Zeitenwende in Dorsten - Den guten Worten werden Taten folgen
Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, auch kleiner Stadtrat genannt, haben in einer Sondersitzung versprochen, in Dorsten ankommenden Flüchtlingen aus der Ukraine unkonventionell zu helfen. Aus den Wortbeiträgen, besonders des SPD-Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Fragemann, lassen sich 3 Punkte besonders hervorheben.
- Der Resolution des Integrationsrates der Stadt Dorsten wird einstimmig beigetreten. (Im Wortlaut am Ende dieses Berichts.)
- Ein besonderer humanitärer Brückenschlag wird über die polnische Partnerstadt Rybnik direkt in die Ukraine hergestellt. Die meisten der von der russischen Armee gewaltsam vertriebenen ukrainischen Flüchtlinge kommen in Polen an. Polen kann die Lasten nicht alleine tragen und muss von allen Mitgliedsländern der EU unterstützt werden. Dorsten wird Rybnik dabei helfen, die gewaltigen Herausforderungen zu stemmen und als Brücke ins Nachbarland eingestuft.
- Das ehemalige Gymnasium Petrinum, als Erstunterkunft für Asylbewerber ausgerüstet, wird jetzt für bis zu 450 ukrainische Flüchtlinge zur ersten Bleibe. Danach soll die Verteilung in ganz NRW erfolgen.
Es tut gut zu wissen, dass die Ratsmitglieder alle Beschlüsse und Resolutionen einmütig getroffen haben. Die Dorstener Bürger können stolz sein und festhalten:
- Dorsten hilft
- Dorsten übt Solidarität
- Dorsten rückt zusammen
- Dorsten ist überall
Bericht: SPD-Rhade
Veröffentlicht am 09.03.2022
Die SPD und der Internationale Frauentag - Eine Erfolgsgeschichte
Das Zitat in der Überschrift stammt von Käte Strobel (SPD), von 1969 bis 1972 Bundesfamilienministerin. Sie gehörte zu den Frauen in der SPD, die hartnäckig für die Gleichberechtigung eingetreten sind. Und sie waren erfolgreich. Einige Daten helfen zu verstehen, dass das Engagement pro Gleichberechtigung seit über 100 Jahren andauert und noch nicht abgeschlossen ist. Und immer waren sozialdemokratische Frauen die Vorkämpfer.
- 1918 Wahlrecht für Frauen - eine alte Forderung der SPD wird im Gesetz verankert
- 1949 wird die Gleichberechtigung im Grundgesetz festgeschrieben
- 1974 wird der Paragraf 218 zum Schwangerschaftsabbruch reformiert -. „Mein Bauch gehört mir“
- 1977 wird das Scheidungsrecht reformiert und das Verschuldungsprinzip abgeschafft
- 1988 führt die SPD eine Frauenquote in den Parteigremien ein
- 2007 wird das Elterngeld eingeführt, um Müttern die Rückkehr in den Beruf zu erleichtern
- 2015 folgt das Gesetz, verpflichtend Führungspositionen für Frauen in Unternehmen und Verwaltungen vorzusehen
- 2022 wird es weitere SPD-Initiativen geben, um Gleichberechtigung zur Selbstverständlichkeit zu verhelfen.
- Der heutige internationale Frauentag ist ein gutes Datum, aus den Absichtserklärungen praktische Politik zu machen.
Die Rhader SPD erklärt sich solidarisch mit den Forderungen der Frauen zur Gleichberechtigung auf allen Ebenen
Veröffentlicht am 08.03.2022
„Kleiner Stadtrat“ erklärt sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine
Das war eine besondere Geste des Stadtrates und der Verwaltung. Um die Solidarität mit den Opfern des unsinnigen Krieges auszudrücken, kamen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses kurzfristig zu einer Sondersitzung im Gemeinschaftshaus Wulfen zusammen. Vor blau-gelb angestrahltem Hintergrund sprach Bürgermeister Tobias Stockhoff von einer Zeitenwende, die auch Dorsten erreicht hat. Solidarität wird sich in unserer Stadt nicht nur in Worten, sondern in erkennbaren Taten zeigen, so sein Versprechen. Friedhelm Fragemann, der Putin einen Kriegsverbrecher nennt, erinnerte an den Mut der Menschen, die in Russland den Krieg verurteilen und Haftstrafen nicht nur riskieren, sondern real erleiden. Er dankte den Dorstenern, die mit Spenden und Wohnungsangeboten, praktische Solidarität üben. Wir berichten morgen ausführlich.
Eigener Beitrag, wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 07.03.2022
Eingezäuntes Ausstellungsgebäude im Gewerbegebiet Fürst Leopold ist gewöhnungsbedürftig
Unübersehbar mit ihrer gestrickten Baskenmütze flanierte sie durch die Lippestadt. Immer wieder aufgehalten von Bürgern unserer Stadt, die Schwester Paula (1903-2001) aus dem Ursulinenkloster und der gleichnamigen Schule kannten und schätzten. Sie hatte Charisma und sehr viel Verständnis für die Jugend. Sie war Ordensschwester, Künstlerin und Lehrerin. Und durch und durch ein politischer Mensch. Eine starke Frau. Tisa von der Schulenburg, so ihr berühmter Name vor dem Eintritt ins Kloster, hat in ihrer Kunst die Schrecknisse des Krieges und die weltweite Ungerechtigkeit einfühlsam und einprägsam verarbeitet. Ihre Werke finden sich an vielen Orten in unserer Stadt und im Land. Nun wurde in einem Gebäude unterhalb des Hervester Förderturms, Tisa-Archiv genannt, eine Wechselausstellung ihrer Werke eröffnet. Es sind nicht nur die kurzen Öffnungszeiten die irritieren, es ist der hohe Zaun der, symbolisch gesprochen, überhaupt nicht zum Leben und Wirken Schwester Paulas passt. Das Erbe der Ehrenbürgerin der Stadt Dorsten wirkt an den Rand gedrückt. Die Präsentation ihrer Kunst, die uns auch heute aktuell viel zu sagen hat, gehört ins Zentrum der Lippestadt. „Sie ist ein Gewinn für unsere Stadt“, so die offizielle Sprachregelung der jetzt agierenden Stadt-Repräsentanten. Dazu passt weder der Standort an einer viel befahrenen und ungesichert zu überquerenden Straße, noch die hohe Umzäunung.
Öffnungszeiten Fürst Leopold Allee 65: Di. bis Fr. 10-12 Uhr, Do. 16-18 Uhr, am 1. So. Im Monat 11-15 Uhr.
Ein kritischer Zwischenruf aus Rhade zur Präsentation des kulturellen Erbes Schwester Paulas
Veröffentlicht am 07.03.2022
Ein Kanzler im Dauereinsatz - Olaf Scholz, die Koalition und die Weltkrise
Sie haben sich viel vorgenommen, um Deutschland von Grund auf zu reformieren. Die Rede ist von den Bundestagswahl-Gewinnern SPD, Grüne und FDP. Ihr Koalitionsvertrag war viel mehr als nur gute Absichtserklärungen. Nachdem Olaf Scholz zum Bundeskanzler am 8. Dezember 2021 gewählt wurde, das war vor genau 88 (!) Tagen, ist aber nichts mehr wie es einmal war. Statt Corona- und Klimakrise zu managen, ist der Weltfrieden zu retten. Es tut gut, einen Politiker wie Olaf Scholz (SPD) an der Spitze unseres Landes zu haben. Beeindruckend seine Ruhe, um selbst schwierigste Zusammenhänge zu erklären. Überzeugend seine Entschlossenheit, auf sich ständig überschlagene Ereignisse sofort zu reagieren. Nicht hektisch, sondern besonnen. An seiner Seite eine Außenministerin (Grüne), die ebenfalls überzeugt und ein Finanzminister (FDP), der keine Gelegenheit auslässt, Olaf Scholz in den höchsten Tönen zu loben. Die gesamte Regierung arbeitet vom ersten Tag der Verantwortungsübernahme bis heute am Limit. Als Politiker in der Demokratie auf dieser Ebene zu agieren, erfordert Charakter, Disziplin, Arbeit ohne zeitliche Beschränkung, Mut, Besonnenheit, Teamwork und vieles mehr. Respekt und Anerkennung von unten nach oben!
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 06.03.2022