Sozialdemokraten treffen sich am Donnerstag
Unübersehbar stehen die selbst entworfenen Plakate in Rhade und werben für Olaf Scholz, der nur mit der Zweitstimme SPD zum Kanzler gewählt werden kann. Die Idee wurde auf der letzten Ortsvereinsversammlung im August geboren. Keine Herabsetzung der politischen Konkurrenten sondern ausschließlich Sympathiewerbung in eigener Sache. Um zu überprüfen, ob das Rhader Konzept Wirkung zeigt, hat Christoph Kopp, Vorsitzender, zu einem weiteren Treffen am Donnerstag, 9. September um 18.30 Uhr ins Gasthaus Pierick eingeladen.
Veröffentlicht am 06.09.2021
Veröffentlicht am 05.09.2021
Im Wechselbad politischer Gefühle
Parteien kommt in unserer Demokratie eine entscheidende Rolle zu. Sie haben ein grundgesetzlich verbrieftes Mitwirkungsrecht. Zwei Denk-Richtungen konkurrieren seit 1945 um die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler. Hier Sozialdemokraten, dort Christdemokraten. Eine kleinere liberale Partei spielte fast immer das sogenannte Zünglein an der Waage, um die Kanzlermehrheit für die eine oder andere Seite zu erzielen. Stabile Verhältnisse und parteipolitische (Selbst)Zufriedenheit waren die Folge. Parallel wuchs außerhalb der Parlamente und der Parteien aber die Unzufriedenheit. Auf neue Herausforderungen gab es, so der Vorwurf, immer nur Antworten von gestern. Neue Parteien wurden gegründet und gruben so den Altparteien „das Wasser ab“. Nach der SPD erfährt aktuell die CDU das Wegbrechen sicher geglaubter Wählerschichten. Aber der Aufstand der „Neuen“ entpuppt sich von Jahr zu Jahr mehr als eine Kopie der „Alten“. In 3 Wochen wird ein neuer Bundestag und aus seiner Mitte ein neuer Bundeskanzler gewählt. Die aktuellen Umfragen machen den langjährigen Betrachter fast schwindlig. Unabhängig vom Ausgang der Wahl zeigt sich bereits jetzt, dass Sympathie und Erfahrung gefragt sind, um erfolgreich Deutschland in eine sichere Zukunft zu führen. Und hier ist die Persönlichkeit des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Olaf Scholz ein klares Plus gegenüber den Mitkonkurrenten. Wer aber jetzt übermütig wird, erlebt in Windeseile die negative Kehrseite der Medaille.
Veröffentlicht am 05.09.2021
Engelbert Volks hat in Reimform und mit spitzer Feder immer den politischen Kern getroffen
Es ist eine besondere Kunst, im politischen Geschäft gehört zu werden. Einer, der diese Fähigkeit perfekt beherrschte, war der Kommunalpolitiker in unserer Nachbarstadt Velen, Engelbert Volks. Seit Jahrzehnten war er dort Gesicht und Stimme der SPD. Seine Gedichte, von denen mehrere auf der Rhader SPD-Internetseite zu lesen waren, hatten Tiefe, Schärfe und Humor. Nun ist Engelbert Volks mit nur 68 Jahren gestorben. Wir ehren ihn mit seinem Gedicht, dass wir bereits im Februar 2020 veröffentlichten:
Muttilos
Ein Beben geht durch unser Land
Als wäre es ein Weltenbrand
Die Medien orientierungslos
Denn Deutschland ist bald muttilos
Wer führt uns dann durch alle Krisen
Befreit den Haushalt von den Miesen
Wer rettet Euro und EU
Und führt so sacht die CDU
Wer bietet mit Physikgehirn
Den Trumps und Putins kalt die Stirn
Wer zeigt Migranten Menschlichkeit
Schließt Grenzen auch zur rechten Zeit
Wer ist in aller Welt beliebt
Weil sie sich stets bescheiden gibt
Wer fördert auch am fremden Orte
Die deutsche Wirtschaft und Exporte
Wer ist die Fleisch geword'ne Mitte
Regiert mit Anstand und mit Sitte
Sagt niemals "Basta!", denn sie schweigt
Wenn ein Minister was vergeigt
Doch diese Zeit ist bald vorbei
Wir fühlen uns dann viel zu frei
Sind rat- zugleich und hoffnungslos
Denn bald schon sind wir muttilos
Und Deutschland wird ins Chaos sinken
In der Parteien Streit ertrinken
Europa wird alsbald zerfallen
Zerhackt von Putins mächt'gen Krallen
Von Asien bis nach Afrika
Schallt laut der Ruf nach Angela
Denn alle woll'n auf ihren Schoß
Doch ach, die Welt bleibt muttilos!
Engelbert Volks, seit fast 50 Jahren Mitglied der SPD, Ortsverein Velen-Ramsdorf (NRW) sowie Fraktionsvorsitzender im Velener Stadtrat
Weitere Informationen siehe www.spd-vera.de
Veröffentlicht am 04.09.2021
Scharfe Kritik der SPD-Fraktion an CDU und Bürgermeister
Ein ganz normaler Vorgang? Eine junge Frau, Mitglied der Grünen, zieht nach der letzten Kommunalwahl als Ratsfrau in den Stadtrat. Zusätzlich kandidiert sie aktuell auch für den Bundestag. Nun teilt die städtische Dorstener Verwaltung mit, dass sie sich nicht nur als neue Gleichstellungsbeauftragte beworben hat, sondern auch eingestellt wird. Das veranlasst Friedhelm Fragemann, Fraktionsvorsitzender der Dorstener SPD, eine klare und unmissverständliche Pressemitteilung zu veröffentlichen. Wir übernehmen folgende Auszüge daraus:
Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion zur Besetzung der Gleichstellungsstelle
„Der schwarz-grüne Kuschelkurs der letzten Monate entpuppt sich als personalpolitisch motivierter Schachzug“, so Fraktionschef Fragemann zu der jüngsten Entwicklung im Dorstener Rathaus. Mit der Installation der grünen Bundestagskandidatin Kim Wiesweg als Gleichstellungsbeauftragte im Rathaus setzen Union und Bürgermeister ihre umfassende Umarmungsstrategie konsequent fort. Berlin hat Frau Wiesweg wohl schon längst abgeschrieben oder auch möglicherweise nie ernsthaft in Erwägung gezogen, was nicht weiter dramatisch ist, da es dort ohnehin schon genug „Lifestyle-Linke“ gibt. Die schwarz-grüne Annäherung hatte sich schon vor der Sommerpause deutlich abgezeichnet. So torpedierte Schwarz-Grün die 1a-Lösung für den Tisa-Brunnen, die Union verabreichte den Grünen ein Kuschelplacebo mittels Aufstockung des HFA, gemeinsam blockierten CDU und Grüne die Chance auf eine nachhaltige Stadtentwicklung im Lippetal. Zuletzt gipfelte die Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Pressemitteilung/Anregung „Runder Tisch Sicherheit“, die im Übrigen einer langjährigen Forderung der Sozialdemokraten auf Einrichtung eines Kriminalpräventiven Rates entsprach.
Veröffentlicht am 03.09.2021