Auch Campingplätze nutzen wohnungslose Studenten. Ist aber keine Dauerlösung. Bundespolitik Es fehlen bezahlbare Studentenbuden - nicht erst seit gestern (1)

Warum nicht mit einem Sonderprogramm gegensteuern?

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Bildung ist das größte Kapital, um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und unser Land zukunftsfähig aufzustellen. Obwohl wir das seit Jahren wissen, leisten wir uns einen Flickenteppich unterschiedlichster Schulformen. Ein negatives Alleinstellungsmerkmal. Parallel beklagen wir eine viel zu große Anzahl an Schulversagern. Obwohl das Versagen eher im System als bei den Schülern zu suchen ist. Viele, die dennoch mit einer Hochschulreife die Schule beenden, wollen studieren. Die größte Hürde ist aber nicht die Zulassung an der Uni XY, sondern fehlender Wohnraum in allen Städten, die sich mit dem Zusatz Universitätsstadt schmücken. Studentenwohnheime stehen in viel zu geringer Zahl zur Verfügung. Dann hilft nur noch der freie Wohnungsmarkt. Und hier gilt Marktwirtschaft pur. Je größer die Nachfrage, je höher die Miete. Studenten drängen in enge Wohngemeinschaften, müssen nicht selten horrende Summen zahlen. Ins Berufsleben starten sie dann häufig mit einem aufgelaufenen Schuldenberg. Mehrfach versprachen Regierungen, den Wohnungsbau zu fördern. Das Ergebnis ist seit Jahren ernüchternd. Mit einem Sofort-Sonderprogramm für bezahlbare Studentenwohnungen könnte ein deutliches Zeichen gesetzt werden, den überhitzen Wohnungsmarkt, besonders in Universitätsstädten, zu entlasten.

Rhader Wohnraum-Appell - Wird morgen mit einem positiven Beispiel aus Frankreich fortgesetzt

Veröffentlicht am 20.02.2026

 

Bereits vor 17 Jahren präsentierte Achim Schrecklein (SPD Rhade) den von allen Seiten gelobten Fahrradwegeplan Rhade. Kommunalpolitik Fahrradstraße in Rhade? Seit 17 Jahren diskutiert

Aktuell informiert die Dorstener Verwaltung über einen neuen Fahrradnetzplan. Wieder einmal. Eine gute Gelegenheit daran zu erinnern, dass bereits vor 17 (!) Jahren die Rhader Sozialdemokraten einen Vorschlag erarbeitet haben, der mehrfach im Rathaus und auch vor Ort auf Praktikabilität und mehr Verkehrssicherheit geprüft wurde. Immer lautete das Ergebnis: Ja - aber … Mal war es die Gesetzeslage, dann die klammen Finanzen, heute scheint es Vergesslichkeit zu sein. Zur Erinnerung: Parallel zur Lembecker- und Erler Straße verläuft der Schlehenweg, ein gut ausgebauter Wirtschaftsweg, das sogenannte Pättken und die Mainstraße. Von diese Achse, fast 3 Kilometer lang, sind alle Infrastruktureinrichtungen in Rhade per Fahrrad relativ verkehrssicher zu erreichen. Würde diese Achse die Bezeichnung Fahrradstraße tragen, könnte der hier benutzte Zusatz „relativ“, ersatzlos entfallen. Zählen wir nochmal auf, welche Ziele dann per Rad verkehrssicher erreichbar wären: Von Ost nach West: Kita Stuvenberg; Bahnhof Rhade; Sportzentrum; Kita Fröbelweg; ev. Kirche; Einkaufszentrum; Turnhalle und Grundschule; Friedhof; kath. Kirche; Arztpraxis; … Nun blicken wir über den Tellerrand in die nächste Nachbarschaft. Ob Erle, Marbeck, Heiden oder Borken - hier geht, was in Dorsten nicht geht. Seit 17 Jahren stellen wir uns die kurze Frage: „Warum nicht?“ Parallel leiten wir diesen Text an die Verwaltung und den Planungsausschuss der Stadt Dorsten. Vielleicht erhalten wir diesmal eine zufriedenstellende Antwort.

Veröffentlicht am 19.02.2026

 

Bundespolitik Weltwirtschaftsforum in Davos und Sicherheitskonferenz in München

Welche Erkenntnisse haben „Otto Normalverbraucher und Erika Musterfrau“ gewonnen?

Einmal im Jahr treffen sich Wirtschaftsfachleute und Politiker aus (fast) allen Ländern der Welt in der Schweiz, um über die Zukunft des grenzüberschreitenden Handelsverkehrs zu beraten. Einmal im Jahr treffen sich in Bayern Fachleute der Rüstungsindustrie mit Politikern aus (fast) allen Ländern der Welt, um sich über Risiken und Nebenwirkungen aller Konflikte auszutauschen. Beide Zusammenkünfte sind alternativlos wichtig, um zuzuhören und sich besser kennenzulernen. Die internationale Presse versucht die Öffentlichkeit so weit wie möglich zu beteiligen. Die Erkenntnisse des interessierten deutschen Zuhörers an der Basis sind ernüchternd. In Davos wie in München. Die USA haben es geschafft, sich auf beiden Treffen in den Mittelpunkt zu rücken und fast allen anderen Ländern ihre egoistische Sichtweise aufzudrücken. Erkennbar ist aber auch, dass Europa beginnt zu widersprechen. Bundeskanzler Friedrich Merz ist über seinen Schatten gesprungen und hat klargestellt, dass unsere europäischen Werte wie Pressefreiheit, Liberalität und Humanität unantastbar bleiben. Ein deutlicher Gegenentwurf zur MAGA-Bewegung des amerikanischen Präsidenten. Das ist unten angekommen, wird sich aber in der politischen Alltagsarbeit bewähren müssen. Wenn wir weiter in Freiheit und sozialer Sicherheit leben wollen, müssen wir uns auch auf Einschränkungen einstellen. Das Verständnis dafür ist dann vorhanden, wenn die vorhandene gesellschaftliche Gerechtigkeitslücke endlich geschlossen wird. Im Klartext: wenn Vermögende in unserem Land auch Steuern zahlen wie Du und ich.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 18.02.2026

 

Kommunalpolitik Dorsten: Altlasten und kein Ende

Wer über Jahre die Entwicklung Dorstens begleitet, kann ohne Übertreibung dafür den Begriff Achterbahnfahrt einsetzen. Die kommunale Neugliederung versprach Größe und Wachstum. Zutreffend bei Fläche und Einwohnerzahl. Aber auch bei auftretenden Problemen der kommunalen Selbstverwaltung. Das Versprechen, mit einem riesigen Kohlekraftwerk den Bestand der Zeche zu sichern, zerplatzte wie eine Seifenblase. Parallel nahmen Arbeitslosigkeit und Finanznot Dorstens zu. Die Bereitschaft, künftig den Abfall der Kohlegewinnung auf städtischem Grund und Boden zu deponieren, wurde zwar gerne angenommen, die Zeche dennoch geschlossen. Um aus der Finanzmisere herauszufinden, wurde in der Folge u. a. über den Verkauf der Kanalisation und über neue Finanzierungsprodukte nachgedacht. Während die Kanäle blieben, wurden riesige Summen bei Schweizer Banken versenkt. Im Stadtrat bildeten sich zwei unversöhnliche Gruppen, Zechenfraktion und Nordlichter genannt. Und immer mal wieder ein Zwischenhoch. Plötzlich waren die Finanzprobleme scheinbar überwunden, dann zwangen Bund und Land die Lippestadt, neue Aufgaben zu stemmen - und zu finanzieren. Eine Endlosgeschichte auch das Lippetorcenter, heute Mercaden genannt. Zurück zur inzwischen aufgeschütteten Bergehalde. Statt der vertraglich zugesicherten Umwandlung in eine neue, attraktive Dorstener Parklandschaft, droht jetzt eine auf Dauer unzugängliche Schadstoffdeponie zu entstehen. Noch wehren sich Verwaltung und Stadtrat. Wer aber über Jahre die Entwicklung unserer Stadt begleitet hat, rechnet auch hier nicht mit einem Erfolgserlebnis.

Pessimistische Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 17.02.2026

 

Gesellschaft Ein Gastbeitrag von Bertold Hanck zur aktuellen Programmdiskussion der SPD

Sag' mir, mein Freund ... (marokkanisch: guli, guli, a rafiq)

Aramsamsam, aramsamsam,
bald gibt's ein SPD-Programm,
guli, guli, a rafiq:
"Führt das zum nächsten Sozi-Sieg?"

Ziemlich bald nach Godesberg
Entspannung war das Sozi-Werk.
Auf Frieden wollte man jetzt zählen,
drum wollten alle Willy wählen.

Aramsamsam, aramsamsam,
perfekt passt das Politprogramm.
Guli, guli, a rafiq:
Das war kein Propagandatrick!

Solch fortschrittlicher Gestaltungsmut
tat ehdem den Genossen gut.
Doch blickt nach vorne, nicht zurück
in altes Vollversorgungsglück.

Aramsamsam, aramsamsam,
gemeinsam packen alle an.
Guli, guli, a rafiq:
Gegen den Ukraine-Krieg.

Seid mutig, nehmt die Menschen mit,
auch wenn sie aus der Mitte sind.
Die SPD war dann stets klasse,
wenn sie das Ohr hat' an der Masse.

Aramsamsam, aramsamsam,
Teilhabe aller ins Programm!
Guli, guli, a rafiq:
Vielleicht ist das der Weg zum Sieg?

Bertold Hanck (Rhade)

Veröffentlicht am 16.02.2026

 

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