschrieben ist. Warum die Veranstaltungsorte wieder einen Bogen um die nördlichen Stadtteile Rhade, Lembeck, Wulfen machen, ist unverständlich und ärgerlich. Der Stadtrat wird eindringlich aufgefordert, das Verfahren endlich kritisch zu hinterfragen. Auffällig ist auch, dass den Bürgerforen in allen Stadtteilen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Gerade hier könnten entsprechende VHS-Kurse helfen, Kommunalpolitik besser zu verstehen und die Bürgermitwirkung zu fördern.
- Veranstaltungsorte
- Agathaschule. Hardt
- Albert-Schweitzer Schule. Hervest
- Atlantis Freizeitbad Altstadt
- Bildungszentrum Maria Lindenhof. Altstadt
- Gymnasium Petrinum Altstadt
- Haldenwangschule. Hervest
- Hof Tüshaus Mühle. Deuten
- Jüdisches Museum Altstadt
- Krankenpflegeschule Hardt
- Paul-Spiegel-Berufskolleg Hervest
- Pestalozzischule. Hardt
- St. Ursula Gymnasium, Altstadt
- Sporthalle St. Ursula Realschule. Altstadt
Eine wiederholte Kritik aus Rhade
Veröffentlicht am 08.08.2022
Wochenendgedanken aus Rhade
Kapital aus der Krise schlagen, das ist seit Jahrzehnten die Geschäftsidee der internationalen Energiemultis. Eine überaus erfolgreiche Strategie. Leidtragende sind die Verbraucher in aller Welt, die die Energie zum Leben benötigen. Jeder Konflikt auf unserem Erdball, egal wo, löst vorsorglich schon mal eine Preiserhöhung aus. An den Rohstoffbörsen reiben sich die Zocker die Hände. Die Bilanzen der Energiemultis wachsen. Der russische Krieg gegen die Ukraine hat zu unglaublichen Rohstoff-Preisexplosionen geführt. Wir alle müssen den Gürtel enger schnallen. Laut wird über eine Umlage diskutiert, die alle Gasverbraucher zu tragen haben, um die ungeheuren Lasten gleichmäßiger auf alle Schultern zu verteilen. Grund genug, auch die Profiteure der Krise zur Kasse zu bitten. Der Begriff Übergewinnsteuer löst in den Konzernzentralen sofort Schnappatmung aus. Nun hat der UN-Generalsekretär Guterres Klartext geredet. Er nennt die Krisen-Gewinne der Öl- und Gaskonzerne von über 100 Milliarden (!) Dollar im ersten Quartal 2022, unmoralisch. Seine Schlussfolgerung ist ein Appell an alle Regierungen. Besteuert diese Übergewinne endlich und gebt diese Sonder-Staatseinnahmen denen, die nicht wissen, wie sie durch den nächsten Winter kommen, bzw. wie sie überhaupt überleben können! Auch die SPD-geführte Bundesregierung wird daran gemessen, ob sie dem Appell des UN-Generalsekretärs folgen wird.
Veröffentlicht am 06.08.2022
Verwaltung muss sich anders aufstellen
Umfassende Bürgerbeteiligung ist ein kostenloser Mehrwert für unsere Stadt. Die Verwaltung hat verstanden und in allen Stadtteilen entsprechende Bürgerforen installiert. Eine Erfolgsgeschichte. Unterschätzt wurden aber die geweckten Erwartungen, „heute angeregt, morgen erledigt“. So wurde hier und da aus Euphorie, bittere Enttäuschung. Um den richtig eingeschlagenen Weg aber zu einer nachhaltigen Erfolgsgeschichte werden zu lassen, sind zwei Änderungen im Rathaus vorzunehmen. Erstens: Den Bürgern muss zu Beginn einer möglichen Verbesserungsmaßnahme das formale Prozedere, nämlich Kosten, Fördermittel, Zeitachse, Beteiligung des Stadtrates und die Personalsituation ohne Schönfärberei aufgezeigt werden. Zweitens: In der Verwaltung ist für jeden Stadtteil ein Ansprechpartner zu benennen, der mit eigenen Mitarbeitern nach außen auftreten und nach innen koordinieren kann. In einer Stabsstelle wird der faire Ausgleich zwischen den Stadtteilen abgesichert. Ein eigener Ratsausschuss würde die Kommunalpolitik angemessen beteiligen und zur Abrundung einer entsprechenden Verwaltungsreform beitragen. Diese Gedanken wurden bereits mehrfach von der Rhader SPD „ins Spiel“ gebracht. Jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen, die mit den Händen zu greifende Unzufriedenheit der engagierten Bürger in ein neues Vertrauensverhältnis überzuleiten.
Ein Zwischenruf aus Rhade in Richtung Dorstener Rathaus
Veröffentlicht am 05.08.2022