Erkenntnisse nach einem besonderen Sommerfest
Das Wetter war gut, die Vorfreude immens. Nach 2 Jahren Corona-Pause stand endlich das beliebte Sommerfest wieder auf dem Programm der zu betreuenden Menschen mit Handicap in einer Nachbarstadt. Die Diakonische Stiftung Wittekindshof hatte eingeladen und wir durften teilnehmen. Bunte Luftballons wiesen den Weg, unüberhörbar die Musik. Bratwurstduft vermittelte, wir sind angekommen. Viel wichtiger als diese Äußerlichkeiten, sind aber die Teilnehmer an diesem Fest. Ob im Rollstuhl, am Arm einer Unterstützerin, ob halb liegend oder mit Hilfe eines Betreuers geführt, allen stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Kaum setzte die Musik ein, bewegten sie sich im Rhythmus, sangen, schunkelten und drückten so ihre Freude am Zusammensein aus. In der Politik wurde der Begriff TEILHABE eingeführt. Er soll uns allen signalisieren, dass jeder Mensch nicht nur wertvoll ist, sondern das RECHT hat, am Leben teilzunehmen. Wie wahr und wie unvollständig immer noch umgesetzt. Räumlich wurde gewaltig „aufgerüstet“. Überwiegend Einzelzimmer mit eigenem Bad, erhalten die Individualität der zu Betreuenden. Aber ohne die BetreuerInnen wäre alles nichts. Wer sieht, wie selbstverständlich und natürlich sie sich im Kreis der behinderten Mitmenschen bewegen, wer wahrnimmt, wie liebevoll und einfühlsam sie sich kümmern, kommt um den nächsten gesellschaftspolitischen Begriff nicht herum - RESPEKT. Und wir lernen nachhaltig, uns nicht immer so wichtig zu nehmen. Das Sommerfest darf für alle Teilnehmer als gelungen bewertet werden. DANKE.
Brigitte und Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 12.09.2022
Ein Blick in unsere Parteizentralen
Hand aufs Herz. Die Lage ist sehr ernst. Wer in die Gesichter der Regierenden blickt, erkennt Anspannung, Sorge und auch Müdigkeit. Ein Bundeskabinett, das sich seit Monaten ununterbrochen im Krisenmodus befindet. Nie war das Regieren nach 1945 schwieriger und verantwortungsvoller. Dennoch dürfen wir uns glücklich schätzen, einen Kanzler an der Spitze zu haben, dem die riesige Verantwortung für unser Land ins Gesicht geschrieben ist. Der aber damit umgehen kann und dynamisch an Lösungen arbeitet, um den verbrecherischen Putin-Krieg indirekt zu bekämpfen. Der Preis, den wir für unsere Freiheit und Demokratie zahlen, ist sehr hoch. Gibt es eine Alternative? Werfen wir dazu einen Blick in die bundesdeutschen Parteizentralen. Die CDU fällt durch unfaire Attacken auf, um von ihrer Verantwortung in 16 Jahren Regierung abzulenken. Die Linke blinkt neuerdings links und rechts gleichzeitig, weil sie ihre Linie einfach nicht finden will und kann. Die AfD poltert und will unbedingt Schmuddelkind des Parlaments bleiben. Die FDP ist zwar Regierungspartei, gefällt sich aber weiter in der Rolle des Besserwissers. Die Grünen erkennen plötzlich den Unterschied zwischen politischer Theorie und Praxis. Die SPD ist seltsam still und versammelt sich hinter ihrem Bundeskanzler. Er ist, so der Eindruck der Basis, der Einzige, der uns aus der Krise herausholen kann.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 10.09.2022
Ein persönlicher Kommentar zur geplanten Erweiterung
Vor Jahren drohte die Rhader Nahversorgung zusammenzubrechen. Dann wurden neben der Turnhalle „Nägel mit Köpfen“ gemacht. 2 Neubauten dienten künftig einem Supermarkt und einem Discounter als Verkaufsfläche. Großzügig geplant und umgesetzt. Ein Aspekt wurde aber sträflich vernachlässigt - die Verkehrssicherheit. Um das zu kaschieren wurde in den Eröffnungswochen der städtische Ordnungsdienst eingesetzt, um u. a. die Schulwegsicherung zu gewährleisten. Nun soll, so der Wunsch einflussreicher Investoren, nochmals kräftig erweitert und zugebaut werden. Das steht aber einer homogenen Stadtentwicklung, die auch die Nachbarorte zu berücksichtigen hat, entgegen. Wenn in Rhade, Edeka und Aldi, wie gewünscht, erheblich erweitern, und käme noch ein Drogeriemarkt dazu, entstände hier zwar ein attraktives Einkaufszentrum, würde aber unsere Nachbargemeinden „aushungern“. Also muss ein Kompromiss gefunden werden, der nicht nur A gerecht wird, sondern B und C ebenfalls im Fokus hat. Genauso hat der Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt kürzlich entschieden. Stadt- und Dorfentwicklung ist ein immer andauernder Prozess, der alle Aspekte im Blick haben muss. Umso erstaunlicher ist, dass die Verkehrssituation, die in allen Rhader Umfragen als zu gefährlich bewertet wird, weder im Ratsausschuss, noch in den öffentlichen Stellungnahmen vor Ort, eine entscheidende Rolle spielte. Noch kann hier nachgebessert werden.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 09.09.2022
Wir müssen uns ganz neu aufstellen
Plötzlich wachen wir auf. Gestern konnten wir noch optimistisch in die Zukunft blicken. Heute ahnen wir, dass schwere Zeiten auf uns zukommen. Morgen werden wir mit völlig veränderter Strategie einen Neuanfang starten müssen. Es ist Krieg in Europa. In der Ukraine wird er mit Raketen geführt, in ganz Westeuropa mit der künstlichen Verknappung von Energie. Auslöser ist der russische Diktator Putin, der die gemeinsam vertraglich vereinbarte Weltordnung aufgekündigt hat. Deutschlands Wohlstand hängt eng mit der Energieversorgung zusammen. Kohle, Öl, Gas, Kernenergie - dieser Mix galt jahrelang als Garant für sichere und bezahlbare Energie. Dann die Klimakrise. Der Ausstieg aus den fossilen Rohstoffen war und ist die richtige Antwort. Dann Tschernobyl und Fukushima. Der Ausstieg aus der Hochrisikotechnologie war und ist die richtige Antwort. Die erneuerbaren Energien waren und sind richtige Zukunftsantworten. Nur noch die Übergangszeit bis zur völligen Selbstversorgung überstehen. Die bittere Erkenntnis: Die Zeit reicht nicht. Wir sind in der Hand von vertragsbrüchigen Autokraten und verantwortungslosen Spekulanten. Sie ziehen die Schraube der Erpressung immer mehr an. Jetzt hilft nur noch regieren mit ruhiger Hand, um die dramatischen Auswirkungen für unser Land zu minimieren. Ideologiefrei und mit Blick nach vor. So, wie es der Kanzler Olaf Scholz vorlebt. Nur so wird die dringend notwendige Neuaufstellung der bezahlbaren Energieversorgung gelingen.
Ein Rhader Zwischenruf zur aktuellen Energiekrise
Veröffentlicht am 08.09.2022
Veröffentlicht am 07.09.2022