Dem Zeitungsleser über die Schulter geblickt. Eigenes Foto Bundespolitik Bundestagswahl: Ein Blick in die Zeitungen - Der Kandidatencheck

„Wofür steht er?“ und „Ist er der Richtige?“

Vor einigen Tagen besuchte Olaf Scholz die Ruhr Nachrichten / Dorstener Zeitung. Die Berichterstattung war durchweg positiv. Der Eindruck, der beim Leser hängenblieb, kann so zusammengefasst werden: Olaf Scholz (SPD) ist der richtige Kandidat, seine Aussagen sind klar und nachvollziehbar. Ganz anders sieht es beim Unionskandidaten aus. Die Wochenzeitung DIE ZEIT hat sich mehrfach zum Interview mit Armin Laschet getroffen, um eine Antwort auf die Frage, wofür er und seine Partei eigentlich stehen, zu erhalten. Die Skepsis seiner Parteifreunde scheint auch ihn inzwischen verunsichert haben. Dem Leser, der Leserin (Foto) wird die Überschrift nicht aus dem Kopf gehen. „IST ER DER RICHTIGE?“ Diese Zweifel haben inzwischen eine Eigendynamik bekommen, die der Kandidat mit seinen letzten Auftritten bestätigt. Die SPD ist gut beraten, keinerlei Schadenfreude zu empfinden, bzw. zu äußern. So wie Olaf Scholz, der erfreut, aber demütig seine steigenden Zustimmungswerte kommentiert. Er erinnert auch immer wieder daran, dass die Zweitstimme, die auch Kanzlerstimme genannt wird, bei der SPD angekreuzt werden muss.

Erkenntnisse eines Rhader Zeitunglesers  (Ruhr Nachrichten vom 16. August und DIE ZEIT vom 19. August 2021)

Veröffentlicht am 24.08.2021

 

Foto: Horst Melles Allgemein Trauer um Marianne Weiland

Sie hat Zeichen gesetzt und Spuren hinterlassen

Das Ehepaar Marianne und Willi Weiland bleibt in Dorsten ein Begriff. 15 Jahre nach Willi Weiland ist jetzt seine Frau Marianne in Köln gestorben. Beide waren kommunalpolitisch aktiv (SPD), engagierte Pädagogen (u. a. Gesamtschule Wulfen) und im internationalen Schul- und Entwicklungsdienst in Chile und Ruanda unterwegs. Marianne Weiland, Mutter von 3 Söhnen, die auch kurz an der Urbanusschule in Rhade unterrichtet hat, darf als „starke Frau“ bezeichnet und gewürdigt werden.Ihr Markenzeichen war, immer in Alternativen zu denken und zu handeln. Sie gab den Schwachen und Hilfsbedürftigen eine Stimme. Im Einklang mit der Natur zu leben, war für Marianne und ihren Mann Willi nie nur ein Lippenbekenntnis. Nach ihrer langen Wulfener Zeit schlugen sie ihre Zelte für einige Jahre auch in Portugal auf. Marianne Weiland hat ihre Erkenntnisse anschließend in dem Buch „Das mediterrane Gartenjahr: Unterm Olivenbaum“ festgehalten. Ihre Freunde in Dorsten und auf mehreren Kontinenten werden Marianne Weiland als starke Frau und als engagiertes gesellschaftspolitisches Vorbild in Erinnerung behalten. Marianne Weiland wurde 77 Jahre alt. Die Beisetzung findet im kleinen Kreis statt.

Veröffentlicht am 23.08.2021

 

Bundespolitik Rhader Sonntagsgedanken über eine dramatische Woche

  • Afghanistan: Nach 20 Jahren die ernüchternde Erkenntnis, dass das Land am Hindukusch nicht demokratisiert werden kann und wahrscheinlich auch nicht will.
  • Die NATO, ein Militärbündnis zur Sicherung des eigenen Territoriums, wird gezwungen über die eigenen Grundsätze intensiv zu beraten.
  • Alle noch andauernden Auslands-Bundeswehreinsätze sind kritisch zu hinterfragen. Was tun wir hier? Warum machen wir das? Was wollen wir erreichen? Schützen wir uns oder die Menschen im jeweiligen Land?
  • Das deutsche Verteidigungsministerium gilt seit Gründung der Bundesrepublik als das schwierigste Ministerium. Minister, die bewiesen haben, die Materie zu beherrschen, spielten anschließend eine führende Rolle in der Bundespolitik. Beispiel: Helmut Schmidt. Andere kamen und verschwanden in der politischen Versenkung. Die amtierende CDU-Ministerin ist seit Monaten auf dem Weg dahin.
  • Während in Kabul noch versucht wird was zu retten ist, haben in Berlin die Schuldzuweisungen begonnen. Alle Fragen, warum dieses militärische Desaster passieren konnte, sind uneingeschränkt berechtigt. Als unangemessenes Wahlkampfgetöse darf aber die Behauptung gewertet werden, es genau so hervorgesehen zu haben.
  • Gut ist, dass am 26. September ein neuer Bundestag gewählt wird. Gut ist auch, dass es einen neuen Kanzler geben wird. Nur mit einem Neuanfang können die Zukunftsfragen unseres Landes bewältigt werden.
  • Wer die drei Kanzler-Kandidaten auf den Prüfstand stellt, wird es nicht schwer haben, Olaf Scholz als denjenigen zu bewerten, der mit seiner Erfahrung, Ruhe, Seriosität und Kompetenz am geeignetsten ist, Angela Merkel im Kanzleramt zu beerben.
  • Dass das nur über die Zweitstimme SPD möglich ist, setzt sich als Erkenntnis langsam aber sicher im Land durch.
  • Wir blicken gespannt in die neue Woche.

Veröffentlicht am 22.08.2021

 

Schule und Bildung Schule hat begonnen - Sind wir jetzt besser vorbereitet?

Corona wütet weiter und NRW Schlusslicht bei Bildungsausgaben

Die Bilanz ist wenig schmeichelhaft für die schwarz-gelbe Landesregierung. Zur Erinnerung: Der Chef trägt den Titel Ministerpräsident und heißt Armin Laschet. Seine Schulministerin nennt die FDP ihre politische Heimat. Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen. Dirk Groß, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Dorstener Stadtrat hat von unserer Verwaltung einen aktuellen Sachstand über angeschaffte oder geplante raumlufttechnische Anlagen in Dorstener Schulen und Kitas angefordert. Hintergrund ist, dass Corona besonders jetzt unter den jungen Menschen grassiert. Eigentlich hätte die Verwaltung zum Schulbeginn nach den Ferien unaufgefordert einen entsprechenden Erfolgsbericht vorlegen müssen, gäbe es ihn denn. Des Weiteren wirft die Meldung, dass NRW bei den Bildungsausgaben die rote Laterne, also Platz 16 der Bundesländer trägt, ein besonders negatives Licht auf den Mann, der für die Union als Kanzlerkandidat antritt und für NRW verantwortlich ist. Zwei Meldungen die zeigen, dass zwischen politischem Gestaltungsanspruch und der Wirklichkeit, Welten klaffen. Schule hat wieder begonnen. Unter den bekannten Problemen leiden weiter Schüler und Pädagogen. Im Zeugnis für die schwarz-gelbe Landesregierung findet sich die entscheidende Bemerkung: Versetzung in die nächsthöhere Klasse abgelehnt. Unterschrift: Der Wähler - die Wählerin!

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 21.08.2021

 

Kommunalpolitik Bürgerforum mit geringer Beteiligung

Wetter verhindert Openair-Versammlung - Feuerwehrhalle wird zum Diskussionsforum

Das Orgateam hat glänzende Vorarbeit geleistet, um vielen Rhadern die Teilnahme am Bürgerforum ohne Sorge vor Corona zu ermöglichen. Erstmals wurde eine Versammlung unter freiem Himmel vorgesehen. Leider verhinderte der einsetzende Dauerregen diese Premiere. Beeindruckend aber die Flexibilität der Akteure. Kurz entschlossen wurde die Rhader Feuerwehrgerätehalle zum neuen Versammlungsort. Dieser Wechsel konnte aber nicht mehr flächendeckend kommuniziert werden. So füllten nur ca. 35 Besucher die riesige Halle. Auf Abstand, versteht sich. Darunter auch die Verwaltungsspitze. Zentraler Punkt auf der Tagesordnung war das neue Dorfentwicklungskonzept, das mit Bürgerbeteiligung langsam Form annimmt. Heribert Triptrap erinnerte eingangs auf die Vorarbeiten, die sich im noch gültigen Rhader Rahmenplan (2013) wiederfinden. Besonders stellte er das Versprechen der extern beauftragten Planerin Elke Frauns heraus, die mitgeteilt hat, dass kein Bürgerbeitrag verloren geht. Nicht unwichtig für die Zuhörer, die gespannt darauf warteten, was aus ihrer Online-Anregung geworden ist. Reinhard Meisner, Mitglied des Arbeitskreises Dorfentwicklung, stellte die Ergebnisse des stattgefundenen Workshops vor. Eine rege Diskussion, nicht kontrovers aber ergänzend, schloss sich an. Nun warten alle auf eine Zusammenfassung aller Anregungen, die das beauftragte Planungsbüro Frauns in den nächsten Wochen vorlegen wird. Danach besteht die Möglichkeit für alle Bürger, Änderungsvorschläge einzureichen. Vorausgesetzt, der Entwurf wird online frühzeitig auf der Seite der Stadt Dorsten eingestellt. Eine abschließende Vorstellung des Plans soll dann wieder im nächsten Bürgerforum präsentiert werden, bevor der Stadtrat die finale Version beschließt. Dass dann die Umsetzung weitere Monate und Jahre in Anspruch nehmen wird, scheint allen Interessenten an der Weiterentwicklung Rhades immer bewusster zu werden.

Eigener Bericht - Wird mit dem Thema „Städtische Kultur und Weiterbildung“ fortgesetzt

Veröffentlicht am 20.08.2021

 

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